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Mehr Sport Ex-Potsdamer Reiko Zech muss Geduld haben
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17:27 25.01.2019
Centerverteidiger Reiko Zech spielte von 2015 bis 2018 für den OSC Potsdam. Quelle: Verein
Potsdam

Reiko Zech geht es wie einem Rennpferd in der Startbox. Der Wasserball-Nationalspieler ist 2018 vom OSC Potsdam zum deutschen Meister und Pokalsieger Waspo Hannover gewechselt. Doch wenn beide Vereine Samstagabend (19 Uhr, blu) aufeinandertreffen, wird der 23-Jährige fehlen. „Ich stehe voll im Training, ich bin total fit“, erzählt Zech. Aber die Ärzte haben ihm verboten, Wasserball zu spielen.

Grund: Zech plagt sich seit Juli mit den Folgen einer Thrombose, einem Blutgerinnsel im Bein. Die Wade schwoll stark an, Zech konnte nicht mehr auftreten. Möglich, dass sich das Blutgerinnsel beim Rückflug von der EM in Barcelona gebildet hat, aber das ist jetzt zweitrangig. Zech schaut nach vorne, er darf schwimmen, Bälle werfen und in den Kraftraum gehen. Nur eben nicht Wasserball spielen. Der Student der Wirtschaftswissenschaften er­hielt blutverdünnende Mittel und hat sie bis jetzt nicht absetzen dürfen. „Bekäme ich einen Schlag an den Kopf, was beim Wasserball ja mal passiert, könnte das eine Hirnblutung zur Folge haben“, erklärt Zech. Auch ein Ellbogentreffer in die Magengegend könnte fatal sein. „Ich fühle mich gut, habe keine Beschwerden, kann im Prinzip alles machen“, bekräftigt Zech, der jetzt in Hannover lebt. Nur auf das endgültige Okay der Ärzte wartet er noch, die Untersuchungen laufen weiter. „Ich hoffe, dass es zeitnah so weit ist. Ich bin natürlich enttäuscht und es juckt in den Fingern.“

Waspo hat geduld mit Zech

Gerne wäre er gegen seine ehemaligen Teamkameraden dabei gewesen, nun lernt er in Hannover für Klausuren. Doch bald will er seinem neuen Club beweisen, dass seine Verpflichtung richtig war. „Der Verein steht voll hinter mir“, sagt Zech. „Er kann eine Säule unseres Spiels werden“, lobt Trainer Karsten Seehafer den Zugang. Der bullige Centerverteidiger ist ungemein schnell und kann obendrein selbst die wichtige zentrale Angriffsposition einnehmen. Waspo gibt dem achtmaligen Auswahlspieler alle Zeit. „Das muss ärztlich abgeklärt sein“, betont Seehafer. Zech könnte Waspo-Kapitän Predrag Jokic (35) nachfolgen, er hat ähnliche Qualitäten wie der frühere Welt- und Europameister. „Ich gehe davon aus, dass es für Predrag die letzte Saison ist“, sagt der Coach und fügt hinzu: „Natürlich ist Reiko noch nicht auf Predrags Niveau. Aber seine Entwicklung ist super. Und wir haben Ge­duld.“

Von 2015 bis 2018 war Zech in Potsdam ausgebildet worden. In 65 Bundesligaspielen hat er 114 Tore erzielt. Auch ohne Zech ist der Tabellenführer aus Niedersachsen haushoher Favorit. Im Hinspiel unterlag die OSC-Mannschaft von Trainer Alexander Tchigir 6:19. Kapitän Hannes Schulz greift nach acht Wochen Pause wieder ins Geschehen ein. Fehlen wird allerdings Philipp Gottfried. Anfang November hatte er sich am Trommelfell verletzt. Nachdem sämtliche Behandlungen fehlschlugen, wurde er operiert.

Von Ronny Müller und Stefan Dinse

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