Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Berlinale Berlinale-Blog: Die ersten Preise sind verliehen
Thema Specials B Berlinale Berlinale-Blog: Die ersten Preise sind verliehen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
03:50 27.02.2018
19 Filme gehen ins Rennen um die begehrten Bären. Quelle: dpa
Berlin

Fast 400 Filme in 14 Sektionen – und viele Stars auf dem roten Teppich. Die MAZ ist bei der Berlinale dabei, geht ins Kino, hört den ganzen Klatsch und Tratsch und gibt Film-Tipps.

Alle wichtigen Infos zur Berlinale

  • 25.02.18 14:00
  • 25.02.18 13:33
  • 25.02.18 11:16
    Liebesfilm "In den Gängen" gleich zweimal ausgezeichnet


    Der poetische Liebesfilm „In den Gängen“ von Thomas Stuber hat bei der Berlinale gleich zwei Preise der Unabhängigen Jurys ergattert. Die Ökumenische Jury und die Gilde deutscher Filmkunsttheater verliehen der Nachwendegeschichte am Samstag ihre Auszeichnungen. Im Bären-Wettbewerb ging der mit Franz Rogowski und Sandra Hüller hochkarätig besetzte Film allerdings leer aus.

    Stubers Film zeige den Alltag in einem Großmarkt in einer lakonischen und humorvollen Weise und feiere den Humanismus, hieß es zur Begründung von der Filmgilde. Der Regisseur sagte sichtlich bewegt, es sei ein wunderbares Geschenk, dass der Film so angenommen worden sei. Neben den offiziellen Berlinale-Jurys vergeben traditionell zahlreiche Organisationen eigene Auszeichnungen für die Festivalfilme.






  • 25.02.18 11:02
    Für Anthony Bajon geht es bereits mit 23 Jahren steil nach oben


    Der französische Nachwuchsstar Anthony Bajon hat den Silbernen Bären als bester Darsteller der Berlinale gewonnen. Damit würdigte die Jury seine sensible Interpretation des 22-jährigen drogensüchtigen Thomas im Drama „Das Gebet“ („La prière“). Sein Regisseur war der französische Regisseur Cédric Kahn („Ein besseres Leben“).

    Der 23-Jährige spielt seinen Part feinnervig und kraftvoll, ohne Effekthascherei. Es geht um den Überlebenskampf eines jungen Mannes. Der versucht mit eisernem Willen und mit Hilfe des Glaubens, im abgelegenen Bauernhof eines katholischen Ordens von seiner Drogensucht loszukommen.

    Bajon sei ein Arbeitstier und gebe alles für die Schauspielerei, beschreibt ihn sein näheres Umfeld. Und er ist fleißig: Zwischen 2014 und 2017 stand Bajon in mehr als 20 TV- und Kino-Filmen vor der Kamera.

    Einen Karriereschub verdankte er seiner Präsenz in einer kleinen Rolle in „Auguste Rodin“, einem Historiendrama über den französischen Bildhauer. Der Film von Jacques Doillon lief 2017 in Cannes im Hauptwettbewerb. Bajons Prestige steigerte zudem ein Part in „Nos années folles“ von Star-Regisseur André Téchiné („Mit siebzehn“) im selben Jahr.

    Begonnen hat Bajons Laufbahn bereits mit 12 Jahren auf einer Theaterbühne. Seitdem trat er regelmäßig auf verschiedenen Bühnen in Frankreich auf. Die Hauptrolle in „Das Gebet“ und die Ehrung als bester Darsteller der 68. Berlinale ist ein erster Höhepunkt seiner vielversprechenden Karriere. Mit Schauspielern wie Joachin Phoenix und Franz Rogowski hatte es starke Konkurrenten bei dem Festival gegeben.


  • 25.02.18 08:55
    Gesammelte Zitate von der Preisverleihung der Berlinale 2018 am vergangenen Samstagabend:


    „Das haben wir nicht erwartet. Es ist so wichtig. Wir möchten nämlich, dass der Dialog, der in "Touch Me Not" eröffnet wurde, fortgesetzt wird. Drum laden wir euch alle zum Dialog ein.“

    (Die rumänische Regisseurin Adina Pintilie anlässlich der Auszeichnung ihres Films „Touch Me Not“ mit dem Goldenen Bären.)

