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Olaf Dau ist dem Europameister auf der Spur

Handball Olaf Dau ist dem Europameister auf der Spur

Gemeinsam mit Ehefrau Britta reist der Vorsitzende des Handballclubs Neuruppin zur EM nach Kroatien, um die deutsche Nationalmannschaft bei ihrer Mission Titelverteidigung zu unterstützen. Bei Großveranstaltungen ist er oft dabei – und bei den Spielen der Berliner Füchse sowieso.

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Freuen sich auf die Europameisterschaft in Kroatien: Britta und Olaf Dau.

Quelle: Marius Böttcher

Neuruppin. Am heutigen Freitagabend startet mit der Partie zwischen Schweden und Island die Handball-Europameisterschaft in Kroatien. Mittendrin statt nur dabei: Olaf Dau. Der Vorsitzende des Handballclubs Neuruppin reist mit seiner Frau Britta und zwei weiteren befreundeten Paaren aus Berlin nach Zagreb, um die deutsche Auswahl bei der Mission Titelverteidigung zu unterstützen. Vom Flughafen Tegel heben die sechs Handballbegeisterten am Samstagmorgen in aller Früh Richtung kroatische Hauptstadt ab, schließlich steht das DHB-Team nur Stunden später auf der Platte und will gegen Montenegro die ersten zwei EM-Punkte sichern.

„Um 6.15 Uhr geht der Flieger, um 17.15 Uhr erfolgt der Anpfiff in der Arena Zagreb“, sagt der 46-Jährige, dem man anmerkt, dass die Vorfreude fast minütlich steigt. Das Auftaktmatch ist aber nur der Anfang: „Auch am Montag gegen Slowenien und am Mittwoch gegen Mazedonien werden wir dabei sein, wir haben bereits für alle Spiele Tickets.“ Neben dem sportlichen Aspekt freuen sich die sechs Weltenbummler aber auch auf etwas Kultur, wollen die 800 000-Einwohner-Metropole genau unter die Lupe nehmen. „Das gehört natürlich dazu, man lernt etwas Neues kennen“, so Dau, der in Neuruppin seine eigene Transportfirma besitzt und Sponsoring-Partner beim Handball-Bundesligisten Füchse Berlin ist.

Durch den Fanclub „Füchse Friends“, bei dem Olaf Dau stellvertretender Vorsitzender ist, kennen sich die drei Pärchen schon lange. Die nun anstehende Reise nach Osteuropa ist beileibe nicht der erste gemeinsame Trip. „Bei der letzten EM in Polen waren wir schon bei vielen Begegnungen mit deutscher Beteiligung, leider verpasste ich aber das Finale gegen Spanien wegen eines privaten Termins. Letztes Jahr nahmen wir auch die Weltmeisterschaft in Frankreich mit“, berichtet Dau, dessen Sohn Ole selbst beim HCN in der Verbandsliga spielt.

Auch mit dem Hauptstadtclub tourten die eingeschweißten Fans über den Kontinent, besuchten unter anderem die Europapokal-Partien in Nizza (Frankreich), Gyór (Ungarn) und Wien (Österreich). Die Spiele im „Fuchsbau“, wie die Max-Schmeling-Halle als Heimstätte liebevoll genannt wird, sind dagegen schon Routine geworden. Auch der HC Neuruppin profitiert von der Liebe Daus für den zweifachen Handball-Weltpokalsieger. Ende 2016 waren über einhundert HCN-Mitglieder beim Heimspiel der Füchse gegen Coburg, im März 2017 gab Youngster Christoph Reißky der D-Jugend der Fontanestädter eine Trainingseinheit. Und vor knapp zweieinhalb Wochen, am zweiten Weihnachtsfeiertag des letzten Jahres, waren über 80 Neuruppiner beim 23:23-Krimi im Derby gegen den SC Magdeburg vor Ort. „Das ist natürlich schön, dass man guten Kontakt pflegen kann. Wir haben für dieses Jahr auch ein Event mit den Füchsen in Neuruppin geplant“, verrät Olaf Dau.

Sein Fokus liegt nun aber erstmal auf der Kontinentalmeisterschaft, welche er für „ein hartes Turnier für die deutsche Mannschaft“ hält. Die drei Gruppenspiele hält er allesamt für schwere Auswärtsaufgaben und meint damit die Nähe der anderen Länder zu Kroatien. „Wir deutschen Fans werden wohl in jeder Partie in Unterzahl sein“, traut er den „Bad Boys“ (den Spitznamen erhielt das deutsche Team von den Medien im Laufe der EM 2016, weil der damalige Bundestrainer Dagus Sigurdsson die harte, aber nicht unfaire Spielweise seiner Mannschaft mit der der Basketballer der Detroit Pistons verglichen hatte) dennoch einiges zu: „Wenn sich das Team behaupten kann, ist das Halbfinale drin. Und dort ist schließlich alles möglich, auch wenn Dänemark und Kroatien meine Favoriten sind.“ Nach der Gruppenphase kehrt er für eine Woche heim, um zu den Finalspielen wieder nach Zagreb, wo auch das Finale stattfindet, zu fliegen. „Im besten Falle dann sogar mit deutscher Beteiligung“, hofft Olaf Dau.

Von Marius Böttcher

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