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Sportbuzzer Wolfgang Lange vom KC Potsdam wird 80 Jahre
Sportbuzzer Wolfgang Lange vom KC Potsdam wird 80 Jahre
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18:03 29.06.2018
Wolfgang Lange vom KC Potsdam ist der einzige Trainer, der in seinem Begleitboot vom Typ Trainer immer hinter dem Steuerrad steht. Quelle: Peter Stein
Potsdam

Seine Stimme hallt wie eh und je weit über den Templiner See. Seine Vorgaben sind klar und deutlich. Kanu-Trainer Wolfgang Lange, der am 3. Juli seinen 80. Geburtstag feiert, steht noch immer seinen Mann. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Der einzige Trainer, nicht nur beim KC Potsdam, der im Boot steht

Wenn er die Kanuten vom KC Potsdam auf dem Wasser im Boot – bezeichnenderweise vom DDR-Typ Trainer – begleitet, dann steht Lange hinter dem Lenkrad, aber nicht weil er zu klein ist. „Er ist der einzige Trainer, den ich kenne, der im Boot steht“, sagt Kanu-Legende Jürgen Eschert. Der Olympiasieger von 1964 muss es wissen. Lange meint zu seinem Markenzeichen: „Ich habe mir damals kaum Gedanken darüber gemacht. Das geschah eher intuitiv. Als ich ins Boot gestiegen bin, wollte ich mich nicht da irgendwie hineinfläzen. Wenn man Anweisungen gibt, gehört dazu eine gewisse Grundhaltung. Ich fand, im Stehen habe ich einen besseren Kontakt zum Sportler.“ Dabei ist es bis heute geblieben.

Für eine Turnkarriere war Wolgang Lange zu groß

Seine sportlichen Anfänge hatten auch etwas mit Größe zu tun. „Ich bin in Lübz aufgewachsen, gleich hinter der bekannten Brauerei, aber das hat nicht auf mich abgefärbt“, sagt er mit dem ihm eigenen trockenen Humor. Dort in Mecklenburg-Vorpommern begann er nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst mit Turnen. „Weil ich jedoch so groß war, stand ich in der Riege immer vorn oder hinten. Die Kleinen wurden immer besser bewertet, weil es bei denen eleganter aussah. Das ärgerte mich und so nahm mich eines Tages ein Kumpel mit zu den Paddlern. Bei Post Schwerin habe ich begonnen.“ Später ging er nach Berlin und gehörte zehn Jahre zur DDR-Nationalmannschaft. 1963 feierte er bei den Weltmeisterschaften in Jajce (Jugoslawien) seine größten Erfolge, brachte mit Gold, Silber und Bronze einen kompletten Medaillensatz mit. Bis 1968 war Lange, der auch zweimal Europameister wurde, aktiv.

Katrin Wagner-Augustin dankte ihrem Trainer mit Olympia-Gold

Eigentlich hatte er an der Humboldt-Uni ein Lehrerstudium für Sport und Geografie absolviert, merkte aber bald, dass dies nicht sein richtiger Beruf werden würde. So animierten ihn auch die ehemaligen Trainer, ein Kollege zu werden. Erst im Verein in Berlin-Grünau, dann im DDR-Verband war er für den Nachwuchs zuständig. Nach der Wende ging er zwei Jahre nach Österreich bis er 1993 den Anruf aus Potsdam bekam. Als Junioren betreute er hier unter anderem die späteren Olympiasieger Katrin Wagner-Augustin und Gunnar Kirchbach. 2003 ging er mit 65 in Rente – eigentlich. Schon bald wurde er zurückbeordert, sprang ein, wenn der Bundes- oder andere Trainer mal nicht zur Stelle waren. Katrin Wagner-Augustin zum Beispiel dankte es ihm 2004 bei Olympia mit Gold.

Mit jungen Leuten arbeiten hält Wolfgang Lange fit

Dass er noch immer bei Wind und Wetter „mit den jungen Leuten“, wie er sagt, unterwegs ist, halte ihn fit. „Trainer ist man ganz oder gar nicht, das geht nur mit Herzblut. Dann ist es ein schöner Beruf. Ich mag die Natur und arbeite gern mit der Jugend zusammen. Das hält einen selbst jung“, sagt Lange, der nur auf die Uhr schaut, wenn es um den pünktlichen Trainingsbeginn oder die Schlagzahlen auf dem Wasser geht. Ob morgens um 8 Uhr oder am Nachmittag, er ist stets rechtzeitig zur Stelle. Am liebsten schwingt er sich auf sein Fahrrad und kurbelt die acht Kilometer von seinem Wohnort in Geltow entlang des Ufers am Templiner See bis zum Olympiastützpunkt im Luftschiffhafen. Lange gehört da einfach zum Inventar.

Wolfgang Lange zählt auf Fleiß und Disziplin

Im Umgang mit den Athleten – vom Leistungssport-Nachwuchs bis zu den Erwachsenen in der Hobbygruppe – hat er erkannt: „Man muss mit der Zeit gehen, aber am Ende kommt es auf Fleiß und Disziplin an“, meint Lange, dessen Ehefrau, mit der er 50 Jahre verheiratet war, vor zwei Jahren verstarb. „Das war ein schwerer Schicksalsschlag für mich, denn sie hat mir zu Hause immer den Rücken frei gehalten. Wenn du als Trainer viel unterwegs bist, brauchst du ein intaktes Zuhause. Das war bei mir der Fall.“ Zur Entspannung seien sie immer viel mit dem Kajütboot unterwegs gewesen bis hinauf zur mecklenburgischen Seenplatte in die alte Heimat des „Lübzer Butcher“, wie er sagt, des Lübzer Jungen.

Lange, dessen Sohn Robby im Allgäu ein Gästehaus betreibt, meint: „Solange ich gebraucht werde, helfe ich gern. Mir macht das Spaß“, betont der Jubilar.

Von Peter Stein

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