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Sportbuzzer Eva Hodanova will im Hexenkessel bestehen
Sportbuzzer Eva Hodanova will im Hexenkessel bestehen
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18:04 12.02.2019
Außenangreiferin Eva Hodanova (r.) vom SC Potsdam spielt auch in der tschechischen Nationalmannschaft. Quelle: foto: Julius Frick
Potsdam

Trainer Guillermo Naranjo Hernandez absolvierte am Dienstag in der MBS-Arena eine Extra-Übungsstunde mit seinen vier Außen-Annahme-Spielerinnen. „Die Konkurrenz ist groß im Team, aber das kenne ich schon aus meiner Zeit in Dresden“, sagt Eva Hodanova. Die 1,90 Meter große Tschechin ist eine aus dem Quartett neben Anne Hölzig, Antonia Stautz und Silvana Chausheva. Am Samstag (18 Uhr) treten die Volleyballerinnen des SC Potsdam bei ihrem unmittelbaren Verfolger Ladies in Black Aachen an.

„Das ist ein sehr wichtiges Spiel für uns, aber eigentlich kommen jetzt nur noch wichtige Spiele“, korrigiert sich der Trainer, der dabei auch auf Neuzugang Eva Hodanova setzt, die sich auf Anhieb in der Mannschaft etabliert hat.

Aus der Kleinstadt in die Hauptstadt

Sie stammt aus der tschechischen Kleinstadt Stribro. Dort begann sie auch mit dem Volleyball. „Bei uns gab es nicht so viele Möglichkeiten. Leichtathletik war mir zu individuell, ich wollte lieber einen Teamsport“, erzählt die 25-Jährige. Durch eine Freundin inspiriert, wechselte sie dann zu Lokomotiva Pilsen. „Die 30 Kilometer zum Training bin ich immer mit dem Bus gefahren, abends hat mich meist mein Vater, der in Pilsen arbeitete, wieder mit nach Hause genommen“, berichtet sie weiter. „Meine Eltern haben mich immer sehr unterstützt. An den Wochenenden haben sie mich immer zu den Spielen gebracht.“

Schwere Zeit in Dresden nach Verletzung

2012 ging sie zu Olymp Prag. Mit dem Verein aus der Hauptstadt stand sie dreimal im Pokalfinale und wurde dreimal Vizemeister. Dass sie 2016 beim deutschen Spitzenverein Dresdner SC für zwei Jahre unterschrieb, lag auch an dessen Trainer Alexander Waibl, der in jenem Jahr auch tschechischer Nationaltrainer war. Doch im ersten Bundesligaspiel gegen Suhl erlitt Eva Hodanova am Ende des ersten Satzes einen Kreuzband- und Meniskusriss. „Das war eine schwierige Zeit für mich“, meint sie im Rückblick. „Vorher war mein Tag in Prag mit Volleyball und Studium ausgefüllt. Jetzt wollte ich mich auf Volleyball konzentrieren und dann diese schwere Verletzung. Aber wenigstens konnte ich noch mit dem Auto fahren.“ Außerdem habe sie viel in der Reha gearbeitet, täglich fünf, sechs Stunden. „Das hat in Dresden sehr gut funktioniert, so hatte ich noch Glück im Unglück.“ Zur Saison 2017/18 war die Außenangreiferin zurück. Im vorigen Sommer kam sie dann nach Potsdam.

In Potsdam angekommen

Sie fühle sich sehr wohl in der Mannschaft und in der Stadt. „Alle Freunde und Gäste aus der Familie, die mich besuchen kommen, schwärmen von Potsdam, seinen Parks und den Seen“, erzählt sie begeistert. Ihre Eltern Eva und Vladimir, auch ihr zwei Jahre jüngerer Bruder heißt nach dem Vater Vladimir, haben sie außerdem zu den Auswärtsspielen in Straubing und Vilsbiburg besucht, verfolgen die Bundesligaspiele auch im Livestream. „Die vielen Zuschauer in den Hallen in Deutschland, das ist schon toll“, meint Eva Hodanova, die ansonsten ein eher ruhiger Typ sei.

Am Sonnabend gegen Aachen erwartet die Potsdamerin, die den Bachelorabschluss für Internationale Wirtschaftsbeziehungen geschafft hat, wieder einen Hexenkessel. „Die Halle dort ist sehr niedrig und dunkel, wir müssen sehr konzentriert sein.“

Von Peter Stein

Der 1. VfL Potsdam kann für die kommende Saison mit zwei weiteren Spielern planen: Der Handball-Drittligist hat die Verträge mit einem torgefährlichen Rückraumspieler und einem Talent auf der Torhüterposition verlängert, das gab der Club am Dienstag bekannt. Am Freitag empfangen die Adler in der Staffel Nord in der heimischen MBS-Arena die Reserve des SC Magdeburg.

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