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Sportmix Abstiegskampf-Rhetorik beim RSV
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18:12 17.03.2017
Denis Toroman betreut das RSV-Team seit zwei Spielen. Quelle: O. Schwandt
Stahnsdorf

Es ist Abstiegskampf-Rhetorik. Doch Denis Toroman vermittelt glaubhaft, dass er nicht am Erfolg seiner Mission zweifelt. Der neue Trainer des Basketball-Zweitligisten RSV Eintracht Stahnsdorf hat noch sechs Spiele in den Playdowns Zeit, um den ersten Abstieg nach zehn Jahren Pro B zu verhindern. „Wir haben definitiv eine Chance, haben noch alles in der Hand“, sagt der 34-Jährige vor dem Playdownstart Samstag (19.30 Uhr) bei Citybasket Recklinghausen. „Ich glaube an das Team, sonst hätte ich den Job nicht übernommen.“

Große Energie in der Mannschaft

Toroman hat Rückenwind von den ersten beiden Partien unter seiner Regie. Nach der Trennung von Thomas Roijakkers zwang der RSV den Spitzenreiter Bernau in die Verlängerung und gewann gegen Iserlohn. „Ich habe eine große Energie in der Mannschaft gespürt“, sagt der Kroate Toroman. Er habe taktisch nichts geändert, sondern an die Mentalität appelliert. „Ich habe den Jungs nur gesagt, sie sollen an sich glauben und kämpfen. Die Mannschaft hat die ganze Saison hart trainiert, der Lohn wird kommen.“

Schritt für Schritt

Dafür müssen wohl mindestens vier Siege aus den sechs Playdown­spielen her. Nur zwei Mannschaften können sich retten, zwei steigen ab. Itzehoe (20 Punkte) und Wolfenbüttel (18) haben die bessere Ausgangsposition gegenüber dem RSV Eintracht (14). Recklinghausen (8) wäre bereits mit einer Niederlage gegen den RSV abgestiegen. „Ich rechne nicht“, sagt Toroman über die bevorstehende Aufgabe. „Wir müssen Schritt für Schritt gehen.“

Euroleague mit Olimpija Ljubljana

So hielt er es auch in seiner elfjährigen Profikarriere, in der Toroman in Slowenien, Schweden, Österreich, Ungarn und der Slowakei spielte. 2002 trat er mit Kroatiens U20 bei der EM an. Sein größter Erfolg waren jedoch die Spiele in der Euroleague mit Olimpija Ljubljana. „Das war eine große Ehre.“ In Ungarn und der Slowakei wurde Toroman bester Spieler der Liga und mit seinen Teams Meister.

Vor vier Jahren beendete Toroman seine Profikarriere, um Trainer zu werden. Er arbeitete etwa beim BBC Köpenick und den Red Dragons Königs Wusterhausen. Im Sommer 2016 kam er als Assistent von Roijakkers zum RSV. Die Chance, als Chefcoach zu arbeiten, sei schneller gekommen als erwartet, sagt Toroman. Umso mehr ist er heiß, sie zu nutzen. Die Wortwahl dürfte ihm dabei ziemlich egal sein.

Von Ronny Müller

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