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Sportbuzzer SC Potsdam will erstmals ins Halbfinale
Sportbuzzer SC Potsdam will erstmals ins Halbfinale
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18:23 25.03.2019
Nia Grant (l.) kontra Leonie Schwertmann (Vilsbiburg) Quelle: Gerhard Pohl
Potsdam

Die Volleyballerinnen des SC Potsdam stehen vor einer historischen Mission. Sie wollen erstmals den Einzug ins Bundesliga-Halbfinale schaffen. Am Samstag (16.10 Uhr, Sport1) erfolgt in der MBS-Arena der Auftakt im Playoff-Viertelfinale gegen die Roten Raben Vilsbiburg. In der Serie „Best of three“ empfängt der Vierte den Fünften der Hauptrunde. Nach Spiel zwei am 4. April in Bayern hätten die Potsdamerinnen am 6. April in einem möglichen dritten Duell erneut Heimrecht.

Wie schwer dieser Heimvorteil wiegt, wird sich zeigen. Die Havelstädterinnen sind zuletzt sechs Mal in Folge im Viertelfinale ausgeschieden, da nutzte vor zwei Jahren gegen Wiesbaden selbst der Heimvorteil ebenfalls beim Duell des Vierten gegen den Fünften nichts. Mit 1:2-Siegen kam das Aus. Mit Platz vier wurde nun das beste Hauptrundenergebnis von 2017 wiederholt. Was für Sportdirektor Toni Rieger aber noch wichtiger ist: „Die Mannschaft kann nach dem 3:2-Erfolg beim Tabellenführer Stuttgart mit einem positiven Erlebnis in die Playoffs starten. Wir haben dort dem Druck standgehalten, gewinnen zu müssen, um Platz vier zu verteidigen. Das können wir mitnehmen.“

Marta Drpa ist Topscorerin der Liga

Dass die Potsdamerinnen nach Platz sechs und 18 Punkten in der Hinrunde noch auf die angestrebte vierte Position mit 39 Punkten rückten, ist auch ein Verdienst von Trainer Guillermo Naranjo Hernandez. Der Spanier kam erst im Dezember, nachdem sich Vorgänger Davide Carli und der Verein überraschend getrennt hatten. „Hernandez hat seine eigene Philosophie, sein Spiel- und Trainingssystem. Ehe da bestimmte Mechanismen greifen, braucht es Zeit. Ich hoffe, wir haben jetzt rechtzeitig zu den Playoffs die Mannschaft in die bestmögliche Form gebracht“, sagt Rieger.

Die Roten Raben haben in dieser Saison zweimal gegen den SC – 3:0 zu Hause und 3:2 auswärts – gewonnen. Aber der Sportdirektor weiß auch: „Wenn du im Viertelfinale bist, willst du auch ins Halbfinale.“ Vieles im Spiel der Potsdamerinnen steht und fällt mit Marta Drpa. Die serbische Diagonalangreiferin ist mit riesigem Abstand mit 433 Punkten die Topscorerin der Liga. Auf Platz zwei folgt Schwerins Ex-Potsdamerin Kimberly Drewniok mit 300 Punkten. Mit der US-Amerikanerin Nia Grant hat der SC ebenso die punktbeste Mittelblockerin der Bundesliga in seinen Reihen. „Jetzt kommt die Marta-Drpa-Time“, sagt Rieger und schickt damit eine verbale Drohung an die Konkurrenz. „Marta fühlt sich in den wichtigen Matches besonders herausgefordert. Das ist ihr Ding.“

Wenn sich das Puzzle fügt

Aber Vilsbiburg hat mit Außenangreiferin Channon Thompson ebenso eine Topscorerin im Team, die nur schwer auszuschalten ist. „Da wird viel von unserer Abwehr und vom Block abhängen“, meint Rieger. „Trotz herausragender Einzelspielerinnen – gewinnen kannst du nur als Mannschaft. Und da hat sich unser Zusammenspiel deutlich verbessert.“ Auf Außen-Annahme gebe es personell immer eine Alternative. Den größten Sprung nach vorn habe die erst 19-jährige Mittelblockerin Natalie Wilczek vollführt. Dass sich das Puzzle zu einem schönen Leistungsbild zusammenfügt, motiviere alle im Verein. Und wenn einer die letzten Prozente aus den Spielerinnen herausholen könne, dann sei das Hernandez. Das Temperament des Spaniers gelte es, an der Seitenlinie für das große Ziel Halbfinale in die richtigen Bahnen zu lenken.

Von Peter Stein

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