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BER Flughafen Am Starttermin wird nicht gerüttelt
Thema Specials F BER Flughafen Am Starttermin wird nicht gerüttelt
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13:25 17.06.2013
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SCHÖNEFELD

Mit ihr wird die DDR-Betriebserlaubnis ersetzt und in einem wesentlichen Punkt neu gefasst: dem Flugverbot von Mitternacht bis fünf Uhr. Noch ist in Schönefeld 24-Stunden-Betrieb zulässig.

Dass fast 95 Prozent der Anspruchsberechtigten noch keinen Schallschutz erhielten, hat mit der Start-Erlaubnis nichts zu tun. „Diese Maßnahmen können auch noch nach der Eröffnung umgesetzt werden“, betont Schade. „Den Flugbetrieb unter diesen Bedingungen aufzunehmen, ist eine Frechheit“, hält Herbert Burmeister von der Schutzgemeinschaft der Umlandgemeinden entgegen. „Das Lärmschutz-Programm ist nicht, wie es heißt, im Endspurt, es hat gerade einmal die Startlinie verlassen.“

Milder, aber ebenfalls kritisch fällt die Einschätzung der SPD-Kreistagsabgeordneten Tina Fischer aus. „Es ist ärgerlich, dass Schallschutz-Einbauten lange keine ausreichende Priorität beigemessen wurde“, sagt sie. Das Management habe sich wohl mehr um die Technik als um die Fluglärmopfer gekümmert: „Erst massivem Druck von SPD-Unterbezirken und des Ministerpräsidenten ist die Beschleunigung des Programms zu danken.“

Flughafenkritiker wie Burmeister bringen noch ein anderes Argument ins Spiel. Für die Schallschutz-Grenzwerte sechs tägliche Überschreitungen des Limits 55 Dezibel in Innenräumen zuzulassen, widerspreche dem Planfeststellungsbeschluss, der höchstens eine Abweichung gewähre. Der sogenannte Klarstellungsantrag, mit dem die Flughafengesellschaft (FBB) sechs Ausnahmen festschreiben will, werde geprüft, bestätigt Ministeriums-Sprecher Schade. Doch stehen dessen Chancen offenbar schlecht. „Es bleibt bei der strengen Auslegung des Tagschutzzieles“, stellt er fest.

„Für die besonders schutzwürdige Nacht sind sechs Überschreitungen erlaubt“, wendet Flughafensprecher Ralf Kunkel ein. „Für die Tagesstunden einen schärferen Maßstab anzulegen, ergibt keinen Sinn und widerspricht der Lebenswirklichkeit.“ In unmittelbarer Flughafennähe müssten die Leute dann wie in einem Tonstudio schallisoliert werden. Für einige Tausend sei das nicht möglich. Aber auch damit, so Kunkel, lasse sich keine Absage der Flughafenstarts begründen: „Die jetzt diskutierte Frage stellt sich erst bei voller Auslastung im Jahre 2015.“

So könnte der von den einen heiß ersehnte, von anderen gefürchtete Termin 3. Juni nur noch durchkreuzt werden, wenn bestimmte Bauten nicht rechtzeitig fertiggestellt würden. Vorwürfen, die Kreisverwaltung stelle Sondergenehmigungen aus, um es der FBB recht zu machen, widerspricht Vize-Landrat Carl-Heinz Klinkmüller. „Wir drücken kein Auge zu, sondern gehen strikt nach Recht und Gesetz vor.“ Für Abfertigungscontainer sei eine befristete Erlaubnis erteilt worden. Außerdem wurden Ergänzungsanträge für Brandschutzvorrichtungen und im Zusammenhang mit der Abfertigung des Superjumbos A 380 bewilligt. „Weder beim Brandschutz noch bei der Statik gibt es Abstriche“, versichert Klinkmüller.

Am fristgemäßen Starttermin zweifelt er nicht, „auch wenn im Juni noch nicht alles fertig ist“. Bauarbeiten etwa an den Geschäften des Terminals könnten sich noch bis 2013 hinziehen. (Von Klaus Bischoff)

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