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Astronomie Gute Sicht auf Mars, Merkur und Jupiter
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12:23 13.02.2014

Nach der Zeitumstellung am 27. Oktober beginnt die Beobachtungszeit jetzt schon gegen 18 Uhr. Die Venus ist das erste interessante Objekt des Abendhimmels. Durch ihre südlichste Stellung ist sie vor ihrem Untergang in der Abenddämmerung ab 17 Uhr tief am südwestlichen Himmel sichtbar. Nach Sonne und Mond ist die Venus das hellste Objekt des Novemberhimmels. Im Fernrohr zeigt sie sich zunächst als „Halbvenus“. Im Laufe des Novembers prägt sich ihre Sichelgestalt immer deutlicher aus, da sie sich bei ihrem Lauf um die Sonne der Erde nähert.

Der zweithellste Planet ist Jupiter. Er ist fast die ganze Nacht am Himmel zu sehen. Die Erde setzt gerade zum Überholvorgang des Jupiters auf der Innenbahn um die Sonne an. Anfang Januar steht, von der Erde aus betrachtet, Jupiter genau entgegen der Sonne. Doch schon jetzt hat man beste Bedingungen für Fernrohrbetrachtungen des Riesenplaneten mit seinen Wolkenbändern und den von Galilei entdeckten Monden.

Mars, den roten Planet, findet man am Morgenhimmel zwischen dem Löwen und der Jungfrau. Da er nicht sonderlich hell ist, verrät ihn nur seine rötliche Färbung. Auch der Merkur ist ab 10. November am Morgenhimmel vor Sonnenaufgang sichtbar. Man kann ihn dann bis zum Monatsende im Übergangsbereich zwischen Jungfrau und Waage finden.

Dort spielt sich ab Mitte des Monats auch die Bewegung des Kometen Ison ab. Er bewegt sich auf den sonnennähesten Punkt seiner Umlaufbahn zu, welchen er am 28. November erreicht. Ob dieser Komet mit bloßem Auge überhaupt sichtbar wird, ist noch ungewiss. Möglich ist ein Zerbersten des etwa vier Kilometer großen Himmelskörpers in Sonnennähe. Dann wäre der am Anfang des Jahres als extrem heller Komet angekündigte Besucher überhaupt nicht sichtbar.

Gegen 20 Uhr wird der Südhimmel von den Herbststernbildern dominiert: Pegasus, Fische und Andromeda. Auch die beiden hellen Sterne des Widders südlich von Andromeda sind gut zu erkennen. Im Osten wird deutlich, dass auch in diesem Jahr der Winter kommt. Der Stier eröffnet den Reigen der Wintersternbilder, die im Laufe der Nacht die Herrschaft am Himmel übernehmen. Orion erreicht mit den charakteristischen drei Gürtelsternen Alnitak, Alnilam und Mintaka gegen 3 Uhr seine höchste Stellung.

Der Mond beginnt mit dem Neumond am 3. November seinen Mondzyklus. Gleichzeitig ereignet sich die zweite Sonnenfinsternis des Jahres, welche aber in Mitteleuropa nicht zu beobachten ist. Auf einer Linie vom Nordatlantik bis ins äquatoriale Afrika kann man jedoch dieses Spektakel sehen. Die sogenannte „Hybrid“- Finsternis beginnt auf Grund der noch zu großen Mondentfernung zur Erde als ringförmige Finsternis. Während der Mondschatten über die Erdoberfläche rast, kommt der Mond der Erde näher, dass die Finsternis in einer totalen Sonnenfinsternis endet. Die nächste in Deutschland sichtbare totale Sonnenfinsternis ereignet sich erst im Jahr 2081.

Von Uwe Schierhorn

Der Autor ist Fachlehrer für Mathematik, Physik und Astronomie am Friedrich-Schiller-Gymnasium Königs Wusterhausen und Mitglied der Volkssternwarte Dahlewitz.

Quellen:
- Daten aus www.calsky.com
- Abbildungen erstellt u.a. mit Stellarium 0.12.0

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