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Sportbuzzer Neue Zuspielerin Gryka bietet Alternativen
Sportbuzzer Neue Zuspielerin Gryka bietet Alternativen
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20:57 10.01.2019
Die Volleyballerinnen des SC Potsdam und Stabhochspringerin Leni Wildgrube (M.) am Donnerstag beim Neujahrsempfang im Atrium der Stadtwerke Potsdam. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Die vielen guten Wünsche, die am Donnerstagabend auf dem Neujahrsempfang des SC Potsdam im Haus der Stadtwerke ausgesprochen wurden, galten auch den Volleyballerinnen des Vereins. Im zehnten Bundesligajahr sind sie längst ein Aushängeschild geworden, dessen Glanz in der Jubiläumssaison mit Neuzugang Magdalena Gryka noch ein wenig aufpoliert wird.

Ein Gewinn für die Mannschaft

Die 24-Jährige wird auch am Samstag (19 Uhr) im Bundesligaspiel bei den

Magdalena Gryka trägt beim SC Potsdam die Nummer 9. Quelle: Gerhard Pohl

Roten Raben Vilsbiburg mit dabei sein, die am Mittwoch gegen Stuttgart 0:3 verloren haben und auf Platz acht der Tabelle liegen. „In Vilsbiburg wollen wir gewinnen“, sagt die Zuspielerin. Sportdirektor Toni Rieger schlägt da gleich verbal ein weiteres Ass: „Wir brauchen drei Punkte. Das ist ganz klar unser Ziel. Mit der richtigen Einstellung muss das möglich sein.“ Und mit Blick auf den Neuzugang meint er: „Magdalena Gryka ist ein absoluter Gewinn für uns. Sie erhöht den Konkurrenzkampf im Team und bietet dem Trainer weitere spielerische Alternativen.“ Denn neben Stammzuspielerin Lexi Dannemiller und der jungen Roxana Vogel sind nun drei Frauen auf dieser wichtigen Position im Kader.

In Grimma aufgewachsen

Doch keine bringt eine solche Erfahrung mit wie Magdalena Gryka, deren ganzes Leben bisher von diesem Sport geprägt ist. Sie war noch ein Baby, als Mutter Dorota mit ihr aus Bialystok/Polen, wo noch die Oma lebt, zum Zweitligisten nach Grimma kam, wo die Mutter als Mittelblockerin spielte. „Ich bin in der Turnhalle groß geworden. Schon als kleines Kind war es für mich das Größte, mit meiner Mutter in die Halle zu gehen und dort herumzutoben“, erzählt Magdalena Gryka.

Ihr Volleyball-Talent mit dem besonderen Ballgefühl zeichnete sich schnell ab. Mit 14 wechselte sie auf das Sportschulinternat nach Dresden. Mit 16 gab sie bereits ihr Debüt in der Bundesliga beim Dresdner SC, spielte in den Nachwuchs-Nationalmannschaften für Deutschland. Nach dem Gewinn der deutschen Vizemeisterschaft 2013 und dem Abitur-Abschluss ging die 1,78 Meter große Spielerin zurück in ihr Geburtsland zu Impel Wroclaw. Die Extraliga in Polen galt als stärker gegenüber der Bundesliga, der Verein agierte auch in der Champions League. „Finanziell war das für mich als junge Spielerin sehr attraktiv.“ 2016/17 spielte sie für Bielsko Biala. Von dort kennt sie auch den damaligen Scout und heutigen Potsdamer Co-Trainer Lukasz Marciniak.

In der Nationalmannschaft aktiv

2017 wechselte sie zu Azerail Baku nach Aserbaidschan. Doch der Verein hatte sich finanziell übernommen. „Die großen Versprechen konnten nicht eingehalten werden, so bin ich im Januar 2018 zu KSZO Ostrowiec zurück nach Polen gegangen. Trotz der nicht gerade erfreulichen Erlebnisse möchte ich diese Erfahrung nicht missen“, erzählt Magdalena Gryka, die im vergangenen Sommer mit der deutschen Nationalmannschaft in der Nations League spielte. Danach absolvierte sie die Saisonvorbereitung für zwei Monate bis Ende Oktober in Schwerin, ehe dort die Nationalspielerinnen von der WM in Japan zurückkehrten. Nebenbei ging sie in einer Bank arbeiten.

Mit Trikotnummer 9

„Ich hatte mich entschlossen, nicht mehr nur auf Volleyball zu setzen, wollte mir auch beruflich ein zweites Standbein schaffen“, sagt „Maggi“ Gryka, die dann ein Angebot aus Potsdam erhielt. Auch hier ist sie nun neben dem Sport im kaufmännischen Bereich der Firma ST-Gebäudetechnik, ein Sponsor des Vereins, tätig. Außerdem absolviert sie ein Fernstudium für Wirtschaftswissenschaften. „Die Stadt, das Team, die Halle und die Fans haben mir von Anfang an gefallen“, sagt Magdalena Gryka, die wie einst ihre Mutter mit der Trikotnummer 9 aufläuft.

Wieder Spaß am Volleyball

Ausgerechnet im dramatischen Pokal-Halbfinale gegen den Schweriner SC (2:3) im Dezember kam sie überraschend zu einem ersten Kurzeinsatz für den SC Potsdam, doch so richtig los geht es für sie erst mit dem neuen Jahr. Weihnachten verbrachte sie bei ihren Eltern in Frankenberg bei Chemnitz.

„Ich will dem Verein helfen, so erfolgreich wie möglich abzuschneiden. Natürlich kämpfen wir darum, den vierten Platz hinter den drei Topteams Schwerin, Stuttgart und Dresden zu erreichen“, spürt sie beim Liga-Fünften wieder sportlichen Ehrgeiz. „Ich habe noch Spaß am Volleyball. Ich verstehe mich gut mit den Mitspielerinnen. Wir sind eine gute Mannschaft. Mal schauen, was ich hier in Potsdam mit dem Team erreichen kann.“

Von Peter Stein

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