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17:26 06.01.2019
Kai Buchmann will die Basketball-Abteilung von Babelsberg 03 erfolgreich dirigieren. Quelle: imago
Potsdam

Babelsberg 03 hat einen Coup gelandet. Es sind jedoch nicht die Regionalliga-Fußballer, die einen neuen Wunderstürmer präsentieren. Vielmehr kann sich die Basketball-Abteilung des Kiezclubs nun mit einem ehemaligen Bundesligatrainer brüsten. Der Verein hat Kai Buchmann verpflichtet, der seine Trainerkarriere beim RSV Eintracht Stahnsdorf begann und zuletzt in Chemnitz (2. Bundesliga ProA) und Crailsheim (Bundesliga) arbeitete. „Manchmal muss man sich auch einmal selbst ein Weihnachtsgeschenk machen“, teilte der Verein kürzlich mit: „Unser Geschenk ist ein absoluter Meilenstein in der noch jungen Basketball-Geschichte unseres Vereins SV Babelsberg 03.“ Die erste Herrenmannschaft spielt in der Landesliga, der siebten Liga. Daher überrascht der Wechsel Buchmanns aus der Bundesliga an die Basis. „Natürlich sind das sechs Schritte zurück“, räumt der 38-Jährige ein. „Aber in meiner persönlichen Entwicklung ist das ein Schritt nach vorne. Ich habe großen Respekt vor der Aufgabe.“

Jugendarbeit auf ganz hohem Niveau machen

Buchmann wird extern finanziert und wolle den Schwung des Namens Babelsberg 03 mitnehmen und sein sportliches Knowhow einbringen. „Vieles steckt noch in den Kinderschuhen, aber man muss ja irgendwo anfangen.“

Buchmann wolle den Basketball in Potsdam zusammen mit den Initiatoren Enrico Rhauda und Patrick Rapsch „richtig aufleben lassen. Wir wollen nachhaltig etwas aufbauen, wo etwas geboten wird“. Dazu wäre es förderlich, schnell aufzusteigen. Die Mannschaft, die ihre Heimspiele in der Halle an der Babelsberger Steinstraße austrägt, ist bei Saisonhalbzeit Vierter der Landesliga, ein sofortiger Aufstieg käme überraschend. „Wir wollen schnellstmöglich hoch, es muss aber nicht auf Teufel komm raus sein.“ Denn das Projekt ist auf viele Jahre angelegt. „Wir wollen Jugendarbeit auf ganz hohem Niveau machen. Wir verstehen uns als Verein für sehr attraktiven Basketball und nachhaltige Jugendarbeit.“

Potsdamer Powerhouse

So will Buchmann langfristig etwas aufbauen. „Das ist eine einmalige Chance. Wir wollen in zehn, zwölf Jahren ein richtiges Powerhouse sein. Wenn man gute Arbeit macht, kann man in wenigen Jahren in die Regionalliga kommen.“ Und damit müsse nicht unbedingt das Ende der Fahnenstange erreicht sein. „Potsdam hat das Potenzial für die ProA, aber das braucht Zeit.“

Als Konkurrenz zum USV Potsdam aus der 2. Regionalliga und dem RSV Eintracht Stahnsdorf aus der 1. Regionalliga sieht Buchmann Babelsberg 03 nicht. „Der USV Potsdam macht unter Steven Sticken hervorragende Arbeit und ist zurecht die Nummer eins in Potsdam. Wir wollen niemanden verdrängen, sondern uns parallel dazu entwickeln“, sagt Buchmann. „Auch der RSV macht tolle Arbeit.“

Verrückte Zeit bei Crailsheim Merlins

Beim RSV Eintracht hat Buchmann vor knapp 20 Jahren angefangen. Er hat dort den Nachwuchs aufgepäppelt und später die erste Mannschaft in der 2. Bundesliga ProB trainiert. Tim Schneider (Alba Berlin, Bundesliga) und Daniel Mixich (Baskets Paderborn, 2. Bundesliga ProA) gehören zu den Talenten, die Buchmann gefördert hat. 2013 wechselte er als Co-Trainer zum BV Chemnitz 99 und wurde dort 2014 Chefcoach. 2015 schloss er sich als Assistent den Crailsheim Merlins an – in der Annahme, in der ProA zu arbeiten. Nach dem Rückzug der Artland Dragons blieben die Baden-Württemberger aber in der Bundesliga. „Das war eine ganz verrückte Zeit.“ Buchmann arbeitete auf höchstem deutschen Niveau und kümmerte sich gleichzeitig um die Nachwuchsarbeit im Verein. Anfang Dezember verkündeten die Merlins Crailsheim nach dreieinhalb Jahren aber die Trennung, weil man sich im Nachwuchs neu ausrichten wolle: Buchmann habe „großen Anteil an der positiven Entwicklung der Merlins Teams in der JBBL und der NBBL in den letzten Jahren“, schrieb der Club.

Nun will Buchmann neu durchstarten. „Ich mache das schon 18 Jahre, habe in der ersten und zweiten Liga viel gelernt. Ich weiß, was funktioniert und was man besser machen kann.“ Babelsberg sei für ihn eine riesengroße Chance – trotz des vermeintlichen Rückschrittes. „Ich habe eine Vision, und die ist unheimlich motivierend.“

Von Ronny Müller

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