Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Bauen & Wohnen Pachterhöhung nicht mehr tabu
Thema Specials Bauen & Wohnen Pachterhöhung nicht mehr tabu
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:45 09.06.2015
Garagenkomplex an der Fontanestraße. Quelle: ENRICO KUGLER
Hennigsdorf

Die Nutzer von 700 Garagengrundstücken und knapp 200 Kleingärten auf städtischem Grund und Boden müssen sich in Hennigsdorf auf kräftig steigende Pachtsummen einstellen. Wegen der angespannten Finanzlage hatte Bürgermeister Andreas Schulz bereits Ende vorigen Jahres ein Haushaltssicherungskonzept vorgestellt, das derartige Pachterhöhungen vorsah.

Lange hatte sich niemand darangewagt. „Ob aus politischer Zurückhaltung oder weil die Haushaltslage besser war, sei dahingestellt“, meint der Bürgermeister. Die Garagenpacht für 343 Nutzer, deren Verträge noch aus DDR-Zeiten stammten, hat sich seit 2000 nicht verändert, die Gartenpacht seit 2006 nicht mehr.

Altpächter zahlen derzeit 61,36 Euro pro Jahr für ihre Garagenfläche. Bei Neuverträgen sind es 122,71 Euro. Bis 2018 soll dies schrittweis in Jahresstufen auf einheitlich 175 Euro angehoben werden. Die Stadt bleibt damit unter der ortsüblichen Jahrespacht von 185 Euro, die ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger ermittelt hat. 175 Euro Jahrespacht erhebt übrigens auch die Wohnungsbaugesellschaft HWB für ihre Garagenflächen.

Die Stadt rechnet mit jährlichen Mehreinnahmen bei der Garagenpacht von rund 118 000 Euro. Bei den Kleingärten sollen rund 52 700 Euro pro Jahr zusätzlich hereinkommen. Hier ist eine schrittweise Steigerung von jetzt einem Euro pro Quadratmeter im Jahr bei bebauten und 50 Cent bei unbebauten Parzellen auf einheitlich 1,70 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2018 vorgesehen. Das Stadtparlament entscheidet am 1. Juli über die Erhöhung.

Eine Bebauung städtische Garagen- oder Kleingartenflächen sei derzeit nicht vorgehen, so Schulz. Er schloss dies für die Zukunft jedoch nicht aus.

Von Ulrich Bergt

Havelland Friesacker Unternehmen erwirtschaftet wieder Gewinn - Wohnungsgesellschaft geht es besser

Nach den Turbulenzen in der Vergangenheit ist die kommunale Friesacker Wohnungsgesellschaft auf dem besten Weg, sich zu stabilisieren. So konnte sie im vergangenen Jahr einen Gewinn von 240 000 Euro erwirtschaften. Das Geld wird in Fassadensanierungen und in die Verbesserung der Ausstattung von Wohnungen gesteckt.

09.06.2015
Brandenburg/Havel Kaum Baufortschritte am früheren Lehrlingswohnheim - Neues Asylheim in Brandenburg/Havel wackelt

Eigentlich sollten im Juni die ersten Flüchtlinge in das frührere Lehrlingswohnheim in Brandenburg an der Havel umziehen. Doch daraus wird nichts. Frühestens im Herbst ist das Gebäude entsprechend umgebaut. Während es bei dieser Unterkunft nur spärlich vorangeht, sieht es anderen Stellen besser aus.

12.06.2015
Potsdam Wenig Verständnis für lärmgeplagte Bürger - Zahlensalat in der Lärmschutzdiskussion

Das Land berechnet die Schallbelastung als Tagesdurchschnitt, doch die Anlieger der Nutheschnellstraße leiden unter den Lärmspitzen und fordern Schutzwände. Doch in der Debatte um die Lärmschutzwände an der Nuthestraße operieren Landesstraßenbetrieb und Stadtverwaltung mit Halbwahrheiten und zweifelhaften Zahlen.

09.06.2015