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Weltmeisterin Stephanie Gaumnitz beendet Karriere

Radsport Weltmeisterin Stephanie Gaumnitz beendet Karriere

Einmal muss Schluss sein. Nach dem Teamzeitfahren bei den Rad-Weltmeisterschaften in Norwegen am Sonntag will die Cottbuserin Stephanie Gaumnitz – besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Pohl – das Rad an den Nagel hängen.

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Stephanie Gaumnitz und Ehemann Michael

Quelle: Foto: privat

Cottbus. Die 42 Kilometer beim Teamzeitfahren der Straßenradsport-Weltmeisterschaften am Sonntag in Bergen/Norwegen werden die letzten Rennkilometer in der Karriere von Stephanie Gaumnitz sein, besser bekannt unter ihrem Mädchennamen Pohl. Vor knapp zwei Monaten gab die 29-Jährige ihrem langjährigen Lebenspartner und Trainer Michael Gaumnitz das Ja-Wort und feierte auf Schloss Greifenhain bei Drebkau „eine Traumhochzeit“, wie sie sagt.

Besiegelt hat sie nun auch ihren Abschied. „Eigentlich wollte ich schon nach den Olympischen Spielen in Rio aufhören. Aber bei meinem Profiteam habe ich mich so wohl gefühlt und deshalb noch eine Saison drangehangen. Das Umfeld hat gestimmt, alle haben mitgezogen. Dadurch ist der Entschluss noch mehr gereift. Jetzt fühle ich mich bereit zum Abschied. Ich sitze seit meiner Kindheit auf dem Rad. Das Leben hält noch mehr bereit“, sagt die Mutter der achtjährigen Tochter Nele und verschweigt nicht: „Natürlich denken wir auch an Familienzuwachs.“ Der Kinderwunsch sei das eine, auch beruflich will sie gleich den Einstieg wagen. Bei ihrem langjährigen Sponsor LKT (Lausitzer Klärtechnik) in Luckau nimmt sie eine Ausbildung für Büromanagement in Angriff.

WM-Gold 2015 als größter Erfolg

Wenn die Lausitzerin, die mit ihrer Familie in Kunersdorf lebt und für den RSC Cottbus startet, auf ihre erfolgreiche Laufbahn zurückblickt, nennt sie

2015 holte Stephanie Gaumnitz WM-Gold im Punktefahren

2015 holte Stephanie Gaumnitz WM-Gold im Punktefahren.

Quelle: DPA

zuerst den WM-Titel im Punktefahren 2015. Ein Jahr zuvor hatte sie in derselben Disziplin WM-Silber erkämpft. Leider stand das Punktefahren, in dem die gebürtige Cottbuserin 2012 auch Europameisterin war, nicht auf dem Olympia-Programm, aber im Bahnvierer trat sie in Rio an und belegte Platz neun.

Der Spagat zwischen Bahn und Straße

Stephanie Gaumnitz schaffte all die Jahre immer den Spagat zwischen Bahn und Straße. „Dadurch gab es das ganze Jahr hindurch nie eine Pause für mich. Auch das war schwer. Im letzten Jahr habe ich mich dann ganz auf die Straße konzentriert, ich wollte mich mehr um Familie, Haus und Garten kümmern“, schildert sie und dankt ausdrücklich dem Bund Deutscher Radfahrer (BDR). „Sie haben mich gerade nach der Geburt meiner Tochter sehr viel unterstützt, so konnte ich als junge Mutter in den geliebten Radsport zurückkehren.“ In den letzten beiden Jahren wurde Stephanie Gaumnitz Zweite beziehungsweise Dritte bei den Deutschen Meisterschaften im Einzelzeitfahren auf der Straße.

Medaillenwunsch zum Abschied

Diese Stärke möchte Brandenburgs Sportlerin des Jahres 2015 nun in ihrem letzten Rennen ausspielen. „Eine Medaille zum Abschied wäre schon ganz schön“, blickt sie auf das WM-Teamzeitfahren in Bergen mit ihrer Profimannschaft Cervelo Bigla. Im Vorjahr holte Stephanie Gaumnitz mit der sechsköpfigen Equipe bereits WM-Bronze.

Von Peter Stein

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