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Sportbuzzer Stallmeister Kröger: Der Hengst steht in der Ecke
Sportbuzzer Stallmeister Kröger: Der Hengst steht in der Ecke
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17:21 11.01.2019
So muss es sein: Stallmeister Hauke Kröger (r.) schaut nach dem Rechten. Quelle: foto: ANDREAS PANTEL
Neustadt (Dosse)

Hauke Kröger weiß, wo den Pferden der Huf drückt. Der Stallmeister beim CSI-Reitturnier in Neustadt (Dosse) ist von Anbeginn dabei. Schon bei der Premiere im Jahr 2000 stand er Turnierchef Herbert Ulonska zur Seite. Kröger arbeitet in dessen Hamburger Unternehmen als Immobilienverkäufer und hat auch ein Händchen für Pferde. Längst ist er da Experte, schließlich reitet auch seine Tochter Emmy Pauline. Die 16-Jährige konnte in den Nachwuchsprüfungen in Neustadt bereits überzeugen. „Natürlich bin ich dann dabei und betreue sie“, sagt der Vater, der sich ansonsten als Stallmeister quasi rund um die Uhr um das Wohl der Pferde bei dem Turnier kümmert.

Riesiger Fuhrpark

„Am meisten zu tun gibt es bei der Anreise. Wenn 120 bis 130 Lkw mit 300 bis 400 Pferden in Neustadt eintreffen, dann wird es eng. Es können nur immer zwei, drei Lkw gleichzeitig ihre Pferde ausladen. Dann müssen sie schnell wieder weg. Manche kommen auch erst mitten in der Nacht“, erzählt der 39-Jährige, der aber im Laufe der Jahre gelernt hat, worauf es ankommt. „Mittlerweile sind wir ein eingespieltes Team. Da weiß jeder, was zu machen ist. Das macht dann auch Spaß, wenn man sich aufeinander verlassen kann.“

Aufgrund der Nennungen legt Kröger meist schon im Voraus den Stallplan fest. Dank jahrelanger Erfahrung weiß er, welcher Reiter wie tickt, welcher Schwede zum Beispiel mit welchem Holländer kann. Immerhin 14 Nationen sind beim Turnier vertreten. Die mobilen Boxen für die Pferde, die in Zelten stehen, werden von einer Spezialfirma aus Verden (Niedersaschen) angeliefert. „Ein Hengst kommt immer in die Eckbox, damit er nur einen Nachbarn hat, einen Wallach. Den Hengst sollte man nie neben eine Stute stellen, das funktioniert nicht“, weiß Kröger. Die Unterstellmöglichkeiten werden vom Veranstalter eingestreut, ansonsten kümmern sich die Reiter mit ihren Pflegern selbst um Futter und die Sauberkeit.

Unterbringung in mobilen Boxen

Die mobilen Boxen werden mit Heizungen versehen. „Unter null Grad stellen wir sie an“, berichtet der Stallmeister. „Wir hatten hier in der Vergangenheit auch schon mal 20 Grad minus. Das ist im Zelt was anderes als im festen Stall. Da sind uns die ausgelegten Wasserschläuche ständig eingefroren. Deshalb half uns die Feuerwehr und verteilte Wassertonnen“, erinnert er an ein Extrem. „Natürlich ist das Wetter Anfang Januar immer ein Thema. Aber darauf müssen sich alle einrichten. Wir hatten so viel Regen, da mussten Entwässerungsgräben gezogen werden, mehrere Tonnen Späne extra angeliefert werden. Dass Pferde im Wasser stehen, geht gar nicht, sie sind unser wichtigstes Kapital, ihnen muss es gut gehen“, nennt Kröger des Stallmeisters Maxime, der mit seiner Familie im Wohnmobil schläft. „Da bin ich jederzeit erreichbar und notfalls sofort im Stall.“ Seine spätere Ehefrau Nicole hat er übrigens beim CSI in Neustadt kennengelernt.

Neustadt ist schon was Besonderes“, findet Kröger nicht nur deshalb selbst bei der 19. Auflage. Die Turniertage seien von früh bis spät arbeitsreich, „aber Party feiern können wir hier abends auch“.

Von Peter Stein

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