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Sportbuzzer Nicht meckern, sondern klotzen!
Sportbuzzer Nicht meckern, sondern klotzen!
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12:40 28.10.2018
Michael Klotz engagierte sich schon in vielen Funktionen als Ehrenamtler – derzeit ist er auch Stafelleiter. Quelle: Lars Sittig
Königs Wusterhausen

Rustikaler Charme begleitete die Anfänge der Laufbahn von Michael Klotz, damals, als er beim Sportverein Askania Kablow zum ersten mal an die Tischtennisplatte trat. „Wir haben in einer Kneipe gespielt, in einem alten Tanzsaal. Das war eine beeindruckende Kulisse und auch der Sport hat mir sehr gut gefallen. Ballsportarten interessieren mich ohnehin. Die Kombination aus Ambiente und Sport hat mich gefesselt“, erinnert Michael Klotz an seinen Eintritt in die Zelluloidball-Fraktion als 14-Jähriger. Später wechselte er nach Friedersdorf: Dem HSV Fortuna ist Klotz, der auch viele Jahre parallel Fußball spielte, bis heute treugeblieben.

Neben dem Sport engagierte sich der 42-Jährige auch schnell im Vereinsleben. „Das war für ich ein Selbstverständnis. Es ist schön, das jeder die Möglichkeit hat, in solchen Funktionen Engagement zu zeigen“. Beim heutigen Heideseer SV, der durch die Fusion der Gussower und Friedersdorf Vereine entstand, fungierte Klotz früher als Abteilungsleiter. Derzeit ist er für die Internet-Kommunikation verantwortlich – für den Austausch des Vereins mit dem Verband. Außerdem kümmert er sich als Mannschaftsleiter um das erste Herren-Tischtennisteam, das in der Spitzengruppe der 1. Landesklasse Süd liegt. Seit dieser Spielzeit hat Michael Klotz, der in der Logistik-Abteilung des Autobauers Mercedes Benz in Ludwigsfelde arbeitet, nun auch das Amt des Staffelleiters der 3. Landesklasse Herren Dahmeland übernommen.

Die Motivation, Zeit und Energie in das Ehrenamt zu investieren? Die Antwort hört man oft bei der Recherche für die Treue-Seele-Serie: „Man kann entweder meckern über andere Leute, die etwas nicht richtig machen oder selber etwas machen, ich habe mich dafür entschieden, mit anzupacken.“ Nicht Meckern, sondern Klotzen, sozusagen. Dieses Motto galt auch in seiner Zeit als Fußballer: Beim SV Merkur Kablow-Ziegelei engagierte sich Michael Klotz im Vorstand, als Trainer und leitete als „Schiri“ Spiele. „Ich probiere gerne Dinge aus. Mich hat die Sicht aus der anderen Perspektive interessiert. Auch, um einfach mal kennenzulernen, welchen Aufwand andere betreiben müssen.“

Nun also das Engagement als Staffelleiter, würde Michael Klotz in der zweiten Mannschaft des HSV Friedersdorf/Gussow II aushelfen, würde er – salopp gesagt in seiner eigenen Liga spielen – für deren Organisation es genug zu tun gibt. „Gerade im Vorfeld einer Spielzeit muss man doch einiges auf den Weg bringen“, berichtet Klotz. Im Detail: Die Partien müssen angesetzt und mit den Ansprechpartnern der Teams abgestimmt und Mannschaftsmeldungen erfasst werden. Ein Staffelleiter muss sich außerdem während der Saison um Spielverlegungen kümmern und regeltechnische Fragen beantworten. Oder anders gesagt: Bei Michael Klotz laufen die Fäden der acht Teams zusammen, er koordiniert den Spielbetrieb zwischen Königs Wusterhausen und Baruth.

Gab es schon einmal eine Sinnkrise? „Klar gab es die schon und die gibt es auch immer wieder“, sagt Michael Klotz schmunzelnd, „mit Familie, Beruf, dem eigenem Sport und dem Ehrenamt gibt es schließlich viel zu koordinieren. Beim Fußball habe ich kürzer treten müssen. Aber unter dem Strich macht es Spaß und ich bringe mich gerne ein. Ich hoffe, ich werde noch lange die Zeit dafür finden.“

Für die Zukunft erhofft er sich: „Ich wünsche mir, das alle gesund bleiben und nicht zu verbissen sind, sondern den Spaß am Sport nicht verlieren. Für das Ehrenamt wünsche ich mir, das es die Wertschätzung erfährt, die es verdient, denn es wird oft als selbstverständlich hingenommen, was andere leisten. Als Schiedsrichter ist man sogar oft dann noch der Sündenbock.“

Von Lars Sittig

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