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Sportbuzzer Münchberger und Spengler blasen noch mal zum Sturm
Sportbuzzer Münchberger und Spengler blasen noch mal zum Sturm
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20:12 27.01.2019
Schwergewicht am Kreis: Rolando Urios vom VfL warf seine drei Tore in der ersten Halbzeit. Quelle: Julius Frick
Werder

Ein hauchzarter 29:28 (16:12)-Sieg gelang am Sonntagnachmittag den Handballern des VfL Potsdam bei der Fortsetzung der Punktspiele in der dritten Liga gegen die SG Flensburg-Handewitt II. Der Gastgeber musste wegen des Fußball-Turniers der Frauen des 1. FFC Turbine Potsdam in der MBS-Arena in die ausgekühlte Schulsporthalle des Ernst-Haeckel-Gymnasiums nach Werder umziehen. Die zwei Punkte des VfL gegen den Tabellen-Drittletzten waren hart, am Ende sogar glücklich erkämpft.

„Wo sind die Fans des VfL Potsdam?“, fragte Hallensprecher Daniel Leo in die Runde. „Hier“, tönte es lautstark aus 150 Kehlen des harten Kerns der Potsdamer Anhänger. Allen fiel die Orientierung nicht leicht. Bei der Begrüßung drehte sich Rechtsaußen Philipp Jochimsen um die eigene Achse und winkte auch zur Fensterfront. Doch da war niemand.

Potsdamer sind sich zu sicher

Im Spiel schien es, als wollten die Havelstädter die Gäste aus der Halle werfen. Die Kugel lief wie geschmiert von Hand zu Hand. 6:2 stand es nach sieben Minuten, nach weiteren acht Umdrehungen des Uhrzeigers 12:6. Als wäre das Tageswerk schon verrichtet, nahmen die VfL-Akteure das Tempo aus der Partie, angesichts der Überlegenheit schlichen sich kleine Nachlässigkeiten ein. „Die Mannschaft war sich in dieser Phase zu sicher“, bemängelte VfL-Trainer Daniel Deutsch.

Nach der Pause fassten die Talente aus dem Norden trotz des 12:16-Rückstandes weiteren Mut und ärgerten den Kontrahenten mit einer offensiven Deckung. Bei den Potsdamern erfasste die Scheu zur Entschlossenheit auch Leistungsträger wie Kapitän Yannik Münchberger und Kreisläufer Rolando Urios. Münchberger scheiterte mit einem Wurf aus dem Rückraum, auch der freistehende Urios brachte die abgeprallte Kugel nicht im Netz unter (38.).

Torwart Angelo Grunz überzeugt

Die Flensburger „schlichen“ sich Tor um Tor heran. 20:19 stand es nach 45 Minuten. Die Potsdamer konnten sich bei Torwart Angelo Grunz, der etliche Bälle wegnahm, bedanken, dass es bei der Führung blieb. In dieser Phase legten Münchberger und der einsatzstarke Matti Spengler den Schalter um. Sie intensivierten das Laufspiel und bliesen noch einmal zum Sturm. Beim 28:25 (57.) schien alles gelaufen zu sein. Irrtum, der nicht selten beim Handball auftritt. Sekunden vor dem Abpfiff führten die VfL-Ballwerfer mit 29:28, hatten eigenen Ballbesitz, verloren aber die Kugel. Der Flensburger Jörn Persson warf aus der eigenen Hälfte auf das von VfL-Keeper Grunz verlassene Gehäuse. Doch der Ball ging drüber.

Aufatmen bei den Potsdamern. „Das war kein gutes Spiel von uns. Wir haben uns gegen die offensive Abwehr der Flensburger im zweiten Abschnitt schwer getan“, resümierte Spengler. „Wir haben die Würfe in der zweiten Halbzeit zu schnell genommen und zu viel verworfen“, beklagte Münchberger. „Das waren Schusselfehler“, brachte es Rechtsaußen Moritz Ende auf den Punkt. „Zum Glück haben uns Yannik Münchberger und Matti Spengler im kritischen Abschnitt mit ihren Treffern den Hintern gerettet.“

Von Detlef Braune

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