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Sportbuzzer Gina Böttcher ist stolz auf erste EM-Medaillen
Sportbuzzer Gina Böttcher ist stolz auf erste EM-Medaillen
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18:13 21.08.2018
Gina Böttcher (S4) vom SC Potsdam hat sich in der deutschen Nationalmannschaft etabliert. Quelle: Foto: DBS/Ralf Kuckuck
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Potsdam

Das hat sie sich allemal verdient. Gina Böttcher darf noch eine Woche „Ferien machen“ und beginnt erst danach das neue Schuljahr in der 12. Klasse der Sportschule. Bei den gerade beendeten Europameisterschaften im Para-Schwimmen in Dublin/Irland hat die 17-Jährige vom SC Potsdam einmal Silber und zweimal Bronze gewonnen. Dazu kamen vierte, fünfte und sechste Plätze. Das Training in den letzten Monaten hat sich also ausgezahlt.

Trainer Maik Zeh sagt: „Gina ist sehr ehrgeizig. Sie hat Talent. Dass sie sich für eine leistungssportliche Laufbahn entschieden hat, zahlt sich aus.“

Schwimmen macht einfach Spaß

Gina Böttcher hat eine Dysmelie an allen Gliedmaßen, das heißt, Arme und Beine sind nicht voll ausgebildet. Sie tritt daher in der Startklasse S4 an. In der 7. Klasse habe sie die Mutter in einem Schwimmkurs an der Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule in Potsdam angemeldet. „Ich konnte vorher noch nicht schwimmen“, erzählt Gina Böttcher. „Das hat mir einfach Spaß gemacht. Im September 2017 bin ich dann an die Sportschule gewechselt. Jetzt hatte ich mehr Zeit für das Training.“

Den Alltag an der Sportschule könne sie gut bewältigen. Dann sitzt sie im E-Rolli und kommt so von Ort zu Ort. Sie gehe ganz normal mit Leichtathleten oder Ruderern in eine Klasse. Am meisten freut sie sich darüber, eine starke Trainingsgruppe zu haben. „Das spornt schon an. Denn alle kämpfen ja darum, gute Leistungen zu erzielen“, meint Gina Böttcher.

Freistilstrecken bevorzugt

Am liebsten schwimmt sie die Freistilstrecken. Über 50 Meter Freistil konnte sie den 23 Jahre alten deutschen Rekord auf 45,72 Sekunden verbessern. „Das hat mich natürlich für die weiteren Wettbewerbe gepusht. Wenn man so eine Medaille bekommt, dann ist das eine große Motivation“, stellt Gina Böttcher fest. Die beiden Bronzemedaillen gewann sie über 150 Meter Lagen – da werden Rücken, Brust und Freistil geschwommen – und in der abschließenden Mixed-Staffel.

„Wir waren in Dublin ein tolles Team. Das hat Spaß gemacht“, erzählt die Schülerin weiter. „Familie, Freunde – alle sind stolz auf mich“, hat sie auch aus der Heimat ein positives Echo erhalten. Umso mehr freue sie sich nun auf ein paar erholsame Tage im Kreise der Familie in Geltow.

Danach aber will die nunmehrige Vizeeuropameisterin wieder das Training aufnehmen. Denn die Paralympics 2020 in Tokio sind ihr großes Ziel.

Von Peter Stein

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