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Mehr Sport Potsdamer Gewichtheber Sebastian Schiweck fiebert Heimdebüt in der Bundesliga entgegen
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19:01 31.01.2019
Sebastian Schiweck trainiert dreimal pro Woche, vor Wettkampfhöhepunkten auch öfter. Quelle: Ronny Müller
Potsdam

Sebastian Schiweck musste fast drei Jahre warten. Der Gewichtheber des AC Potsdam fiebert seinem ersten Heimkampf in der Bundesliga am Samstag (17.30 Uhr, Haeckelstraße 74) gegen Blau-Weiß Schwedt entgegen. 2016 ist der Potsdamer mit seinem Verein in die Bundesliga aufgestiegen. Doch wenig später riss er sich beim Hallenfußball die linke Achillessehne. „Es ist besonders bitter, wenn man solange für die Bundesliga kämpft und dann nicht mitmachen kann“, sagt der 33-Jährige.

Seit 20 Jahren Gewichtheben

Schiweck stammt aus einer Gewichtheber-Familie. Vater, Bruder und Onkel ließen ihm keine andere Wahl. Seit seinem 13. Lebensjahr stemmt er beim AC Potsdam Gewichte. Er gehörte zur Junioren-Nationalmannschaft, nahm an der Europameisterschaft teil, war deutscher Jugendmeister und stieß einen deutschen Rekord. Trotzdem bezeichnet er den Aufstieg in die Bundesliga mit seinem Verein als seinen persönlich größten Erfolg. Nun kann er diesen endlich auskosten – wenn auch mit großer Verzögerung. Denn der Achillessehnenriss hat ihn weit zurückgeworfen. Nach fünf Monaten konnte er damals den Oberkörper wieder trainieren. Uneingeschränktes Training des Zweikampfes aus Reißen und Stoßen ist ihm erst seit September vergangenen Jahres wieder möglich. „Man braucht ein halbes bis ganzes Jahr, bis die Muskulatur wieder komplett da ist“, sagt der 61-Kilogramm-Athlet.

Ziel ist Bestleistung bei der deutschen Meisterschaft

Derzeit kann er im Reißen bis zu 85 Kilogramm auflegen lassen, im Stoßen bis zu 110 Kilo. Seine Bestleistung liegt allerdings bei 93 (Reißen) und 123 Kilogramm (Stoßen). Schiweck: „Ich bin noch nicht bei einhundert Prozent.“ Bis zur deutschen Meisterschaft Anfang Dezember in Obrigheim will er wieder topfit sein. „Wir arbeiten daran, dass ich dann 95 beziehungsweise 125 Kilo auflegen lassen kann.“ Das Stoßen ist seine Schokoladendisziplin. „Da kann man mehr durch Bein- und Rückenmuskulatur ausgleichen. Das Reißen ist technisch anspruchsvoller.“

Im Keller roch es nach Mett und Bockwurst

Vor zwei Wochen gab Schiweck bereits sein Bundesligadebüt für den ACP beim Kampf in Chemnitz. Am Samstag folgt die Premiere vor den heimischen Fans. Für den Volkswirt, der als Lobbyist für die deutsche Metallindustrie arbeitet, ist es auch die Wettkampf-Premiere im Trainingszentrum in der Haeckelstraße. Schiweck erinnert sich noch an den Keller im Brauhausbergbad, wo der AC bis vor zwei Jahren zuhause war. „Der Keller war klein und stickig. Es roch nach Mett und Bockwurst. Die Gegner sind ungern zu uns gekommen.“ Die neue Halle sei ein Fortschritt. „Hier steckt so viel Herzblut drin, wir wollen langfristig hierbleiben.“

Der Klassenerhalt wird wegen der Reduzierung der Bundesliga von 17 auf 9 Mannschaften schwer. Während andere Clubs auf Legionäre setzen, stellt Potsdam viele Eigengewächse auf. Doch auch die 2. Bundesliga wäre anspruchsvoll. „Dort gibt es viele Vereine, die so viele Punkte machen wie wir“, sagt Schiweck. „Trotzdem wäre ein späterer Wiederaufstieg nicht ausgeschlossen.“

Von Ronny Müller

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