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Sportmix „Dann ist zu Hause Ruhe“
Sportbuzzer Sportmix „Dann ist zu Hause Ruhe“
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17:48 09.11.2017
Kuss im Ziel: Lena Schöneborn (l.) und Alexander Nobis. Quelle: Foto: dpa
Berlin

Es muss harmonisch zugehen in der Wohnung von Lena Schöneborn und Alexander Nobis in Berlin. Die beiden erfolgreichen Modernen Fünfkämpfer – sie Olympiasiegerin und siebenfache Weltmeisterin, er Staffelweltmeister – haben im September geheiratet.

Alle Diskussionen, die zwischen dem Wocheneinkauf und dem Wohnungsputz auftreten, können die beiden zudem beim gemeinsamen Training austragen. Mindestens einmal in der Woche fechten die beiden gegeneinander – um zu üben und um ein bisschen Dampf abzulassen. „Wir können jeden Streit auf der Planche (der Fechtbahn, Anm. d. Red.) ausfechten. Dann ist zu Hause Ruhe“, erzählte Lena Schöneborn am Mittwochabend bei der Gesprächsrunde „Talk unterm Turm“ in den Berliner Rathaus-Passagen.

Für beide Sportler ist das Duell mit dem Degen die liebste der fünf Sportarten neben dem Reiten, dem Schießen mit einer Laser-Pistole, dem Schwimmen und Laufen.

„Es ist schön, die Emotionen teilen zu können“

Und beide genießen die Zweisamkeit bei den Wettkämpfen. „Es ist schön, die Emotionen teilen zu können und wenn man jemanden hat, der im Ziel auf einen wartet und einen in den Arm nimmt – um gemeinsam zu jubeln oder um zu trösten“, sagt Schöneborn, die mit 34 Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften die mit Abstand erfolgreichste Athletin in der Geschichte des Modernen Fünfkampfes ist.

Doch trotz ihrer Medaillen und Siege kann sich auch Schöneborn finanziell nicht vollständig auf den Sport verlassen. Neben dem Training arbeitet die 31-Jährige nebenbei bei einer Berliner Marketingagentur: „Ich versuche, morgens zwei Disziplinen zu trainieren, fahre dann ins Büro und trainiere abends dann noch einmal“, erzählt Schöneborn.

Beide für Berlins Mannschaft des Jahres nominiert

Alexander Nobis hat gerade seinen Bachelor als Maschinenbauer gemacht und ist Berufssoldat bei der Bundeswehr. Dass der Moderne Fünfkampf kein Sport ist, der das große Geld einbringt, hat bei seiner Entscheidung nie eine Rolle gespielt. „Ich bin mit 12 Jahren zum Fünfkampf gekommen. Da hat man noch nicht an Geld oder Einschaltquoten gedacht“, sagt der 27-Jährige. Der in Blankenfelde-Mahlow aufgewachsene Sportler trainiert heute mit seiner Frau am Olympiastützpunkt in Berlin – und ist in diesem Jahr mit seiner Staffelpartnerin Annika Scheu für die Wahl zu Berlins Mannschaft des Jahres nominiert – genauso wie Lena Schöneborn mit ihrer Partnerin.

Als Mixed-Staffel wird das junge Ehepaar aber vorerst trotzdem nicht an den Start gehen – weil beide bereits sehr erfolgreiche Staffelpartner haben. „Und weil wir nicht die Ehe aufs Spiel setzen wollen“, erzählt Schöneborn – im Scherz natürlich.

Von Ansgar Nehls

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