Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ausbildung & Beruf Im Westen Deutschlands Rückkehr zum Abi mit 13 Schuljahren
Thema Specials Ausbildung & Beruf Im Westen Deutschlands Rückkehr zum Abi mit 13 Schuljahren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:08 08.06.2015
In Niedersachsen bekommen alle Schüler wieder 13 Jahre Zeit, um ihr Abitur zu machen. Quelle: Julian Stratenschulte
Hannover

Eine Übersicht über die Länder:

Baden-Württemberg hat 44 Modell-Gymnasien die Rückkehr zur 13. Klasse erlaubt, diese Schulen sind völlig überlaufen. Die SPD verlangt, dass noch mehr Gymnasien zum alten Modell zurückkehren dürfen, was die Grünen als Regierungspartner bisher verhindern.

In Bayern wird ab nächstem Schuljahr an gut 40 Gymnasien eine Rückverlängerung auf neun Jahre geprüft. Zwei Jahre lang wird eine Verlängerung der gymnasialen Mittelstufe von drei auf vier Jahre ausprobiert. Eine Rückkehr zum G9 alter Prägung schließt die CSU-Landesregierung aus.

Berlin/Bremen/Hamburg: Eltern, die 13 Schuljahre bis zum Abitur bevorzugen, können ihre Kinder an integrierten Schulformen wie Stadtteilschulen anmelden. An den Gymnasien wird das Abitur nach 12 Jahren abgelegt. In Hamburg gelang es einer Elterninitiative nicht, genug Unterschriften für ein Volksbegehren zu sammeln, um auch an Gymnasien zu G9 zurückzukehren.

Hessen hat unter CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 eingeführt. Seitdem ist G8 fast komplett wieder verschwunden - nächstes Schuljahr gibt es nur noch 20 Schulen damit. An 18 Schulen gibt es parallel G8 und G9.

Niedersachsen kehrt nach den Sommerferien als erstes Bundesland komplett zum Abi nach 13 Schuljahren zurück. Leistungsstärkeren Schülern soll weiter die Möglichkeit eingeräumt werden, schon nach 12 Jahren das Abitur zu machen.

Nordrhein-Westfalen bietet beide Möglichkeiten: Neben 613 Gymnasien mit acht Schuljahren gibt es viele Alternativen für das Abi nach 13 Jahren. Das ist möglich an 306 Gesamtschulen, 109 Sekundarschulen, 225 Gymnasien an Berufskollegs, 10 Gemeinschaftsschulen sowie 12 Gymnasien im Modellversuch.

Rheinland-Pfalz hat bei dem Streit als einziges West-Bundesland gut lachen, weil es auf den generellen G8-Zug nicht aufgesprungen ist. Schon immer gab es für gute Schüler die Möglichkeit, das Abitur nach 7,5 bis 8 Gymnasialjahren abzulegen. Die Regel sind aber 8,5 Jahre.

Saarland hat ein Zwei-Säulen-Modell: Am Gymnasium gibt es das Abitur nach 12 Schuljahren, an der Gemeinschaftsschule nach 13 Jahren.

Schleswig-Holstein hat Wahlfreiheit für die Schulträger, das sind meist die Kommunen. In der Regel bieten die Gymnasien das Turbo-Abi an. Neun Gymnasien sind zum neunjährigen Bildungsgang zurückgekehrt, an vier Gymnasien kann zwischen G8 und G9 gewählt werden. An den Gemeinschaftsschulen sind 13 Jahre bis zum Abi üblich.

Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen: An den Gymnasien wird das Abitur in der Regel nach 12 Schuljahren abgelegt.

Der Fachkräftemangel in Deutschland macht jungen Unternehmen einer Umfrage zufolge schwer zu schaffen. 73 Prozent der befragten Gründer hätten Schwierigkeiten bei der Suche nach Mitarbeitern. Das teile die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in Frankfurt am Main mit. Dabei seien engagierte Mitarbeiter für 36 Prozent der deutschen Start-ups der zentrale Erfolgsfaktor.

03.06.2015
Brandenburg Brandenburgs Arbeitslosenquote im Mai 2015 bei 8,5 Prozent - Historisches Tief bei Arbeitslosigkeit

Seit der Wende waren in einem Mai nie so wenige Menschen in Brandenburg arbeitslos, wie in diesem Jahr: Die Arbeitslosenquote in der Mark ist auf einen Tiefstand von 8,5 Prozent gesunken, in Potsdam sogar auf 7 Prozent. Die Linksfraktion warnt vor zu schneller Euphorie.

02.06.2015
Kultur Tag der offenen Tür an der Babelsberger Filmuniversität „Konrad Wolf“ - Vorhang auf für Filmtalente von morgen

Wer zum Film möchte, sollte den Tag der offenen Tür am Sonnabend, 6. Juni, an der Filmuniversität „Konrad Wolf“ nicht verpassen. Von 10 bis 16 Uhr kann man Studios, Mischateliers und Schnittplätze besichtigen und sich über Studienmöglichkeiten informieren.

31.05.2015