Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ausbildung & Beruf Veltens Feuerwehr zieht Jahresbilanz
Thema Specials Ausbildung & Beruf Veltens Feuerwehr zieht Jahresbilanz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:05 28.02.2016
Stadtwehrführer Heiko Nägel (links) zeichnete insgesamt sechs Kameraden für ihre langjährige Mitgliedschaft bei der FFW aus. Quelle: Ulrike Gawande
Anzeige
Velten

„Wir haben bei der Freiwilligen Feuerwehr Velten nicht zu wenig Einsatzkräfte, sondern die Einsätze kommen zur falschen Zeit.“ Mit diesen Worten versuchte der stellvertretende Stadtwehrführer Enrico Neumann auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend die kritische Personalsituation in der Ofenstadt mit ein wenig Humor abzumildern.

97 Mitglieder hat die Veltener Feuerwehr, darunter 46 im aktiven Dienst.

Die Feuerwehr der Stadt ist eine sogenannte Stützpunktfeuerwehr, was bedeutet, dass mindestens 22 Einsatzkräfte bei einer Alarmierung zur Verfügung stehen müssten. Bei insgesamt 97 Mitgliedern, davon jedoch nur 46 Aktive (darunter 5 Frauen), ein schwieriges Unterfangen. Besonders tagsüber, wenn die Freiwilligen berufstätig sind, aber gleichzeitig die meisten Alarmierungen (2015: 141) eingehen. „Velten ist eben keine Schlafstadt“, bekräftigte Neumann.

213 Einsätze mussten 2015 absolviert werden.

Von den insgesamt 213 Einsätzen im Jahr 2015, inklusive 26 Brandschutzwachen, konnten deshalb nur zehn in voller Zugstärke absolviert werden. 137 wurden sogar mit weniger als 16 Feuerwehrleuten bewältigt, was als personalkritisch einzustufen sei, so Enrico Neumann. Die Sollstärke des Zuges wären 78 Aktive, um zu jeder Tageszeit voll einsatzfähig zu sein. Denn Velten gehöre durch Industrie- und Gewerbeanlagen, Hafen-, Bahn- und Autobahnanschluss sowie durch Wohnhäuser über 12 Meter Höhe zur höchsten Risikoklasse Brandenburgs.

Zur Mitgliedergewinnung ist eine Werbekampagne geplant.

Trotzdem konnte Stadtwehrführer Heiko Nägel vermelden, dass 2015 nicht nur alle einsatztechnischen Aufgaben bewältigt wurden, in die Ausbildung und Ausrüstung investiert wurde, sondern dass das vergangene Jahr ein Jahr des Wachstums war. Sechs neue Mitglieder konnten als Aktive gewonnen werden. Vier davon über die Stadt, die bei Stellenausschreibungen eine Mitgliedschaft bei der Feuerwehr als wünschenswert betrachtet. Zudem werden die ehrenamtlichen Feuerwehrleute seit 2015 durch die Schaffung von Personalstellen im Verwaltungsbereich entlastet. Für 2016 sei zudem eine Werbekampagne zur Mitgliedergewinnung für die Feuerwehr in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung geplant, so Bürgermeisterin Ines Hübner.

Veltens Feuerwehr betreibt engagiert Nachwuchsarbeit.

Zwar engagiere man sich mit 22 Jugendlichen in der Jugendwehr, die im Sommer ihr 30-jähriges Bestehen feiert, und 20 Kindern im Minilöschzug stark für die Nachwuchsgewinnung, jedoch wechseln nur selten junge Menschen direkt in den aktiven Dienst. „Die haben oft andere Interessen“, stellte Neumann bedauernd fest.

Mehrere Aktive wurden bei der Jahreshauptversammlung in Anwesenheit von Bürgermeisterin Ines Hübner (vorne rechts) befördert. Quelle: Ulrike Gawande

Auszeichnungen und Beförderungen

Befördert wurden zur Jahreshauptversammlung: Kathrin Welk und Martin Schröppel (Feuerwehrfrau/-mann), Dario Krecklow und Dustin Leon Thomas (Hauptfeuerwehrmann), Uwe Lissek (Löschmeister), Florian Nack, Sebastian Fiedler und Eric Hoffmann (Oberlöschmeister) und Maik Gnech zum Hauptbrandmeister.

Für langjährige Mitgliedschaft wurden geehrt: Denis Freund (5 Jahre), Philip Giese und Frank Voeltz (15 Jahre), Mike Kowalczyk und Sebastian Saß (20 Jahre) und Mario Steffen für 30 Jahre treue Dienste bei der FFW.

Feuerwehrmann zu sein, sei eben eine Lebensaufgabe, so Heiko Nägel. „Wir retten Menschen.“ Zwar habe die Anzahl der Brände abgenommen (37), angestiegen seien aber die Einsätze im Bereich der technischen Hilfeleistung (128), weshalb sich die Kameraden auch als „Dienstleister der Bevölkerung“ sehen. Verbunden mit unbezahlbar großem zeitlichem Engagement. 7692 Ehrenamtsstunden waren es allein 2015.

Von Ulrike Gawande

Wirtschaft 270 Kollegen werden entlassen - Bombardier-Beschäftigte unter Schock

Bombardier streicht in seinem Hennigsdorfer Werk jede zehnte Stelle. Die Belegschaft erfuhr davon am Freitagvormittag in einer Betriebsversammlung. Unter den derzeit noch 2850 Mitarbeitern sind die Zukunftssorgen groß.

26.02.2016
Potsdam-Mittelmark Ingenieurkammer beklagt Fachkräftemangel - Bauexperten setzen auf Nachwuchs

Viele Ingenieurstellen sind in Deutschland unbesetzt. Tendenz steigend. Um Nachwuchs für die Branche zu werben, veranstaltet die Brandenburgische Ingenieurkammer die Kampagne „Ingenieure treffen Schule“ im Oberstufenzentrum Werder. Bereits 100 Schüler haben ihr Kommen zugesagt.

25.02.2016

Von Neuruppin aus ermittelt ein Team von Privatdetektiven in ganz Deutschland. Nachtsichtgerät statt Lupe, Computer statt Karo-Mütze, Digitalkamera statt Tabakspfeife und vor allem viel Geduld – so sieht der Alltag bei Observationen aus. Vor Prügel hat der private Ermittler Thomas A. weniger Angst als davor, seine Tarnung zu verlieren.

28.02.2016
Anzeige