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Sportmix Spiel mit der Vergangenheit
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17:50 16.10.2018
Paul Twarz spielt am Freitag gegen den 1.VfL Potsdam, seinen Ex-Verein. Quelle: Julius Frick
Potsdam/Hildesheim

Den Ausflug, der Vergangenheit und Zukunft verknüpfte, hatte Paul Janis Twarz am Montagmorgen unternommen: Über den Bildschirm flimmerten Spielszenen seines Ex-Vereines 1. VfL Potsdam – es war der Auftakt zu einem ausführlichen Videostudium der Adler. Am Freitagabend wird für Twarz dann das Live-Erlebnis folgen: Der Torhüter tritt mit Eintracht Hildesheim in der dritten Handball-Liga Nord beim VfL an (MBS-Arena, Start 19 Uhr).

Für den 21 Jahre alten Keeper ist das Duell Tabellenfünfter (10:8 Punkte) gegen den Zweitplatzierten (12:2) eine zusätzlich spannungs- und emotionsgeladene Partie. „Natürlich ist es für mich ein ganz besonderes Spiel, meine besten Freunde leben in Potsdam“, sagt Twarz, der sich in Sachen Heimat in der Landeshauptstadt verortet, obwohl er in Cottbus seine ersten Lebenjahre verbracht hat. „Ich war acht Jahre an der Sportschule, habe beim VfL und in Werder gespielt und fühle mich in Potsdam zu Hause. Wann immer es möglich ist, pendele ich.“

Warum dann der Wechsel im Sommer 2017 zum damaligen Zweitliga-Aufsteiger aus der 100 000-Einwohnerstadt südlich von Hannover? „Ich wollte raus aus meiner Komfortzone, um mich weiterzuentwickeln und in der 2. Liga spielen zu können“, sagt Twarz, „und es war auch der richtige Schritt.“ Nun also Hildesheim, eines der Schwergewichte in einer qualitativ sehr austarierten Nordstaffel. „Sie haben als einzige Mannschaft erst zwei Minuspunkte“, sagt VfL-Trainer Daniel Deutsch, „und viele Spieler mit Erst- und Zweitligaerfahrung. Wahrscheinlich ist es im Moment die beste Mannschaft der Liga.“

Die Eintracht, mit 8300 Mitgliedern der zweitgrößte Sportverein Niedersachsens, war 2012 aus der ersten Bundesliga abgestiegen und hatte anschließend vier Jahre in der zweithöchsten Spielklasse verbracht. In der ewigen Tabelle der 2. Liga liegt die Eintracht auf Rang 17 (15 Spielzeiten). „Das Jahr in der 2. Liga war das erhoffte Abenteuer“, sagt Paul Twarz, „ich habe regelmäßig Einsatzzeiten bekommen, bin reifer geworden und habe in meiner persönlichen Entwicklung einen Schritt nach vorne gemacht.“

Die Eintracht hat sich nach dem Abstieg im vergangenen Sommer gut akklimatisiert, das Team erkämpfte auch dank Twarz zwischen den Pfosten bisher sechs Siege. Neben dem Handball-Engagement – trainiert wird zweimal täglich, außerdem fungiert Twarz außerdem als lizenzierter Nachwuchs-Torwarttrainer – studiert er Wirtschaftswissenschaften. Nach einem Jahr an der Uni in Hannover wird er die Ausbildung aus Zeitgründen als Fernstudium fortsetzen. „Wir haben viel Verletzungspech, aber eine junge, talentierte und hungrige Mannschaft“, sagt Twarz.

Beim Gegner VfL sucht man am Ende des ersten Saisondrittels nach Konstanz. Ob Trainer Deutsch gegen Hildesheim auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann, ist noch offen: Es droht der Ausfall der Rückraumspieler Dominik Steinbuch (Schulterprobleme) und Vincente Poveda (Infekt).

Twarz ist dagegen fit, vielleicht wird er in Potsdam einen kleinen Schritt im Aufstiegsrennen gehen können. „Ich hoffe natürlich, dass mein Jahr in der 2. Liga kein einmaliges Abenteuer bleibt. In erster Linie möchte ich aber mein Studium abschließen.“

Von Lars Sittig

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