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Achtung Angler: Neue Fische im Ruppiner See

Tausende Fische ausgesetzt Achtung Angler: Neue Fische im Ruppiner See

Der Ruppiner See ist wieder reich an Fisch. Beim halbjährlichen „Fischbesatz“ wurden tausende junge Zander und Hechte ausgesetzt. Damit soll der Fischbestand im See erhalten und erneuert werden. Fischerei sowie Angelsport profitieren von der Maßnahme.

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Die Fische wurden in Bottichen zu den Kähnen am Ufer getragen und anschließend im Ruppiner See verteilt.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. In den Bottichen tummeln sich zahlreiche junge Zander. Manchmal schafft es einer von ihnen, aus dem Eimer zu springen, doch Fischer Rüdiger Purand achtet darauf, dass alle Tiere ihr Ziel erreichen. Das Ziel sind zunächst die Fischerkähne am Ufer des Ruppiner Sees. Von dort aus geht es weiter an unterschiedliche Stellen des Gewässers. Noch lassen sich die zwei Jahre alten Raubfische leicht mit einer Hand aufheben – später werden sie zu stattlicher Größe heranwachsen.

Boot für Boot machen sich die Mitglieder der Fischereigemeinschaft „Rhinsee“ auf, um die Fische im Ruppiner See auszusetzen. Sie fahren in verschiedene Richtungen, damit die Fische sich gleichmäßig verteilen. Dieser „Fischbesatz“ dient dazu, die Fischpopulation im See zu erhalten und zu erneuern. Dabei haben die Fischer einiges zu tun. 4200 Zander und 1300 Hechte gilt es, im längsten See Brandenburgs zu verteilen.

4200 Zander und 1300 Hechte im Ruppiner See eingesetzt

Ein- bis zweimal im Jahr machen sich die Vereinsmitglieder ans Werk, um den Bestand für Fischerei und den Angelsport zu sichern. Finanziert wird der Fischbesatz durch die Einnahmen aus den Angelkarten. Das sind Lizenzen, die Angler erwerben müssen. Im vergangenen Winter hat Purand bereits Karpfen und Aale im See ausgesetzt. „Das gehört zur Hege und Pflege dazu“, erklärt Purand.

Wenn die Zander ausgewachsen sind, erreichen sie eine Länge von 50 Zentimetern – wobei noch größere Exemplare keine Seltenheit sind. „Der Zander ist ein beliebter Speisefisch“, sagt Purand. Hechte seien zu grätenreich und ihr Fleisch eher trocken. Purand fängt im Jahr etwa anderthalb Tonnen Zander, den er mit seinen anderen Fängen auf dem Neuruppiner Wochenmarkt verkauft. „Was aus dem See kommt, ist Bio“, sagt Purand. „Eigentlich müsste der Fisch teurer sein.“

Kurioserweise gefährde gerade die verbesserte Wasserqualität des 825 Hektar großen Ruppiner Sees die Bestände des Zanders, so Purand. Da der Fisch ausgesprochen gut sehen kann, bevorzuge er trübes Gewässer, in dem er seinen Beutetieren überlegen ist.

Von Nico Nobilis

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