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Sportmix Mit Heike Drechsler in der Weitsprunggrube
Sportbuzzer Sportmix Mit Heike Drechsler in der Weitsprunggrube
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18:56 10.08.2018
Weltstar Heike Drechsler (l.) und der Hohen Neuendorfer Willi Müller. Quelle: f.: privat
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Hohen Neuendorf

Der Name war Willi Müller ein Begriff, aber die Details, die seine Recherche über Heike Drechsler zutage förderte, überraschten ihn dann doch. „Dass sie ein großer Star war, ist ja bekannt: Aber dass Heike neben zwei Olympiasiegen so viele Medaillen bei Leichtathletik-Welt- und Europameisterschaften gewonnen hat, das wusste ich nicht“, erzählt er.

Der 19-Jährige vom SV Electronic Hohen Neuendorf im Landkreis Oberhavel hat viel zu erzählen in diesen Tagen: Von einer Flut von Eindrücken als Kampfrichter bei der Leichtathletik-EM, von völlig ungefilterten Emotionen der Athleten, vom hautnahen Kontakt mit den europäischen Sportstars und natürlich von seinem Job als Kampfrichter mit Heike Drechsler. „Mit ihr zusammenzuarbeiten ist nicht nur eine große Ehre“, berichtet der zukünftige Lehramtsstudent für Sport und Politische Bildung in Potsdam, „sondern macht auch viel Spaß. Sie ist sehr, sehr freundlich.“ Die 53-jährige Ex-Weitspringerin und Sprinterin muss auch in Berlin so manches Autogramm geben und für so manch ein Selfie lächeln – und harkt im sogenannten Team Grube den Sand in der Weitsprunganlage glatt.

Insgesamt sind rund 3000 Helfer im Einsatz beim größten Sportereignis in Deutschland des Jahres, rund 50 kommen aus Brandenburg. Rädchen, die den gewaltigen Mechanismus am Laufen halten. In Spitzenzeiten sind 120 Kampfrichter im sogenannten Inside im Einsatz. Insgesamt überwachen 400 deutsche und 70 internationale Unparteiische die Wettkämpfe. Ein Job mit dem typischen Berufsrisiko des Schiedsrichters, dessen Anwesenheit die Öffentlichkeit immer erst bemerkt, wenn es mal nicht läuft: Wie beim Ausfall der Weitsprung-Messtechnik inklusive einiger Verwirrung rund um die erzielten Weite (MAZ berichtete). Heike Drechsler stellte sich vor die Crew mit der Harke: „Unser Kampfrichterteam hat mit der ganzen Sache nichts zu tun. Wir haben unsere Arbeit gemacht. Das war alles korrekt“, sagte sie.

Begonnen hatte Müllers Weg ins Olympiastadion vor gut einem Jahr mit einem zweitägigen Sichtungslehrgang. „Da wurden wir in vielen theoretischen Dingen auf unsere Eignung geprüft“, berichtet er, „wir mussten beispielsweise Protokolle ausfüllen und einen Englischtest machen.“ Seit dem 3. August ist Müller, der eine Nachwuchsgruppe trainiert, nun im Einsatz. Am 13. August ist der Ausflug auf die große Bühne beendet. Als Entlohnung gibt es eine Tagespauschale von zwölf Euro, Unterkunft, Verpflegung – und eine Fülle von Erlebnissen: „Die Einsätze sind sehr interessant. Wir sind hautnah dabei. Am beeindruckendsten war bisher, den Zehnkampfsieg von Arthur Abele mitzuerleben, weil er ja während des Weitsprung-Wettbewerbes bei uns um Punkte gekämpft hat.“

Von Lars Sittig

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