    „Ich möchte sagen, wie wichtig es ist, Filme anders machen zu können, zu experimentieren, was heute so selten ist.“

    (Die britische Schauspielerin Laura Benson, die in dem Film „Touch Me Not“ eine Schlüsselrolle hat.)

    „Unser Film ist eine "Liebesarbeit". Ich bin so dankbar für den Mut meines lieben Teams. Ihr seid meine Kameraden in der Armee der Liebe.“

    (Die rumänische Regisseurin Adina Pintilie anlässlich der Auszeichnung ihres Films „Touch Me Not“ als bester Erstling)

    „Ich glaube, die Woche hat das auch mit den Filmen gezeigt - von großartigen Frauen und über großartige Frauen, die ein bisschen anders waren. Man schießt zurück, und ich glaube, das ist auch ganz gut.“

    (Berlinale-Direktor Dieter Kosslick in seiner Festival-Bilanz)

    „Wir hatten eine super Zeit. Wir haben spektakulär unterschiedliche Filme gesehen. Manchmal haben wir länger drüber geredet, als manche Filme waren. Wir sind dabei darauf gekommen, nicht nur zu würdigen, was das Kino kann, sondern auch, wo es hingehen kann.“

    (Jury-Chef Tom Tykwer zu den Entscheidungen des Gremiums)

    „Ich hätte nie gedacht, dass ich mal als Hund arbeiten und dann mit einem Bären nachhause kommen würde. ... Ich möchte sagen: Ich bin ein Berliner Hund.“

    (Schauspieler Bill Murray, der für US-Regisseur Wes Andersons Animationsfilm „Isle of Dogs“ den Silbernen Regie-Bären entgegennahm.)

    „Wir kommen aus einem sehr konservativen Land. Wenn wir den Geist öffnen, neue Türen für Paraguay, ist der Film schon viel wert. ... Ich danke den Frauen, die die Charaktere zum Leben erweckt haben, die diesen Film so wunderbar gemacht haben.“

    (Regisseur Marcelo Martinessi, der einen Silbernen Bär für seinen Film „Die Erbinnen“ bekam.)

    „Ich bin unglaublich glücklich, absolut glücklich, vor allem mit diesem Film, der heute so wichtig ist, der Probleme zeigt – nicht nur in Polen, sondern in Europa, in der ganzen Welt. Und ich freue mich so, dass ich eine weiblicher Regisseur bin.“

    (Die polnische Regisseurin Malgorzata Szumowska dankte für den Großen Preis der Jury für „Gesicht“).

    „Als ich neun Jahre alt war und im Kunstunterricht gewesen bin, hatten wir einen Lehrer, der hat gesagt, irgendetwas ist falsch mit meiner Technik. Da hab ich gedacht, meine künstlerische Karriere ist zu Ende. Viele Jahre danach habe ich meinen Mann getroffen, er ist ein wunderbarer Regisseur, er hat diesen Film kreiert. Er hat an mich geglaubt.“

    (Elena Okopnaya, die den Silbernen Bär für eine herausragende künstlerische Einzelleistung für Kostüm und Design von „Dovlatov“ bekam)


  • 24.02.18 19:34

    Alle Preise im Überblick



    GOLDENER BÄR: „Touch Me Not“ von Adina Pintilie (Rumänien)

    SILBERNER BÄR, GROSSER PREIS DER JURY: „Gesicht“ („Twarz“) von Małgorzata Szumowska (Polen)

    SILBERNER BÄR, ALFRED-BAUER-PREIS für einen Spielfilm, der neue Perspektiven eröffnet: „Die Erbinnen“ („Las herederas“) von Marcelo Martinessi (Paraguay)

    SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE REGIE: „Isle of Dogs“ („Isle of Dogs - Ataris Reise“) von Wes Anderson (USA), Animationsfilm

    SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE DARSTELLERIN: Ana Brun in „Die Erbinnen“ („Las herederas“) von Marcelo Martinessi (Paraguay)

    SILBERNER BÄR FÜR DEN BESTEN DARSTELLER: Anthony Bajon in „Das Gebet“ („La prière“) von Cédric Kahn (Frankreich)

    SILBERNER BÄR FÜR DAS BESTE DREHBUCH: Manuel Alcalá und Alonso Ruizpalacios (Mexiko) für „Museo“ (Museum)

    SILBERNER BÄR FÜR HERAUSRAGENDE KÜNSTLERISCHE LEISTUNG: Elena Okopnaya für Kostüm und Design in „Dovlatov“ von Alexey German Jr. (Russland)

    -------

    GLASHÜTTE ORIGINAL DOKUMENTARFILMPREIS: „Waldheims Walzer“ von Ruth Beckermann (Österreich)

    BESTER ERSTLINGSFILM DER GESELLSCHAFT ZUR WAHRNEHMUNG VON FILM- UND FERNSEHRECHTEN (GWFF): „Touch Me Not“ von Adina Pintilie

    GOLDENER BÄR FÜR DEN BESTEN KURZFILM: „The Men Behind The Wall“ von Ines Moldavsky

    SILBERNER BÄR FÜR DEN BESTEN KURZFILM: „Imfura“ von Samuel Ishimwe

    AUDI SHORT FILM AWARD: „Solar Walk“ von Réka Bucsi

    Preise der unabhängigen Jurys und weitere Auszeichnungen bei der Berlinale (Auswahl):

    PREISE DER ÖKUMENISCHEN JURY: „In den Gängen“ von Thomas Stuber (Wettbewerb); „Styx“ von Wolfgang Fischer (Panorama); „Teatro de guerra“ („Theatre of War“) von Lola Arias (Forum)

    FIPRESCI-PREIS DES INTERNATIONALEN VERBANDES DER FILMKRITIK: „Die Erbinnen“ („Las herederas“) von Marcelo Martinessi (Wettbewerb); „Rivers Edge“ von Isao Yukisada (Panorama); „An Elephant Sitting Still“ von Hu Bo (Forum)

    AMNESTY INTERNATIONAL FILMPREIS: „Zentralflughafen THF“ von Karim Aïnouz

    PREIS DER GILDE DEUTSCHER FILMKUNSTTHEATER: „In den Gängen“ von Thomas Stuber

    PREISE DER CICAE (Internationaler Verband der Filmkunsttheater): „Tinta Bruta“ („Hard Paint“) von Marcio Reolon und Filipe Matzembacher (Panorama); „Teatro de guerra“ („Theatre of War“) von Lola Arias (Forum)

    LABEL EUROPA CINEMAS (Initiative zur Förderung des europäischen Films): „Styx“ von Wolfgang Fischer

    TEDDY AWARD (Queerer Filmpreis): „Tinta Bruta“ („Hard Paint“) von Marcio Reolon und Filipe Matzembacher (Spielfilm); „Bixa Travesty“ („Tranny Fag“) von Claudia Priscilla und Kiko Goifman (Dokumentation); „Three Centimetres“ von Lara Zeidan (Kurzfilm)

    PANORAMA PUBLIKUMS-PREIS: „Profile“ von Timur Bekmambetov (Spielfilm); „The Silence of Others“ von Almudena Carracedo und Robert Bahar (Dokumentarfilm)

    CALIGARI-FILMPREIS: „La casa lobo“ („The Wolf House“) von Cristóbal León und Joaquín Cociña

    HEINER-CAROW-PREIS der DEFA-Stiftung: „Styx“ von Wolfgang Fischer

    GLÄSERNER BÄR FÜR DEN BESTEN FILM GENERATION KPLUS: „Les rois mongols“ („Hand auf's Herz“) von Luc Picard

