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Sportbuzzer Maximilian Levy sprintet zu WM-Bronze
Sportbuzzer Maximilian Levy sprintet zu WM-Bronze
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18:38 02.03.2018
Maximilian Levy Quelle: foto: dpa
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Apeldoorn

Dass er sich am Ende noch überspurten lassen musste, konnte er verschmerzen. Bahnradsprinter Maximilian Levy aus Cottbus war nach dem Gewinn der Bronze-Medaille im Keirin bei den Weltmeisterschaften in Apeldoorn/Niederlande trotzdem happy. „Dieser zehnten WM-Medaille bin ich ganz schön lange hinterhergefahren“, gestand der 30-Jährige am Freitag und erinnerte dabei gleich an eine seiner schmerzhaftesten Stunden.

Denn 2014 bei der WM in Cali/Kolumbien hatte er zunächst Silber im Teamsprint gewonnen und war dann im Keirin-Finale gestürzt, brach sich das Schlüsselbein. Eine lange Leidensgeschichte begann mit mehreren Operation, weiteren Stürzen und Brüchen. Erst im Herbst des Vorjahres hatte sich Levy auf das Podium zurückgekämpft, war auf seiner Wohnzimmerpiste, dem Berliner Velodrom, Europameister im Keirin geworden. „Ich wusste von Anfang an, dass ich in dieser Disziplin die größten Chancen habe. Das war mein Tag X. Darauf habe ich seit über einem Jahr hingearbeitet. Es hat sich gelohnt“, meinte der Lausitzer, der nun viermal Gold, dreimal Silber und dreimal Bronze bei seiner zehnten WM-Teilnahme seit 2006 gewonnen hat.

Keine Harakiri-Entscheidung

Der dreimalige Olympia-Medaillengewinner (Silber und Bronze 2012, Bronze 2008) hatte in Apeldoorn zuvor mit dem Team im Sprint Rang fünf belegt. „Das war ein knappes Ding. Ein Zehntel hat gefehlt und wir hätten auch um Silber fahren können“, meinte Levy, der seinen Bronze-Coup mit seinen Liebsten feiern konnte. Denn Ehefrau Madeleine sowie die beiden Töchter Tessa (5) und Mila (2) waren auch dabei.

Im Kreise der Familie will Levy, der sich nach der WM einer OP im Sitzbereich unterziehen muss, entscheiden, wie es weitergeht. „Jetzt brauche ich ein bisschen Erholung, dann werde ich in aller Ruhe überlegen. Jetzt eine Entscheidung zu fällen, wäre Harakiri. Da hängen zu viele Emotionen dran“, sagte Brandenburgs schnellster Radfahrer. Olympia 2020 scheint noch weit weg.

Von Peter Stein

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