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Sportbuzzer Rennfahrer als nette Jungs - Vettel vorsichtig optimistisch
Sportbuzzer Rennfahrer als nette Jungs - Vettel vorsichtig optimistisch
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11:10 22.03.2018
Weltmeister Lewis Hamilton (l) wird unter anderem von Sebastian Vettel im Ferrari herausgefordert. Quelle: Rick Rycroft
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Melbourne

Mit seinem neuen Kurzhaarschnitt wirkte Sebastian Vettel kämpferisch, vor dem Saisonauftakt der Formel 1 hielt sich der Herausforderer mit Ansagen an die Konkurrenz aber zurück.

"Wir haben alle Gründe, zuversichtlich zu sein, zu diesem Zeitpunkt weißt du aber nicht, wo die anderen stehen", sagte der Ferrari-Star bei der Pressekonferenz zum Großen Preis von Australien. "Deswegen macht es keinen Sinn zu sagen: Wir zerblasen die anderen."

Die meisten der anderen saßen mit ihm auf dem Podium. In der Mitte hatte Titelverteidiger Lewis Hamilton von Mercedes als Letzter Platz genommen, daneben der australische Lokalmatador Daniel Ricciardo von Red Bull. Es wurde mal gescherzt, mal gab es Komplimente für den jeweiligen Sitznachbarn. Hamilton verriet, dass Pfannkuchen seine größte Schwäche sind. Inhaltlich Gehaltvolles gab es eher weniger.

Von dem, was die Fans erwarten dürfen in dieser Saison, war im Fahrerlager von Melbourne einen Tag vor dem ersten Freien Training in diesem Jahr noch wenig zu spüren, selbst wenn Hamilton nach dem Anhören der neuen Formel-1-Hymne meinte: "Hat mich an Gladiators erinnert. Wir sind also die neuen Gladiatoren."

Nicht mal Attacke-Fahrer Max Verstappen wagte eine echte Kampfansage, als er wenig später bei herrlichem Sonnenschein und Temperaturen von 26 Grad vor der Red-Bull-Box plauderte. "Ich bin sehr neutral", sagte der 20 Jahre alte Niederländer. Er könne jetzt viel erzählen. "Wir haben ein ziemlich starkes Auto, wir müssen aber sehen, wie gut das Gesamtpaket ist", meinte er.

Ein bisschen Geduld ist noch gefragt. Spätestens nach der Qualifikation am Samstag (7.00 Uhr MEZ) wird klarer sein, wie stark Hamiltons neuer Silberpfeil ist, nachdem Mercedes noch keine schnelle Ernstfall-Runde getestet hat. Der Ehrgeiz des Briten ist jedenfalls ungebremst. "Ich hoffe nicht", antwortete er auf die Frage, ob er vergangenes Jahr bereits die Spitze seiner Leistungsfähigkeit erreicht habe.

"Das Ziel dieses Jahr ist, noch beständiger während der Saison zu sein als vergangenes Jahr", meinte Hamilton. 2017 hatte er neun Rennen gewonnen und die Anzahl seiner Pole Positions auf 72 - vier mehr als der bis dahin gültige Rekord von Michael Schumacher - geschraubt. Eine weitere alleinige Bestmarke könnte er schon an diesem Wochenende aufstellen: Gewinnt Hamilton von der Pole, wäre es das 41. Mal in seiner Karriere. Im Moment teilt er sich den Rekord noch mit Schumacher.

Solche Zahlen interessieren Hamilton und Vettel jetzt aber weniger als das Geschehen auf der Strecke. "Es wird ein aufregendes Jahr für die Formel-1-Fans", kündigte Hamilton angesichts des Duells der viermaligen Weltmeister an. Für Spannung in Melbourne könnte nach Ansicht des Briten aber vor allem Ricciardo sorgen. "Daniel hat so viel gegrinst, die Leute könnten meinen, er sei überrascht, wie stark Red Bull sein wird." Er hoffe sehr, dass Hamilton recht habe und "wir um die WM mitkämpfen können", meinte Ricciardo.

Mehr als freundliches Geplänkel war es nicht. Auch der neue Kosename für Vettels Rennwagen ließ keine größeren Interpretationen zu. Loria heißt der Nachfolger von Eva, Margherita und Gina. Gloria war Vettel wohl zu gewagt.

Das Problem: Die Fahrer können die Leistungsstärke des eigenen Wagens mehr oder weniger einschätzen, die der Konkurrenz aber kaum. Und was sie wissen, verraten sie nicht vor dem Rennen an diesem Sonntag (7.10 Uhr). "Ich hab' einen Masterplan für 2018", meinte Vettel, neuerdings mit ausrasierten Haaren bis zum Stirnansatz: "Der liegt aber in meinem Raum. Und euch werd' ich ihn nicht erzählen."

dpa

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