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Sportbuzzer Beste Talente werden nach Frankfurt delegiert
Sportbuzzer Beste Talente werden nach Frankfurt delegiert
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18:14 13.11.2018
Sebastian Nehls (r.) tritt mit dem 1. Luckenwalder SC in der Regionalliga Mitteldeutschland an. Quelle: Foto: Frank Neßler
Luckenwalde

Es ist ein Abschied ohne Tränen – die sind vor drei Jahren geflossen: Der Luckenwalder SC (LSC) verliert am Jahresende den Status als Bundesstützpunkt der Freistilringer. Die Brandenburger Elite in dieser Stilart wird künftig in Frankfurt (Oder) zu Hause sein und dem dortigen Bundesstützpunkt der Klassiker (griechisch-römischer Stil) zugeschlagen. In Zeiten knapper Gelder hat der Deutsche Olympische Sportbund zur Bündelung der Kräfte gemahnt.

„Wir haben diesen Schritt begrüßt“, sagt Jörn Levermann, Präsident des LSC. „Wir werden künftig unsere besten Talente delegieren.“ Levermann , der heute 62 Jahre alt wird und Referent für Leistungssport beim Landessportbund ist, hat zwölf Jahre als Trainer in der Grenzstadt verbracht. „Die Bedingungen sind dort für alle Kampfsportarten top.“

Rolle rückwärts

Die Maßnahme ist eine Rolle rückwärts. Einst waren beide Stilarten sowohl an der Oder als auch an der Nuthe zu Hause. 2001 erfolgte die Konzentration auf je eine Stilart. Ein gelungenes Experiment. Anderswo im Osten brachen die Leistungsstützpunkte überall weg, der LSC dagegen feierte zusammen mit den Klassikern aus Frankfurt (Oder) Erfolge in der Bundesliga. Der LSC legte sich einen breiten Sponsorenpool zu, als Aufsichtsratschef fungierte bis 2008 mit Reinhardt Töpel, Spediteur aus Nunsdorf (Teltow-Fläming), ein Cleverle.

In der 1994 errichteten Fläminghalle gab es rauschende Bundesliga-Abende. Wenn der russische Weltmeister Alexej Glushkov, Kriminalkommissar aus Moskau, in LSC-Reihen die Gegner aufs Kreuz legte oder der aus Neuseddin stammende Erik Hahn, Olympiavierter von 1996, mit seinen Ausheber-Varianten die Kontrahenten durch die Luft fliegen ließ, bebte die Halle. Der LSC wurde 1996 deutscher Meister und viermal Zweiter. Spitzenathleten strichen pro Saison bis 20 000 Euro ein. Als die Gelder knapper wurden, deutsche Kämpfer abwanderten und interne Querelen auftraten, war vor knapp drei Jahren Schluss im Oberhaus.

Talente und Haudegen auf der Matte

Dennoch lebt die Sportart in der Stadt, wo 1897 erstmals gerungen wurde und die SG Dynamo Luckenwalde zu DDR-Zeiten mit 21 Titeln Rekordmeister war, fröhlich weiter. Levermann übernahm das Zepter, in der Oberliga gab es einen Neubeginn. Jetzt ist die Truppe Dritter in der Regionalliga und oft sind 300 Zuschauer dabei. Neben Talenten gehen auch Haudegen wie Norman Pickut, Dennis Nowka und Andreas Zabel, die das 40. Lebensjahr bereits überschritten haben, auf die Matte. Martin Obst wurde vor einigen Monaten Vize-Europameister, in diesen Tagen greift Ilja Matuhin bei der U 23-WM in Bukarest nach einer Medaille.

Lust am Ringen ist ungebrochen

„Wir wollen uns als kleiner, feiner Leistungsstandort herausbilden“, sagt Levermann. „Wir betreiben Basisarbeit, möchten den klassischen Bereich wieder aufbauen und Mädchen als Aktive gewinnen.“

Die Lust am Ringen ist am Rande des Flämings ungebrochen. 70 Ringer haben sich im Nachwuchs etabliert, das Sportinternat mit 25 Plätzen ist geblieben, und es wurde ein Integrationsprojekt mit zwölf jungen geflüchteten Athleten etabliert. Mit dem Wegfall als Bundesstützpunkt wird den Luckenwaldern künftig eine fünfstellige Summe fehlen. Der Verein hofft auf die Unterstützung von Sportministerium, Landessportbund, Kreis und Stadt, damit der Verlust aufgefangen wird.

Von Detlef Braune

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