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Sportmix Historischer Triumph für den TC Großbeeren
Sportbuzzer Sportmix Historischer Triumph für den TC Großbeeren
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11:58 06.07.2018
Das Herren-40-Meisterteam des TC Großbeeren auf dem Centercourt des LTTC Rot-Weiß, eine der renommiertesten deutschen Arenen (v.l.): Robin Schönherr, Jens Weisse, Ulf Gorgas, Oliver Abt, Mario Matalla, Benjamin Bröder, Oliver Pintat, Lars Lempio und Frank Brand.
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Großbeeren

Den Schlussakt vollzogen sie in einem beeindruckenden Tennistempel. Die Tribünen des Steffi-Graf-Stadions im Berliner Stadtteil Grunewald reckten sich in den Himmel, als das Herren-40-Tennisteam des TC Rot-Weiß Großbeeren den entscheidenden Matchball verwandelte.

Die Equipe hatte sich mit einem Erfolg beim großen LTTC Rot-Weiß endgültig den berlin-brandenburgischen Meistertitel gesichert. „Das ist definitiv der größte Erfolg unserer Vereinsgeschichte“, sagt Clubchef Teja Greszkowiak stolz.

Ein geschichtsträchtiger Erfolg für den TC Rot-Weiß an einem der historisch wertvollsten Orte im deutschen Tennissport. Auf dem 7000 Zuschauer fassenden Centercourt des Lawn-Tennis-Turnier-Club Rot-Weiß wurde bis 2008 das Endspiel der German Open der Damen ausgetragen. Hier rang Steffi Graf 1986 im Finale Martina Navrátilová in zwei Sätzen nieder. Innerhalb von elf Jahren gewann Graf das Turnier neunmal. Sie ist damit die Rekordsiegerin der Veranstaltung.

Der Club aus dem Norden des Kreises Teltow-Fläming vollendete in der Berliner Arena einen langen Siegeszug. Das Team darf sich nach dem 5:4-Erfolg, ungeschlagen in ihrer Staffel in der höchsten Spielklasse des Tennisverbandes Berlin-Brandenburg, nun Verbandsmeister 2018 nennen.

Das ist bemerkenswert, denn nur sehr selten gelingt dies Mannschaften aus Brandenburg. Dort, wo Tennis vor der Wende nicht zu den geförderten Sportarten gehörte, haben es Teams auf höchster Ebene schwer, sich gegen die starken Vereine aus der Bundeshauptstadt durchzusetzen.

In Großbeeren aber, nur ein paar ordentliche Abschläge vom Süden Berlins entfernt, hat sich eine prominent besetzte Mannschaft gefunden. Nach der Neugründung 2007 startete die einen Marsch durch die Spielklassen. Cracks wie Robin Schönherr oder Mario Matalla belegen seit langem Positionen in der Deutschen Rangliste, auch der Rest der Mannschaft ist in hohen Leistungsklassen eingestuft. „Die können alle richtig Tennis spielen“, sagt Greszkowiak, der seit der Gründung des Vereins im Jahr 2004 an der Spitze steht.

In dieser Spielzeit gelang nun der große Coup – und es könnte noch weiter aufwärts gehen. Das Team bestreitet Relegationsspiele für einen erneuten Aufstieg. Bereits im vergangenen Sommer hatten sie in Großbeeren den Sprung in die nächsthöhere Liga der Altersklasse 40 gefeiert. Jugendwart, Mannschaftsbetreuer und Spieler Frank Brand: „Bereits am Ende der letzten Saison schien das Team, welches im Jahr 2007 in der untersten Spielklasse erstmals an den Start gegangen war, mit dem Erreichen der Meisterklasse am Ziel angekommen. Aber die Mannschaft hat eine klasse Saison gespielt und konnte deshalb spielstarke Berliner Kontrahenten wie den WR Neukölln, den TC Tiergarten, den BTTC Grün-Weiß, Sutos 1917 und Friedrichshain bezwingen.“ Benjamin Bröder, anfangs nur Coach, mittlerweile aktiver Spieler der Großbeerener Vertretung, sagt: „Der Spirit im Team war immer besonders, unabhängig welche Spieler in den einzelnen Jahren der Mannschaft zugehörig waren.“

Für das Meister-Ensemble steht nun das nächste Highlight auf dem Programm: Großbeeren bestreitet die Aufstiegsrunde zur Ostliga im September. Dort trifft die Mannschaft auf die Verbandsmeister der anderen ostdeutschen Bundesländer und kämpft um den Sprung in die zweithöchste deutsche Spielklasse im Herren-40-Bereich. Nicht mehr mitspielen, aber das Team unterstützen, wird Kapitän Ulf Gorgas: Er wurde auf der historischen roten Asche im Grunewald verabschiedet. „Wir sind sehr froh, dass die Verabschiedung unseres langjährigen Kapitäns einen solch würdigen Rahmen erhielt“, sagt Brand.

Von Lars Sittig

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