    GLÄSERNER BÄR FÜR DEN BESTEN FILM GENERATION 14PLUS: „Fortuna“ von Germinal Roaux
  • 24.02.18 19:19
    Die Jury-Entscheidung bewies aber erneut, dass Frauen bei dem Festival eine ungewöhnlich starke Rolle spielten. Das gilt auch für den paraguayischen Film „Die Erbinnen“ („Las herederas“) von Marcelo Martinessi, der den Alfred-Bauer-Preis erhielt. Die Auszeichnung gilt einem Spielfilm, der neue Perspektiven eröffnet. Ana Brun (68) bekam für ihre Rolle in dem tragikomischen Drama um ein alterndes lesbisches Paar den Silbernen Bären als beste Darstellerin.
  • 24.02.18 19:19
    Die deutschen Favoriten gingen allesamt leer aus, obwohl ihnen zum Teil große Chancen eingeräumt worden waren.
    Als großer Anwärter auf den Darstellerpreis war auch der 32-jährige Berliner Franz Rogowski gehandelt worden. Der diesjährige Shootingstar der Berlinale überzeugte sowohl in Christian Petzolds Flüchtlingsdrama „Transit“ wie auch in Thomas Stubers poetischem Liebesfilm „In den Gängen“.
    Weder er noch die grandiose Marie Bäumer als Romy Schneider („3 Tage in Quiberon“) konnte einen der begehrten Darsteller-Preise ergattern. Auch in anderen Kategorien wurde der deutsche Film nicht bedacht, obwohl er mit 4 von 19 Kandidaten besonders gut vertreten war.
  • 24.02.18 19:18
    Beide Filme gehörten bei den Kritikern nicht zu den heißen Favoriten. „Wir haben herausgefunden, dass wir nicht nur das würdigen wollen, was Kino kann, sondern auch das, wo es noch hingehen kann“, sagte Jury-Präsident Tykwer.

  • 24.02.18 19:17
    Den Großen Preis der Jury holte am Samstagabend die polnische Regisseurin Małgorzata Szumowska (44) mit ihrer Gesellschaftsparabel „Gesicht“ („Twarz“). Satirisch und anrührend erzählt sie von einem jungen Mann, der nach einer entstellenden Gesichtstransplantation nicht nur in seinem Umfeld, sondern auch in der eigenen Familie abgelehnt wird.
  • 24.02.18 19:15
    Während des Festivals hatte das auch mit deutschem Geld realisierte Werk die Kritiker gespalten. Als Präsident der Jury hatte sich Regisseur Tom Tykwer („Lola rennt“) „wilde und sperrige“ Filme gewünscht. Es ist das zweite Mal, dass ein rumänischer Film die höchste Auszeichnung des Festivals gewinnt.



  • 24.02.18 19:10
    Mit Nacktheit und Sex hatte der Experimentalfilm „Touch Me Not“ bei der Berlinale viele Zuschauer verschreckt. Die rumänische Künstlerin und Regisseurin Adina Pintilie beobachtet in dem Wettbewerbsbeitrag verschiedene Menschen bei deren sexuellen Praktiken unterschiedlichster Art. Viele Zuschauer verließen die Vorführungen vorzeitig. Diejenigen, die blieben, würdigten den Film aber mit starkem Beifall.
  • 24.02.18 19:07
    Bester Film: "Touch Me Not"
    Das ist eine echte Überraschung: Der Goldener Bär der Berlinale 2018 geht an "Touch Me Not". In dem radikalen Experimentalfilm erforscht Regisseurin Adina Pintilie (38) erforscht in ihrem semidokumentarischen Film die Spielarten und Grenzen menschlicher Sexualität.

  • 24.02.18 19:05
    Der Großer Preis der Berlinale-Jury für den zweitbesten Langfilm des Wettbewerbs geht an "Twarz" (Mug) von Małgorzata Szumowska.
  • 24.02.18 18:58
    Der Silberne Bär für die Beste Regie geht an Wes Anderson für den Animationsfilm "Isle of Dogs", eine Koproduktion von Studio Babelsberg!
Tickaroo Liveblog Software

Von MAZonline