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Sportbuzzer Talentschmiede zu Gast beim 1. VfL
Sportbuzzer Talentschmiede zu Gast beim 1. VfL
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09:36 14.02.2019
Yannik Münchberger (r.) empfängt mit dem VfL die Reserve des Bundesliga-Spitzenclubs Magdeburg. Quelle: foto: Julius Frick
Potsdam

Die Entscheidung hatte sich Yannik Münchberger damals nicht leicht gemacht, schließlich war die Weichenstellung auf seinem Lebensweg von enormer Tragweite. „Ich hatte von den Sportschulen in Cottbus und Potsdam nach den Sichtungen eine Zusage“, erinnert sich der Rückraumspieler, „und wir haben zu Hause alles genau abgewogen. Ich bin dann nach Potsdam gegangen. Auch, weil mein Opa dort wohnt und mich der Tag der offenen Tür überzeugt hat. Im Nachhinein war das die absolut richtige Entscheidung.“

Eine Win-win-Situation für Spieler und Verein: Seit 2014 trägt Münchberger das Trikot der ersten Männermannschaft des 1. VfL Potsdam, am Freitagabend (19 Uhr, MBS-Arena) trifft der 22 Jahre alte Kapitän und Top-Torschütze der Adler (137 Treffer) mit seinen Teamkameraden auf den SC Magdeburg II – und damit auf eine andere Talentschmiede der Region. „Wir sind der Favorit und wollen dieser Rolle natürlich auch gerecht werden“, sagt Münchberger, „aber der SCM II ist schwer berechenbar, denn wie das bei so einer jungen Mannschaft ist: Es kann große Ausreißer nach oben und unten geben. In der vergangenen Woche hat der SCM II beispielsweise zu Hause deutlich gegen Altenholz gewonnen.“ Der 1. VfL, der das Hinrundenduell hauchdünn mit 25:24 gewonnen hatte, liegt derzeit auf Rang sieben (22:16 Punkte), die Reserve des Champions-League-Siegers von 2002 und Tabellenvierten der Bundesliga ist Zehnter (17:23).

Auch Yannik Münchberger hatte den großen, hochdekorierten Traditionsverein aus der Hauptstadt Sachsen-Anhalts und seine bundesweit etablierte Nachwuchs-Abteilung im Blick, als das Nachwuchstalent des SV Lok Rangsdorf (Landkreis Teltow-Fläming) die Optionen für den Sprung in Klasse sieben an eine Sportschule prüfte. „Wenn man sich zu diesem Schritt entschieden hat“, sagt der Rechtshänder, „dann schaut man sich nach allen möglichen Standorten um.“ Viele märkische Talente – auch von Münchbergers Heimatverein, hatten den Weg zum SCM gewählt: Aktuelle Bundesligastars wie Tobias Reichmann (MT Melsungen) und Christoph Steinert (HC Erlangen), die beide in Rangsdorf mit dem Handballspielen begannen, oder der frühere Nationalspieler Christian Sprenger (aus Ludwigsfelde) gelangten beispielsweise über die Youngsters in der Bördestadt in die höchste deutsche Spielklasse. Auch der Potsdamer Fabian Böhm wechselte von der Sportschule am Luftschiffhafen zum SCM.

Durch die Etablierung der Sportschule in Potsdam und die Kooperation mit dem EHF-Pokalsieger Füchse Berlin hat sich der Strom der Talente in der Region durch die sportliche Clusterbildung verändert. Der aktuelle Auswahlspieler Fabian Wiede fand vom MBSV Belzig den Weg über die Talentschmiede in der brandenburgischen Landeshauptstadt zu den Füchsen. „Diese Aushängeschilder helfen uns sehr“, sagt Alexander Haase, Lehrertrainer und Sportlicher Leiter des VfL, „sie zeigen, das der Weg nach ganz oben von hier möglich ist.“ Auch vielversprechende Nachwuchskader aus Münchbergers Heimatregion wie seine Teamkameraden Robin Huntz (SV Lok) oder Joe Boede (MTV Wünsdorf) waren ebenfalls nach Potsdam gewechselt. Regional festgelegte Einzugsgebiete für die Nachwuchsakteure gibt es nicht. Jährlich gibt es in Potsdam zwischen 30 und 50 Bewerbungen für alle Altersklassen, zur Verfügung stehen zehn Plätze pro Schuljahr (acht Siebtklässler plus zwei Quereinsteiger in höheren Klassenstufen). Manch einer kommt inzwischen auch aus weiter entfernten Regionen ins Brandenburgische. „Ich denke, dass sich Potsdam auch über die Ländergrenzen hinaus etabliert hat“, sagt Münchberger, „es gibt wegen der kurzen Wege zwischen Schule und Training acht Übungseinheiten pro Woche, vielerorts sind es nur sieben. Man kann Jugend-Bundesliga spielen.“

Der Konkurrenzkampf zwischen den Standorten? „Es wird natürlich versucht, die Talente für die jeweilige Sportschule zu begeistern, aber viele Trainer kennen sich seit Langem und ich denke, es geht dort korrekt zu. Es gibt sicher immer Ausnahmen, aber es werden nicht hinter dem Rücken Spieler abgeworben“, sagt Münchberger. Der Standort Potsdam sei mit der Möglichkeit, bei den Füchsen den nächsten Schritt zu machen, und dem VfL als ambitioniertem Drittligisten ein gutes Paket. „Es kommen ja auch immer wieder Spieler aus Berlin zu uns. Noch besser wäre es, was die Kooperation mit den Füchsen betrifft, wir würden in der 2. Liga spielen, damit die Differenz zwischen den Ligen nicht so groß ist. Wir arbeiten daran, in dieser Saison wollen wir uns in der Tabelle nach vorne arbeiten. Ein Sieg gegen den SCM II wäre ein Schritt in diese Richtung.“

Von Lars Sittig

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