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Sportmix Timo Vahlenkamp startet bei Mannschafts-EM
Sportbuzzer Sportmix Timo Vahlenkamp startet bei Mannschafts-EM
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18:00 06.07.2018
Timo Vahlenkamp ist eines der größten Golf-Talente Deutschlands und spielt seit eineinhalb Jahren für den Golfclub Stolper Heide. Quelle: DGV/Stebl
Stolpe

Einer von Timo Vahlenkamps Vorgängern war zwischenzeitlich sogar Mal die Nummer eins der Welt. 2005 holte sich Martin Kaymer, Deutschlands bester Golfer, bei der Mannschafts-Europameisterschaft Silber. 13 Jahre später will Vahlenkamp zumindest ein bisschen in die Fußstapfen seines Vorbilds treten. „Das Ziel ist auf jeden Fall, zu gewinnen. Es ist überhaupt erst das zweite Mal, dass eine EM in Deutschland ausgetragen wird. Ich bin guter Dinge, wir haben eine super Mannschaft“, erzählt der 20-Jährige vor der am Dienstag beginnenden Mannschafts-EM in Bad Saarow (Oder-Spree).

Vahlenkamp zählt zu den größten deutschen Golf-Talenten. Zweimal wurde er in der Jugend deutscher Meister, seit eineinhalb Jahren gehört er zur starken Trainingsgruppe von Gregor Tilch im Golfclub Stolper Heide (Oberhavel). Damals zog er aus seiner Heimat in Nordrhein-Westfalen in den Ortsteil von Hohen Neuendorf, rund 50 Meter vom Clubhaus entfernt. „Ich hatte in meinem alten Club nicht so die optimalen Bedingungen. Es bringt einen auf jeden Fall weiter, wenn man täglich jemanden dabei hat, mit dem man sich messen kann. Konkurrenzkampf ist wichtig, um sich weiterzuentwickeln“, sagt Vahlenkamp über die Trainingseinheiten mit seinem Nationalmannschaftskollegen Falko Hanisch, der ebenfalls in Stolpe an seiner künftigen Golf-Karriere arbeitet.

Ab Dienstag stehen beide an der Seite von Hurly Long, Marc Hammer, Jannik de Bruyn und Michael Hirmer im sechsköpfigen Nationalteam und kämpfen gegen 15 Teams um die Medaillen. Während Vahlenkamp forsch den Titel ins Visier nimmt, ist Bundestrainer Ulrich Eckhardt etwas zurückhaltender. „Ziel ist es, unter die ersten acht in der Qualifikation zu kommen“, sagt der Trainer. Die besten acht, das würde bedeuten, dass die Mannschaft ins Viertelfinale einzieht, das am Donnerstag steigt. „Die Mannschaft hat sich verändert, einige Leistungsträger sind in den Profibereich gewechselt. Wenn wir dann in der Matchplay-Phase alles abrufen können, sind wir durchaus in der Lage, den einen oder anderen Favoriten zu schlagen. Denn wir können auf starke Nachrücker aus dem Jugendbereich bauen.“

Damit ist auch Vahlenkamp gemeint, der allerdings noch viel Potenzial bei sich sieht. „Durch das Training mit Gregor Tilch habe ich inzwischen viel mehr Länge bei meinen Schlägen bekommen. Inzwischen bin ich bei 250 Metern beim Drive. Das ist aber auch gerade so das Minimum, das man schlagen sollte, gerade im Vergleich zu den Tour-Spielern, da ist man damit unterer Durchschnitt“, sagt Vahlenkamp. Wenn es gut läuft, will er künftig den Ball 260 oder sogar 270 Meter weit schlagen.

Am besten natürlich schon bei der Team-EM. Den Platz in Bad Saarow kennt er dabei gut. „Es ist ein Linkskurs, das ist für deutsche Plätze relativ ungewöhnlich. Ich habe schon zweimal ein Turnier darauf gespielt, einmal auch gewonnen“, erzählt der Sportsoldat. Linkskurse sind relativ offen und windanfällig, der von Golflegende Nick Faldo entworfene Platz gilt als einer der schönsten und zugleich schwierigsten in ganz Deutschland. Die Mannschaft ist schon am Mittwochabend nach Bad Saarow angereist, „um Teamspirit aufzubauen“, wie Vahlenkamp sagt.

Schon Anfang Juni hatten sie dort einen Vorbereitungslehrgang mit der Nationalmannschaft. Ein (Heim-)Vorteil? „Schwierig zu sagen, die anderen spielen natürlich auch Proberunden. Aber gerade Falko und ich haben den Platz schon öfter gespielt. Und natürlich ist es von Vorteil, wenn man die Zuschauer auf seiner Seite hat“, sagt Vahlenkamp. Er hat vor allem Rekordsieger England (elf Titel) als Konkurrent auf dem Zettel. „Sie sind sehr, sehr stark dieses Jahr, sie haben ein paar Spieler dabei, die schon viel erreicht haben“, meint Vahlenkamp. Gewonnen hat Deutschland im Übrigen noch nie. Auf dem heimischen Platz wäre eine gute Gelegenheit.

Von Stephan Henke

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