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Sportmix Lindow-Gransee-Coach Marks: „3. Platz ist drin“
Sportbuzzer Sportmix Lindow-Gransee-Coach Marks: „3. Platz ist drin“
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00:19 21.12.2017
Jan-Philipp Marks zeigt seinem Team die Richtung an. Quelle: Marius Böttcher
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Lindow/Gransee

Mit dem klaren 3:0-Heimsieg zum Saisonauftakt gegen den DJK Delbrück am 16. September begann bei den Zweitliga-Volleyballern des SV Lindow-Gransee auch eine neue Ära. Mit Jan-Philipp Marks steht ein neuer Mann an der Seitenlinie, der in der vergangenen Spielzeit noch selbst auf der Platte stand, aus gesundheitlichen Gründen jedoch nicht mehr mitwirken kann. Trotz seines jungen Alters von 25 Jahren nahm der 1,97 Meter-Hüne seine erste Station als Trainer gut an und spricht im Interview über die ersten Eindrücke, den schmalen Grat zwischen Kumpeltyp und Coach sowie die sportlichen Ziele im neuen Volleyball-Jahr.

Herr Marks, die Hinserie ist bis auf die Partie in Bocholt Anfang Januar vorüber. Wie schwer fiel ihnen der Sprung vom Feld auf die Trainerbank?

Es ist natürlich eine große Umstellung gewesen, ich stand dem Trainerjob auch immer kritisch gegenüber und muss zugeben, dass ich es mir leichter vorgestellt hatte. Die Jungs machen es mir aber recht einfach und hören auf mich, weshalb ich mich komplett respektiert fühle. Auch von Martin Pomerenke und Matthias Penk, die ja viel Erfahrung mitbringen, erhalte ich gutes Feedback. Ich bereite mich auf jedes Training akribisch vor, habe feste Strukturen und will eine gewisse Professionalität reinbringen.

Mit ihren erst 25 Jahren sind sie der jüngste Trainer der Liga. In der vergangenen Saison standen sie mit den meisten sogar selbst auf dem Feld. Wird ihnen dies manchmal zum Problem? Schließlich sind ja einige Spieler auch schon älter?

Richtig, wir waren letzte Saison noch Teamkollegen, verstehen uns alle blendend und sind sogar Freunde. Aber nein, ich kann das sehr gut trennen und würde das eine für das andere auch nie opfern wollen. Nach einer Partie wird natürlich auch mal ein Bier zusammen getrunken, aber ich bin nicht auf jeder Party dabei. Auch bei Auswärtsfahrten haben wir meist einen ruhigeren und einen lauteren Bus. Ich war schon als Spieler beim ruhigeren Teil dabei, das hat sich jetzt natürlich nicht geändert.

Elf Partien, wovon sieben gewonnen werden konnten, sind absolviert. Wie zufrieden sind Sie mit der sportlichen Situation?

Ich sehe uns absolut im Soll, die Niederlagen haben wir lediglich gegen Teams kassiert, die vor uns in der Tabelle stehen. Und dabei waren wir bis auf die Partien gegen Essen und Schüttorf auch nie wirklich schwach, sondern haben auch guten Volleyball gezeigt. Dagegen haben wir unsere Pflichtaufgaben immer souverän gelöst, hatten also weder nach oben noch nach unten richtige Ausreißer.

Sie kennen die Mannschaft mittlerweile bestens, als Spieler und als Trainer. Was sind die größten Stärken und wo sehen sie noch Nachholbedarf?

Wir sind schlagkräftig, kommen über unseren Aufschlag. Auch im Block agieren die Jungs gut. Außerdem sind wir dem Gegner physisch überlegen, was vielleicht mit unserer tollen Teamatmosphäre zusammenhängt. Wo es ab und an noch hapert, sind die Annahmen und die wenigen Lösungen im Angriff. Es fehlt dann das Repertoire und wir fallen phasenweise auseinander.

Nach der schweren Verletzung von Zuspieler Ole Schwerin gab es keinen Einbruch. Eine weitere Qualität?

Die Verletzung hat uns im Training limitiert und vielleicht ein paar Prozente genommen, im Spiel aber nicht zurückgesetzt. Matthias Penk macht auf der Position einen super Job. Trotzdem drücken wir die Daumen, dass Ole schnell zurückkehrt.

Auch wenn ihre Amtszeit erst ein paar Monate anhält, gab es schon ein echtes Highlight, was prägend war?

Der Auswärtssieg beim VCO Berlin, wobei es wegen unserer zahlreichen Fans ja fast ein Heimspiel war. Ich habe selbst jahrelang beim VCO gespielt, kannte daher viele Leute und es war schön, in die alte Halle zurückzukehren. Dass wir die Partie nach zweimaligem Rückstand noch drehen und 3:2 gewinnen, war toll.

Auf dem siebten Platz mit Tuchfühlung nach oben wird der Jahreswechsel nun begangen. Gibt es ein sportliches Ziel für den Rest der Saison?

Wenn alles gut läuft, ist der dritte Platz drin. Dazu muss der Start ins neue Jahr positiv verlaufen. Vor dem Spiel in Bocholt können wir nur einmal trainieren, weil die Halle erst am 3. Januar öffnet. Jetzt genießen wir aber die Zeit zum Durchatmen.

Von Marius Böttcher

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