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Sportbuzzer Tüfteln am Lückenschluss
Sportbuzzer Tüfteln am Lückenschluss
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00:50 09.03.2018
Füchse-Trainer Velimir Petkovic. Quelle: dpa
Berlin

In Petar Nenadics Augen glitzerte es feucht, während in der prächtig illuminierten Max-Schmeling-Halle die Abschiedszeremonie für den Offensivstar lief. Dankesworte, viele Umarmungen – wenig später war Ende Dezember der Abschied des serbischen Torjägers Richtung Veszprém vollzogen. Seitdem tüftelt man bei den Füchsen Berlin am Lückenschluss für den Rückraumspieler: Am heutigen Mittwoch kommt es im Viertelfinale des DHB-Pokals (19 Uhr, Max Schmeling-Halle) sozusagen zum nächsten sportlichen Feldversuch mit Wettkampfcharakter.

„Uns war klar“, sagt Coach Velimir Petkovic, „dass wir unsere Spielsysteme umstellen müssen. Dabei hatten wir natürlich mit Paul Drux geplant, der sich dann bei der Europameisterschaft verletzte.“ Nach dem missratenen Rückrundenpflichtspielstart, der 21:26-Niederlage im EHF-Pokal gegen St. Raphael mit deutlichen Ausfall-Erscheinungen, gelang der Anpassungsprozess zunehmend besser. „Auf das Spiel gegen St. Raphael konnten wir uns nicht wirklich vorbereiten, wir hatten gerade mal drei Trainingseinheiten davor. Danach mussten wir dann auch noch auf Fabian Wiede verzichten, der sich in diesem Spiel verletzte“, sagt Petkovic, „seither kommen wir in jedem Spiel einen Schritt voran. Mit jedem Spiel funktioniert die Abstimmung besser.“ Auch die Integration des dänischen Kreisläufers Johan Koch, den die Füchse bis zum Saisonende von den Kadetten Schaffhausen aus der Schweiz verpflichteten, läuft gut. Einen klassischen Ersatz für Nenadic hat der Club nicht verpflichtet – der Verlust soll im Verbund kompensiert werden.

Den positiven Trend belegen auch die Ergebnisse: In der Bundesliga siegte das Berliner Ensemble in Ludwigshafen und Lemgo und feierte einen Heimerfolg gegen Leipzig. Im Europa-Pokal erkämpften die Füchse drei Erfolge. Gegen den SCM kommt es nun zu einer Mischung aus Prestigduell, Derby und Qualifikations-Endspiel, dessen Bedeutung Volker Zerbe nicht herunterspielen will: „Das Final Four ist das wichtigste Event im deutschen Handball und dort dabei zu sein, ist für jeden Verein ein großes Ziel“, sagt der Sportdirektor. „Außerdem gibt es zwischen den Füchsen und Magdeburg schon eine spezielle Verbindung. Beide Clubs liegen recht nah beieinander. Der SCM hat gerade im Osten einen hohen Stellenwert, den wir auch in Berlin merken. Insofern sind die Spiele besonders emotional, aber immer auf einer fairen Basis.“

Der DHB-Pokal ist für die Vereine nur bedingt finanziell lukrativ. Zwar spülen die Zuschauer-Einnahmen Geld in die Kassen – durch das Heimrecht unterklassiger Vereine bis zum Achtelfinale sind Heimspiele für Erstligisten allerdings eher selten. Das Final Four – in dieser Saison am 5./6. Mai in Hamburg – ist dagegen für die Clubs finanziell interessant: Die wesentlichen Kosten werden von der Liga übernommen, der Überschuss wird zwischen der Bundesliga – dem Ausrichter – und den vier Clubs geteilt.

Wie schwer das Duell mit dem Tabellenfünften SCM (33:13 Punkte) werden dürfte, zeigt auch diese Bilanz: Beim letzten DHB-Pokalduell im Mai 2015 im Halbfinale, das die Füchse knapp verloren (26:27), war Nenadic der mit Abstand beste Torschütze der Füchse (neun Treffer). Ende Dezember, bei Nenadics Abschiedsvorstellung im Berliner Trikot, trennte sich der Tabellenzweite (36:8) zu Hause von Magdeburg 23:23-unentschieden: Wieder erzielte der Serbe mit neun Treffern die meisten Tore.

Von Lars Sittig

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