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Sportmix Das Zaubermittel aus der Heimat
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19:15 27.01.2017
Fein säuberlich und nach Nummern sortiert aufgereiht: die Trikots der Seddiner im Garten von Ilsemarie Klein. Quelle: privat
Beelitz

Spricht man mit Ilsemarie Klein, kann man kaum glauben, dass sie am Sonntag ihren 80. Geburtstag feiert. Die rüstige Rentnerin ist beeindruckend fit. „Ich mache viel in Haus, Hof und Garten“, berichtet die seit 1955 in Beelitz wohnende Frau. Neben dem Werkeln auf dem eigenen Grundstück kümmert sie sich seit 2010 um die Spielkleidung der Fußballer des ESV Lok Seddin (Landesklasse West).

„Wie ich dazu kam, ist kurz und schnell erzählt“ meint Ilsemarie Klein. Ihre Enkelsöhne Lutz und Peter Losensky hätten sich als Kinder früh dem Fußball verschrieben und kickten im Nachwuchs der SG Blau-Weiß Beelitz. „Irgendwann kam in Beelitz die Frage auf, ob ich mich um die Wäsche der Jungs kümmern könnte, da ich als Rentnerin ja Zeit hätte. Da habe ich nicht lange überlegt und das gemacht.“ Im Sommer 2010 wechselte Enkel Lutz zur Männermannschaft nach Seddin und nahm die „Wäsche-Oma“ gleich mit. „Das ging nahtlos über“, sagt die Großmutter, die gelernte Fotografin ist und aufgrund des Berufs vor über 50 Jahren in die Spargelstadt kam und – wie sollte es anders sein – in der Nähe des Sportplatzes wohnt.

„Es auch hinhauen“

Mittlerweile kümmert sie sich in der siebten Saison um die schmutzigen Trikots, Hosen und Stutzen der Spieler von Trainer Uwe Majewski. Und auf sie ist immer Verlass. „Wenn ich sowas übernehme, dann muss es auch hinhauen“, unterstreicht Ilsemarie Klein. Sie habe zwar selbst nie aktiv in einem Verein Sport betrieben, sei aber schon immer mit dem Fußball verbunden gewesen. Ihr Mann spielte früher selbst in Beelitz. Sie war damals oft auf dem Sportplatz, unterstützte den Verein bei Arbeitseinsätzen. „Das ist doch selbstverständlich.“

Inzwischen ist sie nur sehr selten bei Spielen ihrer Enkel. Im Sommer wechselte Peter ebenfalls zur Lok und kickt dort in einem Team mit seinem Bruder. „Vom Fußball selbst habe ich aber überhaupt keine Ahnung“, erläutert sie lachend. „Ich bin glücklich, wenn sie erzählen, dass sie gewonnen haben.“

Nach den Spielen bringt Lutz die Schmutzwäsche vorbei, der dann schnell an den Kragen gegangen wird. „Das wird fast immer am gleichen Abend gemacht. Ich richte mir meine Zeit so ein. Wenn die Wäsche lange liegt, ist das doch nicht schön und der Dreck setzt sich ab. Ich hätte keine Ruhe, wenn die Sachen erstmal stehen bleiben würden“, betont Ilsemarie Klein. Im Sommer nutzt sie ihren großen Garten, um die Wäsche zu trocknen, im Winter den Boden. Mit Liga-, Pokal- und Testspielen ist sie im Jahr um die 40 Mal gefordert.

Trikots nach Nummern sortiert

Probleme beim Waschen der Sachen hat sie auch in der nasskalten Jahreszeit, wenn die Trikots und Stutzen vom Rasen der Brandenburger Sportplätze schon mal arg in Mitleidenschaft gezogen werden, nicht. Grundsätzlich habe sie jedes Kleidungsteil einmal in der Hand und weiche einzelne Stutzen gegebenenfalls vor dem Waschen in der Maschine ein. „Mit meinem Waschmittel hatte ich eigentlich noch nie Probleme. Das beziehe ich direkt vom Werk in meiner Heimat“, erklärt Ilsemarie Klein. Sie kommt gebürtig aus Prettin in Sachsen-Anhalt.

Nachdem die Wäsche, für die zwei Maschinen durchlaufen, getrocknet ist, geht es ans Zusammenlegen. Nach Nummern sortiert packt Ilsemarie Klein die Spielkleidung der Lok-Fußballer zurück in die Tasche. Die ESV-Kicker wissen das zu schätzen. „Für uns als Mannschaft ist das natürlich eine super Sache“, sagt Seddins Kapitän Francesco Tietz. „Wir bedanken uns auf diesem Weg für ganz herzlich für die Unterstützung in Sachen Textilpflege und wünschen ihr zum Geburtstag alles, alles Gute – vor allem viele weitere gesunde Jahre.“

Von Mirko Jablonowski

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