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Sportbuzzer Triathleten preschen vorneweg
Sportbuzzer Triathleten preschen vorneweg
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17:12 07.01.2018
Tom Thurley (r.) gewinnt über 5 Kilometer beim 26. Caputher Seelauf. Quelle: Foto: Christel Köster
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Caputh

Gute Witterungsbedingungen hin, gute Vorsätze für das neue Jahr her – beim 26. Caputher Seelauf gab es am Sonntag abermals ein Rekordfeld. Hatten im Vorjahr zum 25. Jubiläum bereits 657 Teilnehmer für eine neue Höchstmarke gesorgt, so wurde diese 2018 mit 768 Läufern abermals überboten. Bernd Thurley, der seit Jahren die Organisationsfäden mit in den Händen hält und auch als Sprecher fungierte, meinte: „Der Andrang ist ein Wahnsinn. Da dachte ich im Vorjahr, wir hätten mit dem Jubiläum eine Grenze erreicht, aber diesmal sind noch mehr gekommen. Der Lauf wurde über die Jahre immer beliebter. Das ist eine schöne Anerkennung für unsere ehrenamtliche Arbeit.“

Los ging es am 7. Januar 2018 mit dem Kinderlauf über zwei Kilometer, anschließend liefen die Starter des Sparkassen-Cups fünf Kilometer und zum Schluss fand der Hauptlauf über zehn Kilometer statt.

Und die Läuferschar zeigte sich voll des Lobes, vor allem weil die Naturstrecke diesmal einen guten Untergrund bot und so sehr schnelle Zeiten ermöglichte. Über 5 Kilometer – zugleich der Auftakt-Wettbewerb im diesjährigen MBS-Cup – siegte Lokalmatador Tom Thurley. Der 24 Jahre alte Sohn von Bernd Thurley war bereits nach 14:59 Minuten wieder im Ziel und feierte damit nach 2015 und 2017 seinen dritten Sieg auf der Hausstrecke. „Ich bin bisher gut durch den Winter gekommen. Das Wetter trug dazu bei, dass ich ordentlich trainieren und eine gute Form aufbauen konnte“, meinte Tom Thurley, der schon als elfjähriger Knirps beim Seelauf mit dabei war. Sein erstes großes Ziel 2018 werden die Deutschen Meisterschaften im Halbmarathon im April sein.

Auf den Plätzen folgten die Potsdamer Triathleten Giulio Ehses (15:18 min) und Jeremias Siehr (15:28 min). Der 17 Jahre alte Ehses kam aus Trier an die Potsdamer Sportschule und will sich nun im ersten Juniorenjahr in der nationalen Spitze etablieren. „Für uns war das eine schnelle Trainingseinheit“, sagte er.

Tom Thurley konnte anschließend gleich seine Vereinsgefährtin und Trainingspartnerin beim Potsdamer Laufclub, Wibke Richter, in Empfang nehmen. Die 21-Jährige ist ein neues Gesicht in der hiesigen Laufszene, kam im Herbst durch das Studium nach Potsdam. „Ich war früher an der Sportschule in Neubrandenburg, wurde in der Jugend deutsche Vizemeisterin über 2000 Meter Hindernis. Nun habe ich nach zwei Jahren Pause wieder mit dem Lauftraining begonnen und werde sehen, wie sich das weiter mit dem Studium vereinbaren lässt“, erzählte die Studentin der Geo-Ökologie, die die Strecke lobte: „Das hat auf jeden Fall Spaß gemacht.“ Kein Wunder, denn Bernd Thurley ist auch ihr Trainer. Wibke Richter siegte in 17:47 Minuten und verwies Sophie Schumann (TSV Cottbus) in 18:47 Minuten und Nadine Klive (Triathlon Potsdam) in 19:03 Minuten auf die Plätze.

Über 10 Kilometer konnten sich mit Lars Pfeifer in 30:19 Minuten und Laura Lindemann in 35:39 Minuten ebenfalls zwei Triathlon-Topathleten durchsetzen. „Ich wollte es diesmal nicht auf einen Spurt ankommen lassen, habe mich auf der zweiten Runde abgesetzt und diesen Vorsprung dann gehalten“, sagte der 23 Jahre alte Pfeifer. „Da war nichts zu machen. Der Junge war wirklich stark“, anerkannte Hannes Hähnel vom SC Frankfurt (Oder), der in 30.42 Minuten Platz zwei belegte, bevor mit dem erst 18-jährigen Philipp Wiewald in 30:55 Minuten ein weiterer Triathlet folgte.

Laura Lindemann fand es toll, „dass man sich mal so unter das Läuferfeld mischen konnte. Das kommt ja nicht oft im Jahr vor. Das hat wirklich Spaß gemacht, hier zu laufen“. Dem konnte Brigitte Bolz nur beipflichten. Die 69-Jährige aus Brück gehört seit vielen Jahren zur großen Schar der Hobbyläufer: „Ich bin zwar Rentnerin, habe aber im Moment wenig Zeit zum Laufen. Ich renoviere eine Wohnung. Da gibt es mit Malern und Fußboden legen eine Menge zu tun. Aber hier in Caputh wollte ich unbedingt mitlaufen. Mir geht es prima“, sagte sie nach der Runde um den See.

Von Peter Stein

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