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Sportbuzzer Simon Geschke und Sebastian Brendel haben Motivation für mehr
Sportbuzzer Simon Geschke und Sebastian Brendel haben Motivation für mehr
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17:51 15.11.2018
Simon Geschke bei seinem legendären Tour-Etappensieg 2015. Quelle: dpa
Berlin

Was für eine fast kindliche Freude bei Simon Geschke. Wie im Teenie-Alter kurbelt er derzeit mit dem Mountainbike beim Elternbesuch auf seiner Hausrunde um den Liepnitzsee bei Wandlitz (Barnim), wo er aufgewachsen ist und unter der Regie seines Vaters Jürgen – „Tutti“ Geschke ist als mehrfacher Weltmeister im Sprint eine DDR-Bahnradsportlegende – erste Radsport-Erfahrungen sammelte. „Seit Montag bin ich wieder im Training“, berichtete Geschke Junior, der am Mittwochabend mit Kanu-Olympiasieger Sebastian Brendel Gast bei „Talk unterm Turm“ vom Potsdamer Moderator Dirk Thiele in den Berliner Rathauspassagen war.

5000 Kilokalorien am Tag verbraucht

Der dreifache Olympiasieger im Canadier, Sebastian Brendel aus Potsdam. Quelle: dpa-Zentralbild

Der paddelnde Hüne und der radelnde Floh fanden schnell eine Wellenlänge – zum Beispiel beim Essen. 5000 Kilokalorien verbrauchen sie an einem Tag. „Bei der Tour de France bist du nur am Essen“, berichtete Geschke. „Da gibt es schon zum Frühstück Pasta und Reis, obwohl ich eigentlich Müsli bevorzuge. Während der Etappe führe ich mir ständig Riegel und Gels mit viel Zucker zu und sobald ich im Ziel bin, geht es weiter.“ Damit verbrennt er beim Sport genauso viele Kilokalorien wie Brendel und muss dementsprechend futtern, obwohl er mit 62 Kilo 30 Kilo weniger wiegt und einen ganzen Kopf kleiner ist als der 1,92 Meter Recke. Auch der König auf dem Wasser hat bei vier Trainingseinheiten am Tag seinen „Verbrennungsmotor“ ständig am Laufen, selbst vor dem Schlafengehen treibe ihn der Hunger mitunter zum Kühlschrank. Allerdings beschränke er sich auf Müsli oder Joghurt.

4000 Kilometer mit dem Rad im Monat

Und noch einmal machte eine das Publikum beeindruckende vierstellige Zahl als gemeinsame Schnittmenge die Runde. Während der Potsdamer im Canadier etwa 4000 Kilometer jährlich auf dem Wasser zurücklegt, schafft das Geschke mit dem Rad in einem Monat während der Hochsaison. Während der König auf dem Wasser mittlerweile drei Olympiasiege und zehn WM-Titel vorweisen kann, gilt Geschke als idealer Wasserträger, war etwa bei der Tour treuester Helfer seines Team-Kapitäns Tom Dumoulin. Nach zehn Jahren beim deutschen Profiteam Sunweb beziehungsweise seinen Vorgängern wechselt Geschke nun zum Team CCC (ehemals BMC), dahinter verbirgt sich ein polnischer Schuhfabrikant. „Die haben sogar einen Laden am Alexanderplatz“, berichtete er. „Ich wollte einfach noch mal was anderes probieren. Mit 32 Jahren ist das der richtige Zeitpunkt. In meiner alten Mannschaft fehlte zuletzt etwas die Wertschätzung. Die Vertragsgespräche zogen sich hin, da hat mein Manager die Angebote sondiert.“

Der Bart bleibt dran

Geschke, der vor drei Jahren eine Bergetappe bei der Tour de France nach einem spektakulären 50-Kilometer-Soloritt gewann, hofft in der neuen Mannschaft, zu der auch Olympiasieger und Paris-Roubaix-Triumphator Greg van Avermaet (Belgien) gehört, auf mehr Freiheiten. „Aber natürlich musst du auch die Form haben, um auf eigene Kappe fahren zu können“, sagt der in Freiburg (Breisgau) lebende Profi, der von seinem Markenzeichen, dem Rauschebart, nicht lassen wird. „Ohne Bart würde ich mich sehr nackt fühlen“, bekräftigte Geschke und fasste sich instinktiv ans zugewachsene Kinn.

Dann gab es noch ein kleines Amüsement zwischen Linkshänder Geschke und Linkspaddler Brendel – „mein Trainer hat mir das damals empfohlen, inzwischen ist alles ein bisschen krumm und linkslastig bei mir.“ Während Brendel in Potsdam meist mit dem Fahrrad zum Training unterwegs ist, dürfte es für Geschke, der auf Abfahrten auch mal über 100 km/h schnell ist und auf schmalen Reifen balanciert, schwer sein, sich im Renn-Canadier zu halten. „Den Kasten Bier bei der Wette gewinne ich fast immer“, scherzte Brendel.

Von Peter Stein

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