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Sportbuzzer Ramona Kühne mit geglücktem Comeback
Sportbuzzer Ramona Kühne mit geglücktem Comeback
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15:42 02.08.2015
Ramona Kühne (r.) besiegt Doris Köhler. Quelle: Fotos: Benjamin Feller
Potsdam

Die rechte Hand steckte im Eimer, der zur Kühlung mit Eiswürfeln gefüllt war. Aber das konnte Ramona Kühne diesen Abend nicht verderben, sie war total happy. Brandenburgs Box-Queen meldete sich nach einer 16- monatigen Zwangspause inklusive Kreuzbandriss im Knie eindrucksvoll zurück. Am Samstagabend feierte die 35-Jährige in der Potsdamer Metropolis-Halle vor 1000 begeisterten Zuschauern ein filmreifes Comeback.

Die Superfedergewichtlerin (bis 58,967 Kilogramm) beanspruchte im Duell mit der Österreicherin Doris Köhler von Beginn an die Hauptrolle. Gleich neben dem Vulkan des Filmparks explodierte die Rangsdorferin förmlich vor Kampfeslust und malträtierte ihre Gegnerin mit einem Feuerwerk ihrer starken Fäuste. „Ich hatte so viel Energie, so viel Lust wieder zu boxen“, sagte Ramona Kühne hinterher, während das Eis unter ihrer harten heißen Hand dahinschmolz. „Natürlich war ich auch aufgeregt, weil ich es besonders gut machen wollte. Aber ich wusste ja, die Österreicherin ist zäh, die lässt sich nicht so schnell unterkriegen.“ Die 31 Jahre alte Wienerin, die zu Falcos 1980er Jahre Rock-Klassiker „Vienna Calling“ einmarschiert war, blieb über acht Runden eine echte Herausforderung, spielte im Filmpark mehr als eine Nebenrolle.

Unter dem Motto „Boxing meets Movie“ stand der von der Agentur „Twilight“ veranstaltete Box-Abend Samstagnacht in der Metropolis-Halle im Filmpark Babelsberg. Hauptkampf wawar das Comeback von Profiboxerin Ramona Kühne aus Rangsdorf. Aber auch einige andere Kämpfe waren sehenswert.

Cut am Auge bei der Österreicherin Doris Köhler

Dabei hatte sie schon in der 3. Runde nach einem unabsichtlichen Kopfstoß im Clinch mit der Deutschen einen Cut am rechten Auge erlitten, färbte sich ihr blondes Haar bald rot vom Blut. Kein Action-Filmregisseur hätte es besser inszenieren können. Außerdem rutschte Doris Köhler auf ihren abgewetzten Boxstiefeln eher wie auf bestens gewachsten Skiern üben den blauen Ringboden. „Österreicher können eben gut Ski fahren“, witzelte Ramonas Ehemann und Trainer Stephan Kühne.

Er war voll des Lobes über seine Liebste. „Ramona hat das super gemacht. Mehr geht nicht. Ich bin sehr stolz auf sie. Denn nach 16 Monaten, das ist eine lange Zeit, so zurückzukommen, das ist einfach stark. Köhler war ein harter Brocken.“ Der „Vulkan“ Ramona Kühne, die ja eigentlich mit dem Kampfnamen „Wilder Drachen“ durch den Ring fegt, konnte die Österreicherin zwar nicht wie erhofft, auf den Ringboden schicken, aber gewann zweifelsfrei klar nach Punkten.

Eine Röntgen-Untersuchung der rechten Hand brachte Entwarnung. „Nichts gebrochen“, so Stephan Kühne. „Nur eine Prellung.“ Erleichtert gönnte sich das Paar am gestrigen Mittag ein Eis auf dem sonnigen Boulevard der Landeshauptstadt.

Ramona Kühne plant für den Herbst nächsten WM-Kampf

Der Trainer machte noch einmal deutlich, wie viel für seinen Schützling auf dem Spiel stand, obwohl es kein WM-Kampf war: „Hätte Ramona verloren, wäre sie ihren WBO-Titel losgewesen. Außerdem hätte das womöglich das Ende der Karriere bedeutet.“ Nun aber kann die Vorzeigedame aus dem Magdeburger SES-Boxstall für den Herbst nicht nur ihren 25. Profikampf ins Visier nehmen, sondern auch wieder ihren WM-Gürtel verteidigen.

Auch ohne dessen Goldglanz bot Ramona Kühne eine weltmeisterschaftsreife Ringshow. Kontrahentin Köhler trug ebenso dazu bei, weil sie weitaus stärker war als Kühnes vorherige WM-Herausforderinnen bei den letzten beiden Potsdamer Auftritten. „Ich bin wieder zurück“, frohlockte Ramona Kühne, die danach auch die Glückwünsche und Umarmungen von Vater Norbert und Mutter Brigitte entgegennahm, die am Ring mitgefiebert hatten. Nun freut sich Ramona Kühne erst mal auf den Urlaub an der Ostsee mit ihrem Stephan und den beiden Hunden.

Von Peter Stein

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