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"Pures Abenteurertum"

Experte: Bemannter Marsflug mit heutiger Technologie nicht möglich "Pures Abenteurertum"

Berlin/Moskau - Der von US-Multimillionär Dennis Tito für 2018 geplante bemannte Mars-Flug ist nach Ansicht des russischen Raumfahrtmanagers Witali Lopota mit heutiger Technologie „nicht möglich“.

Ohne neue Energiequellen sei das „pures Abenteurertum“, zitiert der Onlinedienst Nowosti Kosmonawtiki am Montag den Generaldirektor des Raumfahrtkonzerns RKK „Energija“ unter Berufung auf die Moskauer Nachrichtenagentur Interfax.

Allein das Raumschiff, das wieder zur Erde zurückkehre, habe eine Masse von mindestens 20 Tonnen. Und um eine optimale vierköpfige Besatzung zum Mars zu schicken, bedürfe es eines „Expeditionskörpers“ von 480 Tonnen. Für jeden Astronauten benötige man im Durchschnitt zehn Kilogramm Wasser und Lebensmittel pro Tag. Hinzu kämen der Treibstoff für den Hin- und Rückflug, betonte Lopota. Zudem fehle bisher eine entsprechend starke Trägerrakete.

Tito, der 2001 als erster zahlender Weltraumtourist eine Woche in der Internationalen Raumstation ISS war, hatte Ende Februar angekündigt, im Januar 2018 eine Frau und einen Mann mit „bewährter“ vorhandener Technik auf eine 501-Tage-Reise um den Mars zu schicken. dapd

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