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18:29 11.05.2018
Kai Landvoigt mit dem Trikot aus seiner ersten Oberliga-Saison. Quelle: Verein
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Potsdam

Für Kai Landvoigt war das Ruderboot irgendwie vorbestimmt. Vater Jörg Landvoigt und dessen Zwillingsbruder Bernd wurden zusammen zweimal Olympiasieger im Zweier. Bernds Frau Viola wurde unter ihrem Mädchennamen Goretzki 1976 Olympiasiegerin im Achter. Und Kais Bruder Ike Landvoigt wurde 1995 Weltmeister im Achter.

Ruderboot zu wackelig

Kai Landvoigt war später oft dabei, wenn sein Vater Rudertalente trainierte. Und natürlich saß auch er irgendwann einmal aus Spaß im Ruderboot. „Aber ich habe mich nicht wohl gefühlt und bin nur im Kreis gefahren. Das war total wackelig. Außerdem hat mir der Teamgedanke gefehlt“, erzählt Kai Landvoigt.

Sportschule verpasst

Der Potsdamer probierte sich stattdessen von der ersten bis zur sechsten Klasse als Schwimmer. Den Sprung zur Sportschule schaffte er jedoch nicht. Er habe den Athletiktest nicht bestanden, erzählt der 39-Jährige, der als Anwalt in Berlin arbeitet. Später habe er sich im Karate und Badminton ausprobiert. Außerdem fuhr er ein Jahr Canadier. „Beim Kanu gab es zur Erwärmung immer Basketball. Das hat mir mehr Spaß gemacht“, erzählt Kai Landvoigt.

Begeistert vom Dream Team

So landete er Mitte der 90er Jahre bei den Basketballern des USV Potsdam. „Das Dream Team der USA hatte 1992 Olympia-Gold gewonnen und Deutschland war 1993 Europameister geworden. Das hat mich begeistert.“ Außerdem habe er sich zu einem Mannschaftssport hingezogen gefühlt. „Anfangs habe ich mit zwei Händen geworfen“, erzählt Kai Landvoigt mit einem Lächeln. „Aber ich bin schnell reingekommen. Ich konnte von Anfang an gut passen und hatte das Spielverständnis. Das Werfen kam dann nach und nach.“

Aufstiege mit dem RSV Eintracht

1999 absolvierte er sein erstes Oberligaspiel für den USV Potsdam. Schon ein Jahr später wechselte Landvoigt zum RSV Eintracht, wo er von 2000 bis 2007 in der ersten Mannschaft spielte und den Aufstieg in die 2. Bundesliga ProB schaffte. Allerdings steht nur ein Zweitligaspiel zu Buche. „Durch mein Jurastudium konnte ich nicht mehr so viel trainieren und habe eigentlich nur noch in der Zweiten gespielt.“ In der Reserve war Landvoigt bis 2013 eine Führungsfigur. „Einer der prägenden Spieler in unserer Vereinsgeschichte“, huldigt ihm der RSV.

Schöne Erinnerungen

„Ein Urgestein des Potsdamer Basketballs“, nennt ihn derweil der USV, zu dem Landvoigt 2013 zurückgekehrt war. 2017 gelang der Aufstieg in die 2. Regionalliga, den die Truppe kürzlich mit dem 3. Platz – dem besten Abschneiden der Vereinsgeschichte – krönte. Am letzten Spieltag wurde Kai Landvoigt verabschiedet. Als Geschenk gab es sein Trikot aus der allerersten Oberliga-Saison mit dem USV. „Da hängen viele schöne Erinnerungen dran.“ Künftig will Landvoigt nicht mehr im Ligabetrieb auflaufen, aber vielleicht an der einen oder anderen Trainingseinheit teilnehmen. Vielleicht findet der Familienvater ja doch noch Spaß am Rudern. „Ich bin total stolz auf meine Familie, ich weiß, wie hart der Sport ist.“ Wenn nicht, ist es aber auch nicht schlimm. Kai Landvoigt ist schließlich nicht der einzige familiäre Ausreißer. Cousine Sandra Landvoigt spielte einst für den SC Potsdam in der Volleyball-Bundesliga.

Von Ronny Müller

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