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Sportmix René Rose verlängert Vertrag
Sportbuzzer Sportmix René Rose verlängert Vertrag
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10:35 08.12.2018
René Rose (r.) hat seinen Vertrag beim Ludwigsfelder HC verlängert – auch Steffen Knaak (l.) gehört seit Langem zu den festen Größen im Team. Quelle: foto: Julius Frick
Ludwigsfelde

Es war ein bunter Mix aus guten Gründen, der am Ende für den Fortbestand sportlichen Inventars in der Stadtsporthalle sorgte. „Handball spielen macht mir einfach immer noch Spaß, ich bin nach meiner Knie-Operation auch wieder fit, deshalb mache ich weiter“, sagt René Rose (36), der Kapitän des Ludwigsfelder HC.

Mit dem Verbleib des Kapitäns hat der Club bereits vor der Weihnachtspause eine Schlüsselpersonalie geklärt: Rose ist nicht nur das dienstälteste Urgestein im Team, sondern auch Führungsspieler und Identifikationsfigur für die Fans. Für ein weiteres Jahr im Trikot seines Heimatvereins hatte bei Roses Abwägungsprozess auch das Gemeinschaftserlebnis mit den Fans in der „Stadtsporthölle“ gesprochen: „Unsere Heimspiele sind immer noch etwas ganz Besonderes“, sagt Rose, „wegen des Publikums und der Atmosphäre.“ Dazu kommen sportlich reizvolle Partien in der Handball-Oberliga Ostsee-Spree – beispielsweise Duelle mit dem Bad Doberaner SV, der am Sonnabend wieder einmal in der Autobauerstadt gastiert (Start: 18.30 Uhr).

Das Team von der Ostseeküste gehört zu den Traditionsvereinen der Liga – seit dem Abstieg aus der dritthöchsten Spielklasse (2011) spielte der SV 90 ununterbrochen in der OOS. In der ewigen Tabelle (siehe Infokasten) liegt das Ensemble auf Rang vier (8 Spielzeiten, 213:173 Punkte). Der LHC, der als einzige Vertretung alle neun Spielzeiten absolvierte, ist Zweiter (255:183) von insgesamt 30 Mannschaften.

Immer dabei: René Rose, der seine sportliche Laufbahn (von einem Jahr Unterbrechung abgesehen) beim LHC verbracht hat und wie sein Club zur Gründungsmasse der vierthöchsten deutschen Spielklasse im Nordosten gehört und bereits in den Regionalligajahren 2005 bis 2007 im Kader stand. In einer ewigen Tabelle des Clubs dürfte der Rechtshänder eine Top-Platzierung einnehmen. „Das die Vertragsverlängerung eines Herzstücks dieser Mannschaft sehr wichtig ist“, sagt LHC-Trainerin Nicole Klante, „kann glaube ich jeder nachvollziehen. Das gibt der Mannschaft sicherlich Stabilität.“

Ein Stützpfeiler auf dem Feld, der auch unter gegnerischem Druck nicht wankt – ein wichtiges Element, gerade in der derzeitigen Saisonphase: Für den LHC (6./13:13 Punkte) geht es beim Duell gegen Bad Doberan auch darum, keinen Boden in der ungewöhnlich engen Tabelle der Liga zu verlieren. Zwischen dem Viertplatzierten (MTV Altlandsberg/13:13) und dem Tabellenletzten (SV Fortuna Neubrandenburg/7:19) liegen lediglich sechs Punkte Differenz. „Ich habe den Eindruck, dass die Leistungsstärke der Mannschaften hinter dem Spitzentrio etwas gesunken ist“, analysiert Rose, „das Niveau dafür aber ausgeglichener ist.“

Einer der Gründe: Die angespannte Personallage vieler Mannschaften. Der LHC muss in dieser Spielzeit ebenfalls erneut viele Ausfälle kompensieren. „Auch im Rückraum gibt es diverse Verletzte, wir müssen uns für die Zukunft dort besser aufstellen“, sagt Rose, „wir haben die Abgänge im vergangenen Sommer nicht adäquat ersetzen können. Bei Ausfällen ist unser Kader schnell sehr klein.“ Beim Ludwigsfelder Club laufen derzeit die Kaderplanungen für die Saison 2019/20 – Roses Vertragsverlängerung ist für manch einen ein wichtiges Signal. Der wuchtige, kampfstarke Rechtshänder setzt auch wegen der Balance zwischen Körper und Geist seine lange Karriere fort. „Ich brauche den Sport auch als Ausgleich für die Arbeit und um mich fit zu halten“, berichtet der Routinier, der als Luftfahrt-Ingenieur tätig ist, „ich gehe einfach gerne zum Training: Das ist nichts, wo ich denke: Mist, schon wieder eine Übungseinheit.“

Körperlich ist René Rose trotz seines für Handball-Verhältnisse fast schon biblischen Alters immer noch topfit: Eine Knie-Operation ist gut verlaufen und eine Schwellung des Gelenks, die Anfang der Saison eine Pause verursachte, abgeklungen. „Wegen der dünnen Personaldecke im Rückraum waren die Erholungsphasen etwas zu kurz“, sagt er, „das hat wohl die Reizung ausgelöst, aber das ist alles gut auskuriert. Ich freue mich auf das Spiel gegen Bad Doberan und in der Rückrunde vor allem auf die Derbys gegen die anderen Mannschaften aus Brandenburg: Werder, Altlandsberg, Grünheide und Cottbus.“ Der besondere Reiz der Lokalduelle – auch ein Grund für René Rose, noch ein Jahr länger auf der Platte zu stehen.

Von Lars Sittig

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