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Sportmix Down Under statt Dahmeland
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16:16 16.04.2019
Großer Auftritt: 2011 kämpfte Christoph Tetzner (oben rechts) im Bundesliga-Playoff-Viertelfinale mit der Basketball-Gemeinschaft Göttingen gegen die Skyliners Frankfurt ums Weiterkommen. Quelle: fotos: Frank Rumpenhorst/dpa, privat
Königs Wusterhausen

Natürlich ist diese Begegnung haften geblieben, das Duell mit einem der ganz großen des Sports: Bei einem Europacup-Spiel in Istanbul traf Christoph Tetzner in der Saison 2010/11 mit der BG Göttingen auf Allen Iverson, einen der hochdekoriertesten Stars der Basketballgeschichte. „Das war ein ganz besonderes Erlebnis“, sagt Tetzner, „gegen solch eine Ikone unseres Sportes zu spielen. Gegen jemanden, den man oft im Fernsehen bewundert. Der stand plötzlich mit dir auf dem gleichen Parkett.“ Nach mehr als zwanzig Jahren als Superstar in der NBA, der höchsten nordamerikanischen Profiliga, hatte der große Iverson noch ein Jahr bei Besiktas unter Vertrag gestanden – dem Gegner der BG Göttingen, mit der Tetzner in der Bundesliga und im Europapokal antrat.

Es hat viele ganz besondere Begegnungen gegeben in Tetzners langer Laufbahn als Basketballspieler, 16 Jahre davon als Berufssportler. Zu den besonderen Momenten gehörte auch der vergangene Sonnabend: Da beendete der 37-Jährige nach seinem letzten Einsatz für die Red Dragons Königs Wusterhausen seine illustre Laufbahn. Noch einmal hatte der Flügelspieler 31 Punkte und 19 Rebounds beigesteuert, am Ende feierte er mit den Roten Drachen vor 100 Zuschauern in der Paul-Dinter-Halle beim 87:47-Erfolg in der 1. Regionalliga Nord gegen Alba Berlin II den höchsten Sieg in dieser Spielzeit, die der Club auf Rang acht beendet.

KW-Kapitän Thomas Schoeps fand: „Das war ein Saisonabschluss nach Maß. Der Klassenerhalt war nie in Gefahr. Zwischenzeitlich sah es auch mal so aus, als könnten wir um Platz 5 oder 6 mitspielen. Sicher im Mittelfeld zu stehen, ist ein tolles Gefühl und ist ein gutes Zeichen für die nächste Saison.“ Nach der Partie folgten die emotionalen Verabschiedungen von US-Import Desmond Medder, der in eine professionelle nordamerikanische Liga unterhalb der NBA wechseln möchte, und eben Tetzner.

2017 war der Rechtshänder von der BG Zehlendorf nach Königs Wusterhausen gewechselt: Hier in der Dahme-Fläming-Region ließ der gebürtige Greifswalder nach mehr als zwanzig Jahren auf der großen Bühne seine Laufbahn ausklingen. Nachdem er zunächst Karate betrieben hatte und erst spät und durch einen Zufall – ein Geburtstagsgeschenk seiner Mutter, welches das Interesse weckte – zum Basketball gekommen war, startete der Zwei-Meter-Mann blitzartig durch. Nur wenige Jahre nach seinem Erstkontakt mit dem schnellen, körperlosen Sport stieg er bei seiner ersten Station im Männerbereich, dem TuS Lichterfelde Berlin (1998 bis 2002), in die 1. Bundesliga auf.

Es folgten unter anderem Engagements beim Mitteldeutschen BC (2002 bis 2004), BBC Bayreuth (2004 bis 2010), in Göttingen (2010/2011) sowie bei den Crailsheim Merlins (2011 bis 2015).

Drei Erstliga-Aufstiege feierte Tetzner (mit Lichterfelde 2000, Bayreuth 2010 und Crailsheim 2014) bei seiner nationalen Rundreise in Sachen Basketball, bei der er Körbe und Herzen eroberte. Beim Traditionsclub aus Bayreuth, einem der deutschen Topvereine, wird wegen Tetzners großer Beliebtheit seine damalige Trikotnummer 13 seit seinem Abschied nicht mehr vergeben – genauso wie in Zukunft bei den Roten Drachen der WSG Königs Wusterhausen. „Mit ihm geht nicht nur ein genialer Basketballer“, sagt Teammanager Andy Riebold, „sondern auch ein noch viel besserer Mensch.“

2012 hatte Christoph Tetzner, der 1989 mit seinen Eltern aus Mecklenburg-Vorpommern nach Berlin gezogen war, parallel zu seiner Laufbahn hauptberuflich bei einem Onlinehändler für Sportartikel zu arbeiten begonnen – und dann seine Karriere langsam ausklingen lassen. Nun ist endgültig Schluss. „Klar beendet man seine Laufbahn, die auch noch sehr lang war, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Man ist etwas wehmütig, weil es vorbei ist“, sagt Christoph Tetzner. „Andererseits hat man nun etwas mehr Freizeit und Freiheit, weil man nicht mehr Berufs- und Privatleben mit dem Sport koordinieren muss. Und die Knochen werden ja auch nicht jünger.“

Für Christoph Tetzner, der in der kommenden Woche seinen 38. Geburtstag feiert, beginnt nun ein neues Kapitel auf völlig unbekanntem und irgendwie doch vertrautem Terrain: Er wird im Sommer nach Australien auswandern, aber in Down Under vielleicht doch weiterhin vertrauten Boden unter den Füßen haben. „Ich mache in Kürze meinen Trainerschein und würde dort gerne bei einem Basketballverein arbeiten, vielleicht als Coach oder in einer anderen geeigneten Funktion.“ Down Under statt Dahmeland.

Von Lars Sittig

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