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Sportbuzzer Potsdamer Bob-Olympiasieger Kevin Kuske tritt bei „Dancing On Ice“ auf
Sportbuzzer Potsdamer Bob-Olympiasieger Kevin Kuske tritt bei „Dancing On Ice“ auf
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15:43 06.01.2019
Diese Hebung schafft er locker: Kevin Kuske trainiert mit Myriam Leuenberger  für die TV-Show „Dancing on Ice". Quelle: privat
Potsdam

Nach 20 Jahren Bobsport, vier Olympiasiegen und sieben WM-Titeln kennt sich Kevin Kuske aus auf dem Eis – möchte man meinen. Doch nun wagt er sich in ein neues Metier. Der Potsdamer, der am Freitag seinen 40. Geburtstag feierte, tritt am Sonntag (20.15 Uhr, Sat.1) bei der TV-Show „Dancing on Ice“ auf. Der erfolgreichste Bobsportler der Olympia-Geschichte, der 2018 mit Silber in Pyeongchang seine Karriere beendet hatte, ist einer von acht Prominenten, die in Begleitung eines Eiskunstlauf-Profis tanzen werden.

Kuske hat die ehemalige Schweizer EM-Teilnehmerin Myriam Leuenberger (31) an seiner Seite und einige Wochen hartes Training hinter sich. „Das ist eine komplett neue Welt für mich. Ich habe vorher noch nie auf Schlittschuhen gestanden. Mein Respekt vor den Eiskunstläufern war schon immer groß, nun ist er noch viel größer geworden. Ich habe mir einige blaue Flecken geholt, Stürze gehören beim Eislauftraining einfach dazu. Dieser Sport ist viel härter als Bobfahren. Nun weiß ich auch, weshalb mir die Trainer im Bobsport das Eislaufen immer verboten haben. Da hätte ich mir keine Ausfälle leisten können“, fasst er seine teilweise schmerzhaften Erkenntnisse zusammen.

„Das wird eine ganz brutale Nummer für mich“

Selbst die Trainingseinheiten waren für den Sportstudenten ungewohnt. „Ich brauche beim Eiskunstlaufen komplett andere Muskelgruppen, muss viel beweglicher werden, etwa wenn ich die Hüfte drehe. Wenn ich in meine Anschubstellung wie beim Bobsport gehen würde, sause ich auf den Schlittschuhen einfach rückwärts weg. Kurzum, wenn alle sagen, ich sei ein Wintersport-Profi, so trifft das auf das Eislaufen keineswegs zu.“ Mit Hilfe einer Choreografin hat der 110-Kilo-Muskelprotz mit seiner Eislauf-Partnerin das Programm für die erste Show einstudiert. „Die Musik haben wir zugelost bekommen. Es ist ein 80er Jahre Hit, mehr darf ich nicht verraten“, berichtet Kuske, der sich auch in einem passenden Kostüm präsentieren wird. Der Vortrag wird etwa anderthalb Minuten lang sein. „Das wird eine ganz brutale Nummer für mich. Ich bin nicht so vermessen zu sagen, ich gewinne. Mein Ziel ist es, eine gute Performance abzuliefern“, meint der Goldjunge, der vielleicht von seiner jahrzehntelangen Wettkampferfahrung profitieren wird.

Katarina Witt in der Jury

Nach jeder Show – die live in Köln vor Publikum ausgestrahlt wird – scheidet ein Paar aus. Die Vorträge werden von einer kompetenten Jury mit Doppel-Olympiasiegerin Katarina Witt an der Spitze bewertet. Kuske sagt: „Das ist ein schönes Projekt. Ich hatte in den letzten Wochen jeden Tag mein Training. Da war ich wieder ganz der Sportler und saß abends zufrieden auf der Couch. Nach fünf Stunden auf dem Eis habe ich gemerkt, wie der Kopf dicht wird. Da stürmt so viel auf einen ein, dass man Mühe hat, die Konzentration zu halten. Das waren wichtige Lerneffekte für mich. Mir hat das bisher wahnsinnig Spaß gemacht.“

Mit seiner Partnerin hat er nicht nur sportliche Schwierigkeiten geübt, sondern auch optische Effekte. „Als Bobsportler war ich ja eher ein grober Klotz. Nun muss ich viel Gefühl rüberbringen, zum Beispiel meine Partnerin verliebt anschauen, wenn ich sie zu mir heranziehe. Da hat mir Myriams Verlobter sogar gute Tipps gegeben. Auf dem Eis muss man auch ein wenig schauspielern, daher haben einige meiner Konkurrenten wie Timur Bartels, Detlef Soost oder Désirée Nick einen Vorteil.“

Kuske bleibt Realist: Eine zweite Karriere als Eistänzer werde er nicht anstreben, aber in der ersten Runde will er nicht gleich K.o. gehen.

Von Peter Stein

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