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Sportmix Eine Niederlage mit Folgen
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19:18 17.03.2019
Duell der Mittelblockerinnen: Potsdams Nia Grant (l.) kontra Leonie Schwertmann (Vilsbiburg). Quelle: Foto: Gerhard Pohl
Potsdam

Die Volleyballerinnen des SC Potsdam sind am Samstagabend denkbar knapp daran gescheitert, sich endgültig Platz vier in der Bundesliga-Hauptrunde und damit eine gute Ausgangsposition für das Playoff-Viertelfinale zu sichern. Der eine Punkt beim 2:3 (20:25, 25:14, 21:25, 25:22, 13:15) gegen den Verfolger Rote Raben Vilsbiburg war zu wenig. Denn angesichts des letzten Spieltages – der SC muss nächsten Samstag zum Tabellenführer Stuttgart – droht sogar noch ein Abrutschen auf Platz sechs. Das würde ein Playoff-Duell gegen Dresden bedeuten.

„Wir sind natürlich sehr enttäuscht“, bestätigte Natalie Wilczek. „Das letzte i-Tüpfelchen hat gefehlt.“ Die 19-jährige Mittelblockerinnen zählte noch zu den Besten beim SC, der wie ein Akkordeon spielte. Mal stand die Truppe zusammen, mal fiel sie völlig auseinander. Ein schöne Melodie kam nicht zustande, zu oft mischten sich schrille Töne dazwischen. Selbst Marta Drpa erwischte trotz 26 Punkten nicht ihren besten Tag, schmetterte einige Bälle ins Aus.

Happy End im Tiebreak bleibt aus

Im ersten Satz blieb Potsdam bis zum 20:21 dran, dann gelangen den Gästen vor 1241 Zuschauern in der MBS-Arena vier Punkte in Folge zum Satzgewinn. Im zweiten Durchgang hatten die Gastgeberinnen einen Flow, marschierten über 5:0 und 11:5 durch. Im dritten Satz kehrte wieder die Unsicherheit ein. Im vierten Abschnitt lag der SC 17:20 zurück, als Kapitän Anne Hölzig, die vor der Partie mit Magenproblemen zu kämpfen hatte, für die schwächelnde Antonia Stautz zurückkehrte. Beim 19:22 stand Natalie Wilczek am Aufschlag, der Vilsbiburgs Annahme unter Druck setzte, zudem funktionierte endlich der Block gegen die herausragende Channon Thompson (28 Punkte) und die Havelstädterinnen schafften den umjubelten Satzausgleich. Doch das Happy End im Tiebreak-Drama, das Platz vier gesichert hätte, gelang nicht mehr, weil zu viel Stückwerk im Spiel war. „Wenn wir wüssten, woran das gelegen hat, hätten wir es ja abgestellt“, rätselte Natalie Wilczek ob der verpassten großen Chance.

Keinen guten Tag erwischt

SC-Trainer Guillermo Naranjo Hernandez schaute auf die Statistik und dementierte: „Wir haben nicht zu viele Fehler gemacht, Vilsbiburg hat sogar mehr Fehler gemacht. Wir haben einfach keinen guten Tag erwischt. So etwas gibt es manchmal. Wir müssen weiter trainieren und arbeiten für die Zukunft.“ Auch der Spanier musste einräumen: „In Stuttgart zu punkten, wird sehr schwer für uns. Das ist eine komplizierte Aufgabe.“Sein Ex-Verein hat erst eine Saisonniederlage kassiert. Ein Fünkchen Hoffnung bleibt.

Interessant war das Statement, das Vilsbiburgs Kapitän Leonie Schwertmann abgab: „Wir haben den Sieg ein Stückchen mehr gewollt. Das gab am Ende den Ausschlag. Wir hätten auch 3:1 gewinnen können. Nun sind wir unserem Wunschziel Platz vier sehr nahe gekommen. Im Viertelfinale können wir gern wieder gegen Potsdam spielen.“ Gestern punkteten die Roten Raben noch mit 3:0 beim VC Olympia Berlin.

Von Peter Stein

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