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Sportbuzzer Hanka Kupfernagel kehrt zurück in die Kiebitzberge
Sportbuzzer Hanka Kupfernagel kehrt zurück in die Kiebitzberge
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17:53 09.01.2019
Zwei Jahre nach dem Karriereende wieder am DM-Start: Hanka Kupfernagel. Quelle: Foto: Marcel Hilger
Kleinmachnow

In Dörtendorf, einem 200-Einwohner-Örtchen bei Zeulenroda in Thüringen, haben sie schon einen Berg nach ihr benannt. Der Hanka-Berg ist Start- und Zielort einer Etappe der Thüringen-Rundfahrt für Frauen, die Hanka Kupfernagel 1999 gewinnen konnte. Bevor dort in diesem Sommer das 20-jährige Jubiläum mit der Protagonistin gefeiert wird, steigt die 44-Jährige am Samstag bei den Deutschen Meisterschaften im Radcross in Kleinmachnow noch mal auf den schmalen Rennsattel.

„Als mir Cheforganisator Walter Röseler vor einem Jahr davon erzählte, dass er die Deutschen Meisterschaften im Radcross wieder in Kleinmachnow ausrichten wird, habe ich ihm gesagt, da müsste ich ja glatt wieder anfangen“, erzählt die ehemalige Weltmeisterin, die ihre Karriere 2016 offiziell beendet hatte. „Das war natürlich mehr aus Spaß gemeint. Aber Herr Röseler nahm mich beim Wort und irgendwann 2018 hat es mich auch wieder gepackt, kam die Leidenschaft für den Radsport zurück.“

Rückkehr aus Leidenschaft für den Radsport

Das war beim Comeback der Deutschland-Tour der Radprofis im August. Hanka Kupfernagel war in die Organisation eingebunden, saß während der Etappen als Regulator auf dem Motorrad und sorgte mit für einen reibungslosen Ablauf. „Die Menschenmassen an der Straße und die Nähe zum Peloton haben mich begeistert. Ich war fasziniert, welche Radsport-Euphorie in Deutschland entfacht werden kann. Ab diesem Zeitpunkt habe ich wieder öfter auf dem Rennrad gesessen und ein bisschen trainiert. Und nun werde ich halt bei den Deutschen Meisterschaften am Start stehen.“

Dieser „Rückfall“ – Hanka Kupfernagel: „Das ist kein Comeback“ – kommt nicht von ungefähr. „Ich war im Radsport 25 Jahre lang in allen Metiers zu Hause, bin auf der Bahn und auf der Straße gefahren. Aber der Cross war immer meine Lieblingsdisziplin. Das habe ich besonders gemocht. Und richtig Crossfahren habe ich unter anderem in den Kiebitzbergen in Kleinmachnow gelernt, damals in der Zeit, als ich in Berlin wohnte“, so die gebürtige Thüringerin. Viermal (2000 bei der Premiere für Frauen, 2001, 2005 und 2008) wurde sie Weltmeisterin im Cross, dazu kamen zwölf Titel bei Deutschen Meisterschaften im Cross – unter anderem 2005 und 2012 in Kleinmachnow sowie zuletzt 2014 in Döhlau. Außerdem gewann sie 2000 bei den Olympischen Spielen in Sydney Silber im Straßenrennen. 2007 wurde sie Weltmeisterin im Zeitfahren auf der Straße in Stuttgart. Bereits als Juniorin war Hanka Kupfernagel dreimal Weltmeisterin auf der Bahn. Insgesamt gewann sie 18 Medaillen bei Welttitelkämpfen und 35 Mal den deutschen Meistertitel auf der Bahn, der Straße, im Cross und auf dem Mountainbike.

Titel Nummer 36 nicht im Visier

Nummer 36 strebe sie am Wochenende allerdings nicht an. „So vermessen bin ich nicht. Ich fahre da aus Spaß mit. Weil ich vorher keine Deutschland-Cup-Rennen bestritten habe, muss ich aus den hinteren Startreihen beginnen. Aber ich freue mich, wenn ich dem Veranstalter helfen kann, unseren tollen Sport zu präsentieren. Ich hoffe, dass möglichst viele Zuschauer an die Strecke kommen. Ich will zeigen, dass man auch jenseits der 40 noch gute Leistungen bringen kann, wenn man gesund lebt. Und ich bin, glaube ich, da nicht die älteste Starterin im Frauenfeld. Bei den Masters will ich noch nicht starten. Als ich das erste Cross-Training bestritten habe, spürte ich sehr schnell, dass die Abläufe noch da sind. Nur die hohen Intensitäten haben sich bemerkbar gemacht.“

Hanka Kupfernagel, die heute abwechselnd bei Freiburg/Breisgau und auf Mallorca lebt, wird viel in Sachen Radsport gebucht, gibt Vorträge und Kurse. Auch 2019 möchte sie wieder bei der Deutschland-Tour der Radprofis in der Organisation dabei sein – und auf dem Hanka-Berg bei der Ladies-Tour in Thüringen sowieso. Die spektakuläre Düne in den Kleinmachnower Kiebitzbergen ist vielleicht auch so ein Hanka-Berg.

Von Peter Stein

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