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Sportmix Veltener ist 24 Stunden auf den Rollen
Sportbuzzer Sportmix Veltener ist 24 Stunden auf den Rollen
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10:09 16.07.2018
Für das italienische Team „Qui Quo Quad“ (l.) war Klaus-Dieter Gutschmidt mit seinen Rollschuhen auf der Motorsport-Rennstrecke in Le Mans unterwegs. Quelle: privat
Velten/Le Mans

Eigentlich ist der legendäre „Circuit des 24 Heures“ in Le Mans den Motorsport-Boliden vorbehalten. 24 Stunden lang drehen sie hier, im Nordwesten Frankreichs, beim traditionellen Rennen ihre Runde. Auch Klaus-Dieter Gutschmidt war so lange auf dem Asphalt unterwegs. Unter seinen Füßen hatte er sogenannte Quadskates, also klassische Rollschuhe.

„Ich war zum ersten Mal dabei und es war wirklich eine besondere Atmosphäre, einfach sehr toll“, schwärmt der 63-Jährige nach seiner Rückkehr. Als einziger Deutscher im italienischen Team „Qui Quo Quad“ ging er in einem Staffelrennen mit über 300 anderen Teams an den Start. „Das waren zum größten Teil Inlineskater oder Longboarder“, berichtet der Veltener. Nur zehn Teams – unter anderen aus Dänemark, Frankreich und eben Italien – zogen die Quadskates mit ihren typischen vier Rollen an. Seine Mitstreiter hat er bei früheren Wettkämpfen kennengelernt. „Seitdem sind wir befreundet, sehen uns hin und wieder bei Wettkämpfen und halten über Facebook Kontakt“, sagt Gutschmidt. Die Einladung, nun im blauen Trikot bei diesem besonderen Event zu starten, habe ihn sehr geehrt, betont der Veltener. Dort sei der Rollschuhsport im Übrigen noch viel weiter verbreitet.

Schon als Kind schnallte sich Klaus-Dieter Gutschmidt die Rollschuhe unter. „Angefangen habe ich bei Empor Velten“, erinnert er sich. Rollschnelllauf hieß der Sport damals noch – und Gutschmidt schaffte es bis in die DDR-Nationalmannschaft, feierte mehrere nationale Meisterschaften. „20 Jahre war ich aktiv“, sagt er.

„Heute mache ich das nur noch hobbymäßig“, bemerkt der Athlet, der heute noch dem OSV 53 Oranienburg angehört. Auf dem Skateareal am Runge-Gymnasium trainiert er regelmäßig, noch lieber aber auf der rund 230 Kilometer langen Fläming-Skate im Süden Berlins. Zu den Highlights des Jahres zählt für Gutschmidt auch der Berlin-Marathon, den er dreimal bestritt und bei dem er im vorigen Jahr die Rollschuhwertung gewann.

In Le Mans fuhren die Teammitglieder abwechselnd je eine Runde. „Wir haben di Tortur durchgehalten“, sagt der Veltener nicht ohne Stolz. Eine Herausforderung, schließlich erreiche man in der rasanten Abfahrt schnell um die 50 Stundenkilometer. 623 Kilometer schaffte das Zehnerteam – Platz 68 im Gesamtfeld. „Beachtlich, denn die Inliner sind für gewöhnlich noch schneller unterwegs.“

Von Christoph Brandhorst

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