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163.000 Lichtjahre

Vermessung der Magellanschen Wolke unter Beteiligung des AIP präzise gelungen 163.000 Lichtjahre

Nach fast einem Jahrzehnt sorgfältiger Beobachtungen konnte ein internationales Astronomenteam unter Beteiligung von Jesper Storm vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam (AIP) die Entfernung der Großen Magellanschen Wolke, der nächsten Nachbargalaxie unserer Milchstraße, so präzise wie nie zuvor bestimmen.

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Potsdam. Das teilte das AIP heute in Potsdam mit.

Diese neue Messung verbessert auch das Wissen über die derzeitige Expansionsrate des Universums - die sogenannte Hubble-Konstante - und ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum Verständnis der Natur der mysteriösen Dunklen Energie, die die Ausdehnung weiter beschleunigt. Die Wissenschaftler nutzten neben weiteren Teleskopen überall auf der Welt auch die am La Silla-Observatorium der ESO in Chile. Die Ergebnisse ihrer Studie erscheinen in der Ausgabe der Fachzeitschrift Nature vom 7. März.

Astronomen bestimmen die Größenskalen des Universums indem sie zunächst die Entfernungen zu nahegelegenen Objekten vermessen, um von dort die Abstände zu noch weiter entfernten Objekten im Kosmos zu ermitteln. Die gesamte Kette der kosmischen Entfernungsleiter ist allerdings nur so präzise wie ihr schwächstes Glied. Bis vor kurzem war es nicht möglich, die Entfernung der Großen Magellanschen Wolke (engl. Large Magellanic Cloud, abgekürzt LMC), eine der nächsten Nachbargalaxien unserer Milchstraße, exakt zu bestimmen. Da die Sterne dieser Galaxie verwendet werden, um die Entfernungsskala zu weiter entfernten Galaxien festzulegen, ist ihre eigene Entfernung von sehr großer Bedeutung.

Sorgfältige Analysen der Beobachtungen einer seltenen Klasse von Doppelsternen haben einem Astronomenteam nun erlaubt, einen präzisen Wert für die Entfernung der Großen Magellanschen Wolke zu ermitteln: 163.000 Lichtjahre.

„Ich freue mich sehr, dass uns das gelungen ist“, sagt Wolfgang Gieren von der Universidad de Concepción in Chile, einer der Leiter des Teams. „Einhundert Jahre haben Astronomen versucht, die Entfernung zur großen Magellanschen Wolke exakt zu messen. Es hat sich als unglaublich schwer erwiesen. Jetzt haben wir dieses Problem endlich lösen können und das mit einem Ergebnis, das auf zwei Prozent genau ist.” PI

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