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Sportbuzzer Potsdamer Wasserballer verpassen erste Medaille
Sportbuzzer Potsdamer Wasserballer verpassen erste Medaille
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09:43 07.05.2018
Matteo Dufour (r.) sah gegen Duisburg „Rot“. Quelle: Sandra Seifert
Potsdam

Matteo Dufour schlurfte mit hängendem Kopf durch die Schwimmhalle des „blu“ in Potsdam. Der Italiener vom Wasserball-Bundesligisten OSC Potsdam wollte eigentlich gar nicht reden. Dann presste er am Sonntagnachmittag doch ein gequältes „da war nichts“ hervor. Dufour hatte zuvor im kleinen Finale um den deutschen Wasserball-Pokal im zweiten Viertel eine Rote Karte gesehen. Wegen eines vermeintlichen Stoßes gegen einen Spieler vom ASC Duisburg. „Ich habe noch nie in meinem Leben jemanden geschlagen“, schwor der 27-Jährige.

Drei starke Viertel

Die Szene war einer der Knackpunkte bei der Potsdamer 12:15 (6:4, 3:2, 2:3, 1:6)-Niederlage. „Das war der Genickbruch“, schimpfte der Sportliche Leiter André Laube, der in der Situation eher eine unabsichtliche Aktion des Gegners gesehen habe. „Das kann so eine junge Mannschaft wie unsere nicht kompensieren.“ Dabei verkaufte sich Potsdam vor rund 500 Zuschauern lange gut. „Wir haben drei Viertel super gespielt“, lobte OSC-Trainer Alexander Tchigir. Der einstige Weltklasse-Torhüter stand mit seinem Team im 25. Jahr nach der Gründung des Potsdamer Wasserballs kurz vor der Krönung. Neben zahlreichen Nachwuchsmeisterschaften fehlt noch eine Medaille bei den Herren. „Wir haben dem Gegner leichte Tore gestattet und vorne die Chancen zu einfach vergeben“, sagte Tchigir.

Zeitstrafe für Torwart Dragan Kolesko

Sein Team führte zwischenzeitlich mit 10:6, kassierte aber kurz vor Ende des dritten Viertels in Unterzahl das 11:9. Dann grassierte die Nervosität im Duell der Halbfinalverlierer Potsdam (5:18 gegen Pokalsieger Hannover) und Duisburg (3:19 gegen Spandau). Zahlreiche Unterbrechungen konnten die aufgeheizte Stimmung nicht beruhigen, zumal sich der Potsdamer Max Kössler einen Nasenbeinbruch zuzog. Insgesamt kassierte Potsdam 14 Zeitstrafen, Duisburg 18. Potsdams Torwart Dragan Kolesko fing sich im letzten Viertel eine Zeitstrafe, in der Duisburg zum 11:11 ausglich. Als der OSC beim 11:12 erstmals in Rückstand geriet, brach das OSC-Team zusammen. Ohne Duffour sowie die wegen drei Fehlern ausgeschlossenen Reiko Zech und Erik Miers hatte der Ausrichter des Final Four keine Chance mehr.

Ansteckende Aufregung

„Wir haben uns von der Aufregung anstecken lassen, waren nicht mehr konzentriert“, bedauerte Potsdams Hannes Schulz. Der Nationalspieler kauerte einsam in einer Ecke der Halle und ließ das Spiel noch einmal Revue passieren. „Es war hitzig, aber nicht unfair“, sagte Schulz und gab zu: „Das tut weh, das sitzt noch eine Woche in den Knochen.“ Allzu lange grämen dürfen sich die Potsdamer aber nicht. In zwei Wochen haben sie noch eine Medaillenchance. In der Meisterschaft treffen Potsdam und Duisburg in der best-of-three-Serie um die Bronzemedaille erneut aufeinander.

Von Ronny Müller

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