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Sportbuzzer Rasanter Zuwachs: Mittelfristig 10 000 Mitglieder
Sportbuzzer Rasanter Zuwachs: Mittelfristig 10 000 Mitglieder
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17:04 11.01.2019
Führt seit 2006 den SC Potsdam: Torsten Bork. Quelle: Foto: Gartenschläger
Potsdam

Mit 5200 Mitgliedern ist der SC Potsdam der größte Sportverein in Brandenburg. In über 30 Sportarten von A wie Aerobic und Aikempo über Bobsport, Behindertensport, Gymnastik, Leichtathletik, Turnen und Volleyball bis Z wie Zumba wird im Verein Leistungssport, aber vor allem Breiten- und Nachwuchssport betrieben. Torsten Bork führt den Verein als Präsident seit 2006. Der 53 Jahre alte Familienvater aus Wilhelmshorst, der seit September 2018 Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Lausitz GmbH ist, spricht über die neu geschaffenen hauptamtlichen Strukturen beim SC Potsdam, dessen Ziele und Projekte.

Seit Ihrem Amtsantritt hat sich die Mitgliederzahl des Vereins mehr als verdoppelt. Worauf führen Sie das zurück?

Torsten Bork: Das liegt einerseits an einer wachsenden Stadt und andererseits an den guten Ideen, die der Verein hat. Wir sind mutig und offen für neue Dinge, dadurch haben wir Zulauf. Sport ist den Menschen wichtig, das ist Ausdruck von Lebensqualität.

Nun hat der Verein einen hauptamtlichen Vorstand. Warum?

Die Mitgliederversammlung hat das beschlossen. Wir sind der Meinung, so ein Großverein braucht professionelle Strukturen. Wir hatten ja auch bisher einen hauptamtlichen Geschäftsführer in Peter Rieger. Nun gibt es einen hauptamtlichen Vorstand, der im Auftrag des von den Mitgliedern gewählten Präsidiums handelt. Vorstand für Sportentwicklung und Vorstandsvorsitzender ist Peter Rieger, als kaufmännischer Vorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender fungiert Oliver Lunow. Einen Kommunikationsvorstand werden wir noch bestimmen. Ein Verein mit über 5000 Mitgliedern lässt sich nicht mehr nur ehrenamtlich führen, das muss man professionell managen.

Wohin geht die Entwicklung?

Allein durch unsere neu vereinbarte Kooperation mit der Fitness-Kette „Ladies first“ werden wir auf einen Schlag 1500 neue Mitglieder haben. Wir rechnen mittelfristig mit 8000 bis 10 000 Mitgliedern. Das ist eine ganz andere Liga. Potsdam ist eine wachsende Stadt und wir wachsen mit. Deshalb engagieren wir uns ja auch verstärkt im Norden der Stadt. Wir wollen ein Verein für alle sein, auch ins Umland ausstrahlen. Das betrifft nicht nur die Potsdamer Ortsteile, sondern auch Teltow, Kleinmachnow und Stahnsdorf. Deshalb können wir nicht nur im Kirchsteigfeld oder im Luftschiffhafen präsent sein. Die Schwimmschule ist unser Anker im Potsdamer Norden. Nun wollen wir auch drumherum die Angebote erweitern, wenn hoffentlich bald die entsprechenden Turnhallen und Sportplätze vorhanden sind. Da nehmen wir die Stadt in die Pflicht. Wir bleiben dabei in unserer Ausrichtung, sowohl Angebote für den Leistungssport als auch für den Breitensport zu schaffen. Darüber hinaus verweise ich auf das soziale Engagement. Unser „Porta Sport- und Kulturfestival“ ist ein wahrer Besuchermagnet für tausende Gäste. Ich könnte mir vorstellen, mit Hasso Plattner ein Kultur- und Sommerfest auch in Bornstedt zu veranstalten. Wir sind ein Verein für die ganze Familie.

Gibt es beim SC Potsdam Wartelisten oder kann jeder, der Sport treiben will, seinen Interessen nachgehen?

Auch wir haben Wartelisten zum Beispiel im Fußball, Kinderturnen oder in der Leichtathletik. Das liegt hauptsächlich an fehlenden Hallenzeiten und Übungsleitern. Wir begrüßen grundsätzlich jede Art, sich sportlich zu betätigen. Deshalb haben bei uns auch Sportarten wie Floorball eine eigene Abteilung. Wir bereiten auch eine Abteilung für E-Sports vor.

Hat der Verein genug Übungsleiter und Trainer für eine fachkundige Betreuung der Sportler?

Auch wir suchen dringend Übungsleiter und Trainer. Das Ehrenamt braucht mehr gesellschaftliche Anerkennung. Grundsätzlich muss ich sagen: Wir haben sehr engagierte Trainer und Übungsleiter, denen geht es nicht um das Geld. Sie sind einfach sportverrückt. Das muss aber entsprechend gewürdigt werden.

Bisweilen entsteht der Eindruck, der SC Potsdam ist vor allem ein Volleyball-Verein. Wie sehen Sie das?

Alle im Verein sind stolz darauf, was die Mannschaft in der Bundesliga erreicht hat. Wir spielen jetzt das zehnte Jahr in der ersten Liga. Ich finde es toll, wenn viele Vereinsmitglieder mitfiebern. Das ist sicher unser Flaggschiff, aber der SC Potsdam ist weit mehr. Wir haben zum Beispiel auch international erfolgreiche Leichtathleten, Para-Schwimmer oder Bobsportler.

Was hat es mit der SC Potsdam Card auf sich?

Darüber bekommen unsere Mitglieder Rabatte zum Beispiel beim Einkauf bei unseren Partnern und Sponsoren.

Noch ein kurzer Ausblick auf das Jahr 2019. Welche Höhepunkte bereitet der Verein vor?

Am 13. Februar richten wir das 3. Internationale Kugelstoß-Meeting in der MBS-Arena mit Weltklasse-Athleten aus. Das ebenso spektakuläre Stabhochsprung-Meeting findet nicht mehr im Stern-Center, sondern im September auf dem Dach des Stern-Centers statt. Das nächste Porta Sport-und Kulturfestival ist ebenso für September vorgesehen.

Von Peter Stein

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