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Sportmix Akuter Nachwuchsmangel bei Basketball-Frauen
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00:33 30.03.2018
In Glienicke spielten Teams aus Königs Wusterhausen (rot), Rostock (orange), Falkensee, Rathenow und Glienicke beim Drei-gegen-Drei-Turnier. Quelle: foto: verein
Potsdam

Das Dilemma wurde im entscheidenden Finalspiel offensichtlich. 1:1-unentschieden stand es nach zwei Partien zwischen dem BBC Cottbus und der WSG Fürstenwalde in der Serie um die brandenburgische Basketball-Meisterschaft der Frauen. Hochspannung, der Kampf um jeden Ball und Energie bis zur letzten Sekunde schienen programmiert. Doch dann kam es gar nicht zum dritten Spiel der Finalserie. „Wir haben abgesagt und sind nicht hingefahren. Leider konnten wir nicht antreten, weil wir nicht genügend Spielerinnen an dem Tag hatten“, erklärte Thomas Gestewitz, Trainer der WSG, die Absage. Cottbus wurde demzufolge brandenburgischer Meister ohne gespielt zu haben.

Das Problem des Mangels an Spielerinnen ist ein Phänomen, das sich durch ganz Brandenburg zieht. In der abgelaufenen Saison gab es nur zwei Ligen im gesamten weiblichen Spielbetrieb: die Oberliga Damen mit fünf Teams und die Oberliga der Altersklasse U16 mit vier Mannschaften.

In der Altersklasse U14 wirkten die Mädchen der WSG Fürstenwalde bei den Jungs mit und die Mannschaften von Lok Bernau und dem RSV Eintracht Stahnsdorf/Kleinmachnow spielten im Berliner Basketballverband. Ebenfalls in Berlin starteten die U18 von Lok Bernau und des BBC Cottbus. „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir heranwachsende Mädchen ab 16 Jahren oder gar Frauen vergleichsweise spät für den doch technisch anspruchsvollen Sport begeistern können, ist gering. Wir müssen daher jetzt anfangen, die weibliche Basis im Minibereich zu vergrößern, damit in sechs bis acht Jahren deutlich mehr Damenteams im Spielbetrieb teilnehmen als heute“, sagt Rico Witschas, Präsident des Brandenburgischen Basketballverbandes.

Um dem Trend des Spielerinnendefizits entgegenzuwirken, hat der brandenburgische Basketballverband mit der Spielform Drei-gegen-Drei eine Alternative zum regulären Spielbetrieb geschaffen. Hier gibt es nicht wie üblich ein Fünf-gegen-Fünf auf zwei Körbe, sondern nur ein Drei-gegen-Drei auf einen Korb – ähnlich wie das Streetball, nur mit festen Regeln. „Ich persönlich sehe in der Disziplin Drei-gegen-Drei eine attraktive Möglichkeit für Vereine und Spielerinnen, überhaupt in einem Wettspielbetrieb teilnehmen zu können. Auf der anderen Seite ist diese Form aber auch für eine einzelne Spielerin interessant, da sie im Gegensatz zum klassischen Fünf-gegen-Fünf viel öfter den Ball hat und aktiv im Angriff oder in der Verteidigung gefordert wird“, meint BBV-Präsident Witschas. Zumal die Disziplin ab 2020 olympisch ist.

Vor kurzem fand das erste Turnier der neuen Spielform in Glienicke mit Teams aus Königs Wusterhausen, Falkensee, Rostock, Rathenow und Glienicke statt. Ein weiteres Event dieser Art ist im Mai in Königs Wusterhausen geplant. Auch in der kommenden Saison soll die Disziplin „3x3“ ein fester Bestandteil des Spielbetriebs im Brandenburger Basketballverband sein.

Von Maximilian Konrad

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