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Sportbuzzer Trainer Carli: „Keine gute Saison gespielt“
Sportbuzzer Trainer Carli: „Keine gute Saison gespielt“
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18:09 03.04.2018
Trainer Davide Carli (M.) hatte in den Auszeiten großen Redebedarf. Quelle: Foto: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Zum sechsten Mal in Folge sind die Volleyballerinnen des SC Potsdam im Playoff-Viertelfinale der Bundesliga gescheitert. In der Hauptrunde hatte es nach neun Siegen und elf Niederlagen nur zu Platz sieben (Vierter im Vorjahr) gereicht. Trainer Davide Carli zieht Bilanz.

Wie fällt Ihr Fazit aus?

Davide Carli: Wir haben keine gute Saison gespielt, sind unter unseren Zielen geblieben. Der siebte Platz war nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Im Pokal sind wir schon im Viertelfinale ausgeschieden.

Trotzdem hatte Ihre Mannschaft gegen den Tabellenzweiten Dresden die Chance, das Halbfinale zu erreichen. Warum ist das nicht gelungen?

Weil uns Dresden im zweiten und vor allem im dritten Spiel die Grenzen aufgezeigt hat. Allein vom Kader her sind sie viel stärker besetzt. Sie haben auf allen Positionen einen gleichwertigen Ersatz ebenso wie Schwerin und Stuttgart. Das ist so, wenn bei Bayern München im Fußball Franck Ribery fehlt, das ist kein großes Drama. Dresden hat viel mehr Erfahrung allein durch die internationalen Spiele. Sie haben die Ruhe bewahrt. Bei uns hat speziell im dritten Match die Einstellung nicht gestimmt. Wenn da nur zwei, drei Spielerinnen nicht bei 100 Prozent sind, hast du keine Chance. Da müssen alle mit derselben Motivation rangehen. Wir hätten mehr kämpfen müssen. Aber unsere jungen Spielerinnen werden daraus hoffentlich ihre Lehren ziehen, sie konnten wichtige Erfahrungen sammeln, um es nächstes Jahr besser zu machen.

Sehen Sie im Nachhinein trotzdem positive Dinge?

Ja, natürlich. Unsere jungen Spielerinnen wie Sophie Dreblow, Emilia Weske und Natalie Wilczek haben viel gelernt. Sophie Dreblow hat ihre erste Saison als Stammlibero hinter sich, sie muss unsere Annahme koordinieren. Außenangreiferin Anne Hölzig schaffte ihre erste Saison in der Starting Six. Auch sie hat einen weiteren Schritt getan. Ebenso wie Antonia Stautz. Sie kam aus Erfurt, hatte kaum erste Liga gespielt. Auch sie war eine wichtige Hilfe für die Mannschaft, speziell in der zweiten Saisonhälfte.

Wie schätzen Sie die Leistung von Zuspielerin Denise Imoudu ein?

Auch für sie war es nicht einfach. Im Vorjahr hat Libero Lisa Rühl schon in der Annahme viel Ruhe ausgestrahlt, im Angriff hatten wir neben Marta Drpa noch Rosi Acosta und außerdem drei starke Mittelblockerinnen. Da war die Mannschaft einfach stärker besetzt. Wir haben uns vor der Saison – aus welchen Gründen auch immer – für die jungen Spielerinnen entschieden. Nun müssen wir auch mit ihnen arbeiten. Aber die Fortschritte sind ja da.

Warum lief die erste Halbserie überhaupt nicht rund?

Abgesehen von der Verjüngung der Mannschaft hing das auch damit zusammen, dass wir in der Vorbereitung an einem System gearbeitet haben, dass dann nicht funktioniert hat oder besser, die Mannschaft war nicht in der Lage, das umzusetzen. Ich habe so viel gewechselt, das war nicht leicht. Diese Saison war für mich viel schwerer als jene davor. Auch ich musste lernen, wo muss ich härter sein, wo kann ich ruhiger sein. Am Ende haben wir einen guten Weg gefunden, die Mannschaft konnte die größten Schwierigkeiten überwinden oder zumindest minimieren.

Es hat letztlich nicht für das Halbfinale gereicht.

Dafür hätten wir den großen Drei Stuttgart, Dresden und Schwerin aus dem Weg gehen müssen. Das schaffst du nur als Vierter oder Fünfter. So wie im letzten Jahr. Aber gegen die direkten Konkurrenten wie Münster und Aachen haben wir jemals zweimal verloren. Wiesbaden als Vierten haben wir auswärts bezwungen, gegen den Fünften Aachen zweimal 2:3 verloren. Wir waren da nicht weit weg.

Ein Wort noch zu den Fans?

Sie haben uns in dieser Saison mehr unterstützt, obwohl wir zu Hause nicht so oft gewonnen haben. Dafür ein großes Dankeschön. Natürlich wollen wir, dass noch mehr Zuschauer in die Halle kommen.

Wer bleibt, wer kommt?

Die Gespräche laufen.

Ihr Ziel mit Potsdam in der nächsten Saison?

Ich will Platz vier in der Hauptrunde und dann endlich das Halbfinale erreichen und eine Medaille gewinnen. Entsprechend müssen wir die Mannschaft verstärken.

Von Peter Stein

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