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Sportbuzzer Glatter Durchmarsch in Erfurt
Sportbuzzer Glatter Durchmarsch in Erfurt
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20:15 02.12.2018
Antonia Stautz (M.) setzte sich mit dem SC Potsdam in Erfurt klar durch. Quelle: Foto: Sebastian Schmid
Erfurt

Antonia Stautz konnte am Sonntag noch einmal den Bummel über den heimeligen Erfurter Weihnachtsmarkt am Fuße des Doms genießen. Denn am Vorabend feierte die Außenangreiferin mit den Volleyballerinnen des SC Potsdam einen souveränen 3:0 (25:22,25:20, 25:12)-Sieg bei Schwarz-Weiß Erfurt. In der Bundesliga-Tabelle ist der SC wieder Dritter.

Dabei musste das Gästeteam ohne den erkrankten Cheftrainer Davide Carli anreisen. Doch sein Co-Trainer Lukasz Marciniak löste die Aufgabe mit Bravour. „Er hat uns gesagt, wir sollen alle mithelfen und ein bisschen Co-Trainer sein“, erzählte Antonia Stautz, die von 2011 bis 2016 in Erfurt gespielt hatte und daher am Wochenende noch viele gute Bekannte zu treffen hatte.

Großer Unterschied bei den Aufschlägen

„Wir hatten nur am Anfang ein paar Probleme, unseren Rhythmus zu finden“, meinte die 24-Jährige. „Dann lief es immer besser. Wir waren sehr variabel im Angriff. Als dann die zehnminütige Pause nach den ersten beiden Sätzen folgte, wollten wir nicht nachlassen. Das ging gut, wir haben Erfurt total dominiert.“

Der große Unterschied zwischen beiden Teams: die Aufschlageffizienz. Während den Thüringerinnen zehn Fehler beim Service unterliefen, machten die Potsdamerinnen mit ihren Aufschlägen eine Menge Druck und schafften elf Asse. So ging die Partie auch mit einer starken Aufschlagserie von Zuspielerin Lexi Dannemiller rasch zu Ende. Dabei wollte Marciniak eigentlich noch Roxana Vogel für sie einwechseln, um der aus Erfurt stammenden Spielerin vor den Augen ihrer Familie einen besonderen Auftritt zu gönnen.

Tolle Unterstützung von den mitgereisten Fans

Neben Marta Drpa ragte auch Kapitän Anne Hölzig heraus. Letztere wurde als beste Spielerin ausgezeichnet. „Wir hatten auch 40 Fans aus Potsdam da, die uns lautstark unterstützt haben. Das war insgesamt ein toller Auftritt“, fasste Antonia Stautz zusammen. „Wir harmonieren als Mannschaft immer besser. Wenn die Aufschläge so gut kommen, bringt das viel Sicherheit. Damit haben wir Erfurt ziemlich unter Druck gesetzt.“ Natürlich habe die Mannschaft auch für den erkrankten Trainer gespielt. „Wir wollten die drei Punkte. Diese Aufgabe haben wir souverän bewältigt“, sagte Antonia Stautz, die sich vom Blick auf die Tabelle aber nicht blenden lässt. „Die starken Gegner in der Bundesliga kommen jetzt erst wie Aachen am Samstag zu Hause. Außerdem wollen wir im Pokal-Halbfinale gegen Schwerin unbedingt gewinnen und das Finale erreichen.“

Erst einmal genoss sie das Wochenende in Erfurt, fand zu Hause bei Roxana Vogel gute Aufnahme. Beide hatten nicht nur auf dem Weihnachtsmarkt zum 1. Advent viel Freude, ehe es mit dem Auto – „ein Fan hat meinen Pkw nach Erfurt gebracht“, so Antonia Stautz – zurück nach Potsdam ging.

Von Peter Stein

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